Archive for Dezember, 2013


Aufatmen

So, das Schlimmste ist überstanden. Sehr lange mit einem freundlichen Herren telefoniert, irgendwie, ein bisschen quer durch die letzten Tage und Wochen, von meinem Leben berichtet und von meiner Situation. Mit wenig Begeisterung habe ich dann zugestimmt, dass ich meinen Vater aufkläre. Er weiss zwar nicht wirklich alles, jedoch genug, damit mir keiner was vorwerfen könnte.
Ich hatte Hilfe, die ganzen letzten Tage. Hilfe von meinem Zwilling und ihrer Mutter. ~Danke, vielen Dank für alles.~

~Und dann bemerke ich, gerade so ziemlich alles wichtige, in einen einzigen Abschnitt gepackt zu haben.~ Aber es wäre ja nicht mein Blog, wenn ich nicht noch einige Gedanken mehr aufschreibe. ~Auf Papier bringen, kann man das ja nicht nennen.~
Die nächsten Tage, so bis ins neue Jahr, werde ich beim Guru verbringen, ich brauche jetzt einfach mal etwas Abstand von allem. Ausserdem soll ich bis zum 7. Januar brav sein, also halte ich mich daran und wenn nicht, dann so, dass es keiner sieht.

Es hat sich da sowas wie ein Neujahrsvorsatz herauskristalisiert: Ich muss beginnen, zu sagen was ich will, was mich stört und was ich brauche oder eben nicht brauche. Damit habe ich so meine Probleme. Ich kann meinen ganzen Blog zumüllen, mit allem was mir durch den Kopf geht, doch wenn es darum geht, jemandem direkt zu sagen was mich stört, dann bin ich eine Niete. Sogar wenn ich mit jemandem per Whatsapp schreibe, fällt es mir schwer, zu sagen/schreiben, sobald mich etwas stört.
Daran muss gearbeitet werden, das muss repariert werden.

Ich bin die letzten Tage immer wieder erstaunt, zu was mein Kopf fähig ist. Die grössten Horrorszenarien habe ich durchleben müssen, die verzweifeltsten Gedanken, jedoch konnte ich zeitweise abschalten, mich so sehr Ablenken, dass die Angst für einen Moment verschwand. Ich habe zeitweise in Blogeinträgen gedacht, also genau so, wie ich hier schreibe. Meine Gedanken versuchten sich selbst zu erklären. ~Wirklich verständlich war es aber doch nicht.~
Zudem, war und bin ich so gestresst und nervös, dass ich kaum essen kann und wenn, dann bereue ich es nach zwei, drei Bissen. Eine unfreiwillige Diät könnte man das nennen. Wenn ich esse, dann schmeckt es mir kaum, somit will ich auch nicht essen, sogar wenn mein Magen lautstark zu rebellieren beginnt. Aber keine Sorge ich esse schon, nicht viel, aber es scheint zu genügen, ich klappe nicht zusammen. Mein Appetit wird hoffentlich wieder angeregt, die paar Tage, die ich beim Guru verbringe.

Man schreibt und liest sich im nächsten Jahr. Feiert schön, trinkt nicht zu viel, setzt euch keine zu hohen Vorstätze, blabla, ihr wisst was ich meine. An dieser Stelle nochmal ein kleines Danke, an alle, die meinen Blog folgen, an alle, die nur so mitlesen, danke dass ihr da seid, dass ihr ab und an was kommentiert oder einfach nur still mitlest. DANKE 🙂 ~Smilie in meinem Blog, merkts euch, kommt nicht oft vor.~ Danke zusätzlich an alle, die gerade bei den letzten Einträgen kommentiert haben, hat mir viel bedeutet und mir Kraft gegeben.

Und so der Knopfkopf spricht, mehr gibts dieses Jahr nicht.
~KAIJU~

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Durcheinander

Wisst ihr was? Ich habe Angst, ziemlich starke Angst, fast schon Panik. Das ist ja an sich nichts neues, ich bin ja ständig geplagt von Angst. Doch seit gestern, ist das irgendwie anders. Ich meine, ich will mir von niemandem sagen lassen, was ich hier schreiben kann/soll/darf. Und doch habe ich nun Angst, hier zu schreiben. Nicht wirklich Angst zu schreiben, viel mehr Angst, vor allen die das lesen und noch genauer, vor denen, die mich kennen.
Seit heute morgen, ist mir übel, so richtig. Ich habe auch die letzen Tage wenig gegessen. Was soll man dazu sagen?

~Bläh, ich schreibe einen ganzen Abschnitt darüber, wie sehr ich mich fürchte, ohne das weiter zu erklären.~ Erklärung also: Hmm, wo beginne ich. ICH LASS MIR NICHT SAGEN WAS ICH HIER SCHREIBE!! Dieser Blog gehört mir, es ist meine kleine Welt, sie war sicher, sie gab mir, was mir fehlte. Wer den Blog liest, weiss mehr über mich, als mancher aus meinem Umfeld, wer das liest, der kennt mich, der hat die Möglichkeit zu verstehen. Ich freue mich über jeden Leser, doch in mir keimt gerade die Sorge, dass es nur eine Zeitfrage ist, bin irgendwer meiner Familie mitliest, irgendwer, der mich kennt und doch nicht verstehen wird.

Was ist also passiert? Warum schreibe ich so verdammt wirr und unklar? ~Ich entschuldige mich schon mal dafür.~ Mir ist übel, Kopfsache, ist mir bewusst. Mein Arm, der blutet, aber es geht mir verdammt nochmal gut! Die Wunde kommt nicht von mir. ~Hab ich schon erwänt, das ich Angst habe?~

Da ist die Angst, alles zu verlieren, alles, auf einen Schlag. Da ist die Angst, dass alles, was mich seit einiger Zeit ausmacht, ausgelöscht wird. Die Angst, dass mir meine Freiheit genommen wird. Die Angst, noch mehr Menschen zu verletzen/zu belasten. Ich habe Angst, mich zu verlieren, obwohl ich doch bereits verloren bin. Ich habe Angst, zu hören, dass alles nur in meinem Kopf ist, Angst, die Realität verloren zu haben. Was wenn doch alles nur Einbildung ist/war?
Warum redete sie weiter, als wäre nichts geschehen? Was mache ich falsch, dass man mich noch immer nicht zu verstehen scheint? Ich will nicht, das ich verliere, wofür ich schon so lange kämpfe.

Sie haben um mich geweint, als ob ich tot wäre. Als ob ich bereits nicht mehr da wäre. Ich muss ihnen recht geben, es gibt mich doch bereits nicht mehr, ich bin doch bereits tot, zumindest Teile von mir. ~Wurde je um euch geweint?~ Wie kann ich sowas anderen antun? Ich habe Angst, gerade jetzt, die Tränen fliessen.

Ich habe zugestimmt, dass es nicht genug ist, dass ich mehr brauche, als ich bekomme. Ich habe lange telefoniert heute, sehr lange für meine Verhältnisse. Ich war bei einem Kumpel heute, nie, nie war die Angst lange weg, in keinem Moment.
~Wisst ihr, es ist wahr, man kann mit seiner Zunge nicht, seinen Ellenbogen ablecken.~

Ich werde mit den Leuten der Jugendpsychiatrie reden. Die wollten doch ohne Mist, dass ich da mit meinem Vater aufkreuze!! Konnte vermieden werden. Ich will das nicht, lasst den Mann in Ruhe, helft erstmal mir. Meine Schwester soll das nicht mitbekommen, sie darf nicht, um keinen Preis. Ich kann sie kaum ertragen, ich hasse mich dafür wie ich mit ihr umgehe, ich liebe sie doch, sie bedeutete mir so viel. Ist es nicht so, das meine Familie etwas besseres verdient? Was ist mit mir geschehen?
Ich zweifle, war es richtig, habe ich die Hilfe verdient? Komme ich da wieder raus?

Ich hab versprochen mir nichts zu tun, sowas in der Art. Wo sind da die Grenzen? Wie weit, kann ich machen, was ich will und ab wann, breche ich dieses halbherzige Versprechen? Ich darf mich nicht verletzen, ist klar. Ab wann ist es den verletzen?

Ich muss da irgendwie durch, irgendwie. Es tut weh, es ist kein realer Schmerz und doch ist er da. Müde, müde bin ich kaum, es ist 1 Uhr, ich schreibe seit ca. 20-30min. Ich bin nicht müde, ich war auch gestern nicht müde und morgen, morgen werde ich auch nicht müde sein. Einschlafen, kotzwürg, damit hab ichs nicht so.

GENUG! Verschont mich mit besorgten Kommentaren, Nachrichten, E-Mails, Anrufen oder weiss-der-Geier-was, mir geht es gut, lest das, nemmt es meinetwegen ernst, aber übertreibt es nicht. Nochmal: Es geht mir gut.
Es geht mir gut, ich tue mir nichts an, ich reisse mich verdammt zusammen, aber wenn ich sowas verspreche, versuche ich es zu halten. Die Tränen sind weg, ich kann atmen, ich komme nicht bis zu meinem Ellenbogen mit meiner Zunge, die Angst ist noch bei mir.

Und so der Knopfkopf spricht, besorgt tun? Bitte nicht!!
~KAIJU~

Worte genügen nicht

Ich wüsste nicht wie ich das alles anders erklären sollte. Ich bin mir fremd geworden, ich leide, ich bin gebrochen und doch setze ich meine Maske auf und versuche, versuche jeden Tag, so zu sein, wie sie mich alle haben wollen, doch glaub mir, es tut weh, mehr als jede Klinge. Ich weiss nicht wohin mit mir, wer bin ich noch? Und der Gedanke tot zu sein, ist so viel erträglicher als der Gedanke an eine Zukunft, in der ich Tag für Tag kämpfe, in der ich leide, für nichts.

 

Dieses Video fand ich einfach nur faszinierend…

Rückblick auf Weihnachten

24. Dez: Heiligabend, wenn man sowas wichtig findet. Wir waren am Nachmittag bei meiner Grossmutter, dort war ich schon ewig nicht mehr, es gibt so viele Fotos, so viele tote Gesichter dort. Einige Verwandte waren dann doch auch noch da, ich kenne all diese Menschen kaum noch, komisches Gefühl. Nach langen belanglosen Gesprächen dann heim.
Am Abend hatten wir dann ein ach so tolles Essen, in unserem Haus. Mein Vater, mein Bruder und ich. Kotzwürg. Vor dem Essen war ich spatzieren ungefähr eine halbe Stunde bin ich durch mein Dorf gelaufen, hab mit der Ente telefoniert. ~Erkenntnis von da, ich verabscheue die Einsamkeit und das Allein sein, aber bin lieber allein, als wenn jemand aus meiner Familie bei mir ist.~
Dann dass Essen halbwegs unbeschadet überstanden, nur um in einige Stunden Langeweile zu kommen und dann, mit meinem Vater, eine Schnulze im TV zu gucken. Dannach wieder alleine im Zimmer, mit allen möglichen Leuten am schreiben, es ging mir sogar recht gut. Und dann einige Momente später Trigger, Gedankenkreisen, Chaos in meinem Kopf. Als meine Schwester und ihr Freund heim kamen, wurde es noch schlimmer, mein Hass steigerte sich noch. Und BEAM, zwei Kratzer, zwei Schnitte, zwei rote Linien, als wären sie nur aufgezeichnet. ~Und die Gedanken toben und sagen mir: Schneid tiefer.~
So schlau wie ich bin, habe ich Salz in die Wunde gestreut, oder in meinem Fall, Tränen in die Wunde gerieben. Es hat so schön geschmerzt, es hat mich zu beruhigen begonnnen. Ich versuchte zu schlafen, anfangs noch zu wütend um zu schlafen, dann habe ich geweint und nach einer Weile, konnte ich sogar schlafen.

25. Dez: Weihnachten, wenn man es so sehen will. Mein Pate kam vorbei, gab mir mein Geschenk, das kreativerweise nur Geld war und ging wieder. Dannach waren wir zum Essen bei den Eltern meines Vaters, nur ein Haus neben dem unsrigen. Ich wollte nach dem Essen einfach nur weg, ohne Geschenk, das aus Schokolade und Geld besteht, ohne länger zu sitzen, ohne mir solche widerlichen Komplimente anzuhören.

Daheim war ich dann duschen und habe mich dann auf den Weg zum Guru gemacht. Die Ente kam hinzu und wir feierten grüne Weihnachten, denn aus den weissen, war nichts geworden. Ein gemütlicher Abend, zahllose Erinnerungen an unsere Kindheit, viel zu viel Essen und eine entspannte Atmospähre, so viel angenehmer als mit meiner Verwandsschaft oder mit meiner Familie.

26. Dez: Oder heute, je nach dem wann es gelesen wird. Den halben Tag beim Guru verbracht, noch mehr Essen in mich hineingestopft. Jetzt für eine Stunde daheim, genug Zeit um Blogs zu lesen und einen Eintrag zu schreiben, obwohl mir die Zeit durch die Finger rinnt. Ich bin eingeladen, zum Essen, bei den Eltern meines Zwillings. ~Das erste Familienessen, welches ich mit Freude besuche.~

Gerade ein ,ziemlich oberflächliches und für uns typisches, Gespräch geführt mit meinem Bruder. Genug geschrieben, ich muss mich bereit machen, um noch mehr zu Essen.

Und so der Knopfkopf spricht, noch mehr essen kann ich nicht.
~KAIJU~

Weihnachten dieses Jahr

Gestern hat bloggen nicht geklappt, auch nicht beim 4. Versuch. Meine Schwester ist da, wir haben uns nicht entfremdet, kennen tun wir uns aber auch nicht. Sie bleibt für 2 Wochen hier, ich sollte mich freuen, tue es aber nicht. 2 Wochen wird mir mehr meiner Freiheit genommen als ich gewohnt bin. ~Ich wollte gestern davon berichten, doch zu meiner eigenen Sicherheit, habe ich es gelassen.~

Dieses Jahr wird Weihnachten miserabel. Das schlimmste Weihnachtsfest seit Jahren würde ich sagen. Kein Tannenbaum, keine grossen Familienessen, kein Schnee, keine Weihnachtsstimmung. Heute Nachmittag besuchen wir meine Grossmutter mütterlicherseits, ohne den Rest der Verwandtschaft. Heute Abend muss ich mich durch ein Essen mit meinem Vater und meinem Bruder quälen. Morgen sind wir bei den Eltern meines Vaters zu Mittag eingeladen, ebenfalls ohne den Rest der Verwandtschaft. Mein Götti, oder Pate, wie mans nennen will, kommt auch noch kurz vorbei, bevor wir zu den Grosseltern gehen.

Für diese zwei Tage trage ich einen Pulli, der zu eng ist um meine Unterarme zu entblössen, gute Strategie nicht? Gleich noch etwas Schminke in mein Gesicht packen, den Rest der Maske aufsetzen und dann mit einem gekünstelten Lächeln die ganze Prozedur überstehen. Meine Gedanken beginnen wie gestern auszusetzen, bevor ich erneut die Beherschung verliere, beende ich das. Auf dass, bei euch allen die Festtage fröhlicher verlaufen als bei mir.

Und so der Knopfkopf spricht, erfreut euch an der Pflicht.
~KAIJU~

Welcome home

Morgen kommt meine Schwester heim. Sie ist seit dem 6. September in Italien. Wir haben nur ab und an geschrieben und nun kommt sie über die Festtage zurück. Was soll ich davon halten? Wie soll ich mich damit fühlen? Für alle ist so klar, dass ich mich freuen müsste, dass ich sie mit offenen Armen empfangen soll. ~Mit offenen Armen? Klingt als würde man sich die Arme aufschlitzen. Das könnte ich sogar machen,hmmm.~

Das beste ist ja, sie kommt heim, nach langer Zeit und ich, die kleine Knopfkopf, werde nicht da sein. Ich werde mit meinem Zwilling Hobbit ansehen, genau dann. ~Nette Geste von mir, nicht? Wer möchte denn nicht so herzlich begrüsst werden?~

Warum freue ich mich also nicht? Warum bin ich angespannt? Ganz einfach, ich habe seit September so viel durchgemacht, habe mich verändert, habe gelacht, geweint einfach unglaublich viel erlebt und meine Schwester bestimmt auch. Ich glaube wir sind uns fremd geworden, wir haben recht wenig geschrieben während dieser Zeit, ich habe sie auch, bevor sie gegangen ist, recht selten gesehen. Ich habe einfach Angst, dass ich sie nicht mehr kenne, dass sie mich nicht mehr kennt. Die letzten Monate haben mich gezeichnet, haben mich gezwungen mich zu verstecken, mich zurückzuziehen. Und dann BEAM kommt sie zurück und ich soll mich freuen? Ich soll die kleine fröhliche Schwester sein? Hallo Welt, kleine Info, die kleine fröhliche Schwester existiert nicht mehr!

Dazu kommt, dass meine Schwester, als sie noch da war, die einzige war, die halbwegs Interesse an mir und meinem Leben hatte und nicht mal da war ich ehrlich zu ihr. Sie kennt mich nicht mehr, ich meine wie soll sie, wie soll irgendwer, wenn ich mich nicht mal selbst kenne?
Sie wird/muss/soll mir helfen, während sie da ist, mein Praktikum zu regeln. Wenn das nicht klappt, dann suche ich einen Ausstieg, Exitknopf, dann ist hier Ende. Ich lege also mein Leben in ihre Hände, ich habe die Hoffung das zu paken und ich fürchte mich, ich will dass es klappt, aber ich will es nicht machen, ich will es aufschieben, ich will weg. ~Auf Hoffnung kann ja nur Entäuschung folgen.~

Festtage, auch ganz beschissen, ich habe, zum ersten Mal in meinem Leben, so garkeine Lust auf den ganzen Familienzirkus. ~Entschuldigt die Wortwahl, aber ich habe wirklich keine Lust.~ Ich werde das ganze so angehen, ich ziehe was an, dass meine Arme unter jeden Umständen bedeckt hält, ich werde mir ein Lächeln aufsetzen und den ganzen belanglosen Smalltalk, von Weihnachten, irgendwie überstehen. Ich werde nett sein zu allen, ich werde mich bemühen, ich werde es aushalten, dass meine Schwester da ist. ~Fragt mich nicht wie, aber ich werde da irgendwie durchkommen.~
Keine Ahnung wie ich mich beruhigen soll, Klinge kann ich vergessen, dazu sind zu viele Menschen da, die Interesse häucheln müssen und „meine Medizin“ sowieso.

Und so der Knopfkopf spricht, kotzwürg, ich will nicht.
~KAIJU

Es geht heute mal um was Gutes, mal sehen ob ich das in einen spannenden Beitrag packen kann.

Dienstag: Weihnachtsessen von meinem Verein, also zusammen mit den Ninjas. Mein Zwilling war auch dabei, zum Glück. Wir waren in Waldshut im Fuya, wo es Running Sushi gab. Ganz ehrlich? Roher Fisch und Seetang sind zum Kotzen, aber es gab auch noch andere asiatische Spezialitäten, welche unglaublich toll schmecken.
Noch was lustiges an dieser Stelle, ich bin 16 Jahre alt und bin trotzdem nicht in der Lage, digitale Zeit zu verstehen, weshalb ich, eine Stunde zu früh bereit war, essen zu gehen.

Mittwoch: In der Schule angemotzt werden von Physik Lehrer, einige Aufgaben lösen und dann lustige Videos schauen. Aber als erstes motzen, ist klar. Konstruktive Psp Stunde, viele Videos über Cannabis gesehen, aber alles ~mehr oder weniger~ im Rahmen unseres Projektes zum Tourette-Syndrom. Nachmittags Mathe und eine Chemie Prüfung. Ich hatte keine Ahnung in der Prüfung, was dazu geführt hatte, dass ich, anstatt mich zu kontzentrieren, lieber Müll auf die Prüfung kritzelte. ~So weit bin ich gesunken? Ich habe mich aufgegeben, ich nehme das alles nicht mehr ernst?~
Am Abend hatten wir dann Weihnachtsessen von der Schule, also in der Schule. Auf die ganze Klasse war verlass, jeder brachte mit, was er/sie mitbringen sollte, es gab also reichlich Essen. Unsere alte Deutschlehrerin war auch da und sie erinnert sich noch immer daran, dass sie mir seit 1. September eine E-Mail schuldet. ~Ich hoffe sie schreibt mir bald, denn ganz ehrlich, ich hasse es zu warten und mir Hoffung zu machen, nur um entäuscht zu werden.~ Mittwoch war also, mit dem Abend, an welchen ich mich teils nur noch schleierhaft erinnere, ganz gelungen.

Donnerstag: Siehe: Ich steh mir im Weg

Freitag: Volleynight an meiner Schule. Zur Info, ich hasse Volleyball eigentlich, es war ein ganzes Stück Arbeit, mich zu überzeugen mitzumachen.
Früher Unterrichtsschluss und im Unterricht eh nichts richtiges gemacht, da letzter Tag vor den Ferien. Es war ein sehr lustiger Abend, gekleidet in einem Jumpsuit der Marke OnePiece, spielten wir also Volleyball und in den Pausen assen wir Unmengen. Wir waren sogar in den Top 10. ~Zugegeben, es gab nur 10 Frauenteams.~ Unerwarteterweise, habe ich sogar Muskelkater, ich mag Muskelkater, Schmerz auf Bewegung, es zeigt, dass man was gemacht hat. Ebenfalls ein sehr gelungener Abend.

Nach vielen langen und entspannten Stunden Schlaf, kann ich sagen, so gerade jetzt, in diesem Moment, geht es mir doch ganz gut, solange ich meine Gedanken auf den Blog und das Berichten richte. Ausserdem ist heute der erste Tag der Weihnachtsferien. ~Ob das gut geht? Klein Knopfkopf, grösstenteils alleine daheim?~

Und so der Knopfkopf spricht, mehr gutes hab ich nicht.
~KAIJU~

Ich steh mir im Weg

Ich könnte von Dienstag berichten, wäre ein guter Bericht, oder von Mittwoch, ebenfalls positiv. Aber wisst ihr was? Ich berichte von heute, nicht ganz so toll. Da waren Menschen, die redeten, wie toll alles ist, wenn doch in echt, das Leben einfach nur trostlos ist. Wie kann jemand von seiner tollen intakten Familie sprechen, von einem Umfled, das einem unterstützt, von tollen Freunden und das alles, in meiner Gegenwart, in mein Gesicht.

Stress pur, das Leben ist einfach nur Bläääh und ja, dass ist genau so wie ich mich fühle. Oder besser, ich fühle mich schlimmer, oder fühlte. Wertlos, undankbar, widerlich, pessimistisch, lebensmüde, aggressiv, verängstigt. Doch die drei Schnitte, die sind nun da. Warum? Nicht weil ich sauer war, einfach nur so irgendwie, irgendwie um mich zu strafen, irgendwie um allen zu zeigen, dass sie mich können, dass sie ihre Schnauzen halten sollen, dass sie mir nicht erzählen sollen, wie gut es ihnen geht.

Drei Schnitte mehr, zwei am Bein, einer am Arm. Die Rasierklinge ist verblüffend, es brennt beim schneiden und dannach, dann brennt es noch mehr. Aber es braucht keine Kraft, es geht bis aufs Blut. Entschuldige Schere, aber du wirst überflüssig. ~“It’s better to feel pain, than nothing at all.“~

Ich kann das einfach nicht, dieses „glücklich sein“, dieses „tolles geniessen“, dieses „leben“. Ich kann mir nur noch schaden, jeden Tag geht etwas mehr von mit verloren, jeden Tag werde ich mehr zerrissen. Wie kann man da wegsehen? Wie kann man da ernsthaft fragen, warum ich mich unwohl fühle wenn jemand aus meiner Familie da ist?

Der Tag war gut, aber auch schlecht. Was passiert ist, ist passiert. Ich belohne mich mit etwas Schlaf. Wenn es das Schicksal so will, kann ich eventuell doch mal etwas gutes berichten, morgen könnte was positives passieren. Man weiss ja nie, oder?

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu berichten hab ich nicht.
~KAIJU~

Genau da bin ich gerade, auf den Abwegen, auf der verführerischen Seite. Jeder Künstler braucht neue Ideen und wenn das mit der Kreativität nicht reicht, holt man sich leistungssteigernde Medizin.~Ja ist klar, „Medizin“.~

Meine Medizin ist verbreitet bei Künstlern beliebt, lässt dass Essen wieder schmeken, vertreibt Sorgen und bringt ein Lächeln in jedes Leben. Sie schützt mich vor Schlimmerem. Sie inspiriert und sie lässt mich für eine Weile vergessen, oder zumindest verdrängen.
Da sind jedoch Nebenwirkungen: akute Müdigkeit, verlangsamte Gehrinaktivität, optische Verzerrung, möglicher Verlust vom Gleichgewicht, Hungerattacken und evt. Gewichtszunahme, kleine Gedächtnisverluste, Abhängigkeit.

Klingt gut oder? Eine Medizin, die was bewirken kann, nicht nur medizinisch gesprochen. Und doch ist es nicht was die Gesellschaft will und toleriert, diese kleine Hilfe wird verboten, es wird bestraft, zu versuchen sich zu entspannen.

Und so der Knopfkopf spricht, siehst du es nicht?
~KAIJU~

Vincent will meer

 

Ein Film, auf den ich dank dem Projekt von Psychologie und Pädagogik gekommen bin, da wir eine Präsentation über das Tourette-Syndrom machen müssen.
Der Film ist sehenswert, wirklich gut gemacht.
Ich bin nun zwar ziemlich angespannt, aber irgendwie war es das wert.