Archive for Januar, 2014


Wie gelähmt

Wie gelähmt, so fühle ich mich, leer, kalt, einsam, eingesperrt, isoliert, allein, unwichtig. Mein Leben wird stiller, meine Gedanken nehmen viel Platz ein. Ich bin leer und doch voll, voll Hass, voll Entäuschung, voll mit Wut. Unglaublich schwer, alles, das Leben, das Bewegen, das Atmen.

In meinem Kopf formen sich mehr und mehr Pläne, es entstehen fixere Ideen. Ich kann teile meiner Arme spühren, Schmerzen in den Handgelenken und auf den Unterarmen. Ich habe Angst, gerade jetzt. Ich lösche Zeilen, ich kann meine Gedanken nicht ordnen. Der dritte Versuch zu schreiben. Ich war doch ferig mit dem Eintrag, über 600 Wörter und dann, doch nicht, nicht zufrieden, schlecht geschrieben, zu chaotisch. Schnell waren die Zeilen weg, löschen ist einiges einfacher.

Der Fakt, dass ich am dritten Versuch bin, macht mich fertig. In mir steigt viel mehr Wut als notwendig auf, warum kann ich dass den verdammt noch mal nicht? Wieso kann ich das alles hier nicht?

Warum muss das Leben so schwer sein, der Körper so leer sein, die Gedanken destruktiv und die Einstellung negativ?
Wohin soll das Leben bringen, zu jedem Schritte muss man mich zwingen, der Antrieb ist weit fort und die Motivation ist auch dort.
Ich fühle den Schmerz, im Arm wie im Herz, ich breche innerlich in Stücke, bin nur noch die Verrückte.
Das Atmen ist so anstrengend, alles wirkt einengend, ich kann hier nicht bleiben, kann das nicht beschreiben…

Die Worte wollen nicht, die Gedanken auch nicht, die Gefühle verweigern den Dienst und auch der Körper packt noch Beschwerden drauf. Das Leben macht unglaublichen Spass…

Und so der Knopfkopf spricht, mehr schreiben kann ich nicht.
~KAIJU~

Es rattert in meinem Kopf. Meine Gedanken schweigen nicht, sie sind laut, sie sind schnell und kaum logisch. In meinem Inneren ist Stum angesagt, mit riesigen Wogen und gigantischen Wellen, brechen Gedankenfluten auf mich ein. Von Angst, zu Zorn, von Durchblick bis Panik.

Wenn man mich jedoch sieht, so scheint es, als wäre ich von einer tiefen Ruhe erfasst. Ich schweige, ich traue mich nicht mehr zu sprechen. In meinem Kopf wird doch genug diskutiert, augehandelt und abgewägt. Beinahe so, als könnte ich zusehen, wie sich die Gedanken unterhalten. ~Ist sowas normal?~

Und doch, so scheint es, als hätte sich heute eine Blockade gelöst, die mich viel zu lange gequält hat. Es scheint wohl doch so, dass man sich einfach nur Zeit geben soll. Manchmal, ist die Klarheit plötzlich da. Wie ein Münzwurf der alle anderen Möglichkeiten ausschliesst und somit den Weg bestimmt. Falls es sowas wie Schicksal gibt, war das Schicksal?

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu motzen hab ich nicht.
~KAIJU~

Was mach ich hier?

Heute war ein normaler Monatag. Fast. Wenn man mal ehrlich ist, so habe ich mir doch nur den ganzen Tag geschadet. Ich habe mich kein bisschen gegen meine Gedanken gewehrt. Die Balken und Mattenecken im Sportunterricht, gemischt mit meinem Ellan, führten zu einigen Schrammen und blauen Flecken. Dies ist mir jedoch so komplett egal.

Ich will nicht lügen, der Tod scheint momentan so viel spannender als das Leben. All die Pflichten und Aufgaben, machen keinen Sinn und scheinen kaum lohnenswert. Für die Zukunft sehe ich schwarz, ich bin irgendwie zu müde und zu entäuscht. Das Leben hat seinen Reiz verloren und es gibt nur wenige Gründe, die mich am Leben halten. Die Verlockung, einen definitiven Plan, über meinen Abgang, zu schmieden, steigt.

Es schmerz schon irgendwie, der Kopf. Bereits als der Wecker das erste Mal geklingelt hatte, fühlte ich mich leer, unbrauchbar und irgendwie nutz- und wertlos. Was ist es für ein Leben, wenn ich aufstehe, schweige wo es geht und nichts gegen die Wellen der negativen Gedanken mache. So schwer habe ich mich gefühlt, so unglaublich an den Boden gebunden. Ich belaste doch nur mich, ich mache es mir doch einfach nur selbst schwer. Ganz zu Schweigen von meinem Umfeld.

Beispiel: Mein Vater verabschiedet sich, um zu seiner Freundin zu gehen. Man könnte schon sagen, dass in seiner Stimme eine Forderung lag und irgendwie, nach meiner Antwort sogar Mitleid.
Praktikum!! Man verschone mich, ich will nicht mehr und dass ist ein ganz ausschlaggebender Faktor.
Tja und sobald er weg ist, kann ich mich selbst hören, wie ich ihn, nicht nur im Geiste, sondern ganz real „verdammtes Arschloch“ nenne. ~Ganz schön erschreckend, dazu noch die Selbstgespräche von gestern. Ich weiss ja nicht.~
Irgendwie verdient er es auch nicht, ich bin doch hier der schlechte Mensch, ich bin doch das Problem. Wie kann ich es wagen auch nur in Betracht zu ziehen, irgendwie gleichviel wert zu sein wie andere?

Meine Gelenke schmerzen, bewege ich mich, kann ich oft ein Knacken hören, manchmal kann ich es sogar fühlen. Als würde ich zerbrechen, innerlich. Als würden meine Knochen, Muskeln und Sehnen, dem Verfall meines Geistes, anpassen. Meine Aufgewühltheit, innere Leere und doch Spannung, die düsteren Gedanken, die Zweifel, die Ängste, der Zorn und die Hoffnungslosigkeit, als würde mein Körper dem Kopf folgen und alles zerstören, bis nichts mehr Sinn macht.
Ein Körper der mich quält, Schmerzen, so wie ich sie bereits fühle. Unfähigkeit im Körper wie im Geiste. ~Dann wäre ich vielleicht ausgeglichener, so frei nach dem Motto: Körper und Geist auf einer Ebene.~
Ich fühle mich manchmal, als wäre ich bereits uralt, mit all diesen Beschwerden, mit all diesen Problemchen, die ich aufsammle.

Und doch, irgendwie bin ich hungrig. Hungrig nach mehr, viel mehr, nach allem. ~Die Stimme, die mir diese Gedanken gibt, hat eine sehr, sehr interessante Betonung.~ Wenn ich ehrlich bin, dann will ich wirklich alles. So richtig alles. Ich will all die Dinge, ob sie nun einen Nutzen haben, für mich, oder nicht, aber besitzen möchte ich sie. Bereits als Kind, sammelte ich alles auf, haptsächlich Müll, von dem ich mich dann, nur mit Müh und Not und viel Zeit, irgendwann trennen konnte. ~Diser Müll war doch so besonders, wie konnte man ihn mir wegnehmen, immerhin hatte ich ihn selbst gefunden! Dieser Müll, war in meinen Augen so viel mehr.
Ich besitze einige Gegenstände, die ich noch nie benutzt habe, sie stehen oder liegen also nur herum. Warum habe ich all diese Sachen, wenn ich sie nie brauche? Diese Dinge jedoch nicht zu besitzen, würde mich stören.

Was mach ich hier? Ich bin ein Kind, ein Teenager, eine junge Erwachsene und doch habe ich bereits aufgegeben. Ich habe mir einen Problemblog angelegt, ich bin verantwortungslos,  hoffnungslos von Gedanken versklavt und zu geplagt vom Leben. Warum genau, bekommt ein Mensch, wie ich einer bin, ein solches Leben? Ich verdiene es doch nicht.

Genug für einen Eintrag. Verwirrend genug, nehme ich an. Hoffe irgendwer liest diese Zeilen trotzdem. ~So viel hat es begonnen zu bedeuten, so viel mehr kann ich bekommen, als an so manch anderem Ort.~

Und so der Knopfkopf spricht, mehr verwirren will ich nicht.
~KAIJU~

Auch bekannt als „Death of a Superhero“. Diesen Film haben wir damals gesehen, damals, vor ca einem Jahr. Tatsächlich haben wir uns den Film mit unserer Deutschlehrerin von damals gesehen, da wir ein Programm einer speziellen Aktion auswählen mussten. Heute hatte ich spontan den Einfall, den Film erneut zu sehen. ~Als ich ihn damals sah, waren ungefähr zwei Jahre vergangen, seit ich meine Mutter an Krebs verloren hatte.~

Im Film geht es um Donald, einen Jungen, der sterben wird. Er hat Krebs und ihm ist sehr wohl bewusst, dass es keinen Sieg gibt. Er flüchtet sich in die Welt seiner Comics, was im Film doch recht verstörend dargestellt wird, obwohl seine Reaktionen durchaus verständlich sind. Seine Mutter sucht verzweifelt nach einem Mittel, um ihren Sohn zu heilen und so landet Donald bei Dr. Adrian King. Dies ist der erste Therapheut, den Donald an sich ran lässt. Zusätzlich verliebt sich Donald dann noch in ein Mädchen seiner Schule. Durch seine Brüder verliert er sie, finded jedoch wieder zu ihr zurück.
Ich will nicht die ganze Story erzählen. Seht euch den Film an, ich kann es nur empfehlen.

„Leben ist eine geschlechtlich übertragbare Krankheit, verbreitet durch Leute die Sex haben. Und am Ende bringt sie einem um.“
~Eventuell habe ich nicht ganz richtig zitiert, aber sinngemäss stimmt es.~ Wie viel Wahrheit steckt da bitte drin? Ich finde diesen Film heute, wie damals, genial. Dazu noch ein genialer Soundtrack, perfekte Mischung.

Hier der Trailer:

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu motzen hab ich nicht.
~KAIJU~

Zu müde für das Leben

Ich finde nicht die Kraft nach draussen zu gehen. Ich finde auch nicht die Kraft drinnen zu bleiben. Mir fehlt die Motivation mich zu bewegen, alles ist träge und langsam. Mein Atem geht normal, ruhig. Meine Hände sind nicht schweissnass, sie sind trocken, sie sind entspannt. Ich bin so müde, müde vom Leben, wenn man so will. Ich bin zu müde um wach zu sein, schlafen jedoch scheint nicht wirklich verlockend.

Die heutige Prüfung zum Thema Leistungsgesellschaft hat mich erneut zum nachdenken über dieses System angeregt. Im Rahmen dieses Themas, haben wir auch Burnout mit all seinen Ursachen, Symptomen und Folgen. Dazu alle Vor- und wie ich finde vorallem Nachteile dieser Gesellschaftsform.
Man muss sagen, unser System ist schlecht. Wir werten die Leistungen, nicht die Menschen, wenn wir uns dem anpassen. Ich finde, der Mensch ist wichtig, viel wichtiger als das Kapital, viel zentraler als der Gewinn. Geld allein macht nicht glücklich, es kann zwar verlockend sein, als Motivator ist es aber kaum zu gebrauchen.
Um motiviert auf das beste hinarbeiten zu wollen, braucht der Mensch keinen hohen Lohn, viel mehr braucht er Verantwortung und Autonomie, seine Arbeit soll anerkannt und wertgeschätzt werden. ~Für mich mal Verantwortung und Autonomie kürzen, davon brauch ich nicht so viel. Anerkennung bitte erhöhen.~

Ich mag dieses Wort nicht: Leistungsgesellschaft. Eine grosse Lüge von Chancengleichheit und von Fairness. Dann gibt es noch die Habitus-Theorie, aber irgendwie ist das alles nicht so prikelnd. Der Stress, verbunden mit dem hohen Leistungsdruck und der Unmöglichkeit, die Arbeit zu schaffen, führen dann möglicherweise zu einem Burnout.

Man wird zynisch, negativ, kann die gewünschte Leistung nicht erbringen und versagt mehr und mehr. Man fühlt sich ausgebrannt und erschöpft. Oft lügt man sich lange vor, dass es nur eine Phase ist, dass alles bald wieder besser ist. Man traut sich oft nicht, sich Hilfe zu holen, weil man glaubt schwach zu sein. ~Kennen wir doch alle, lieber schweigen, als von anderen „schwach“ genannt zu werden.~
Betroffene sind oft sehr ehrgeizige, perfektionistisch Veranlagte Personen, die sich dann zu viel Arbeit nehmen und darin versinken, bis sie nicht mehr können. Der heutige Leistungsdruck ist enorm, viele zerbrechen daran, so wie auch ich zerbrochen bin.
Dises System zerstört die Menschen, wie ich heute im Bus las, ist jeder 7. Notfall ein psychiatrischer. ~Hallo? Die machen einfach weiter?? Wie kann man mit diesem Wissen, weiterhin nur Leistungen anstreben?~ Ich will die Welt verändern, doch in echt sitze ich nur hier, verstecke mich hinter der Annonymität des Internets und schreibe meine Gedanken nieder. In echt packe ich allerdings das Leben nicht und nutze jede Möglichkeit, mich abzulenken. Meine Welt gehört den Menschen, den Gedanken. Die Welt in der alles ernst ist, jede Entscheidung grosse Auswirkungen hat, diese Welt scheint mir fremd, kalt und trostlos.
Wenn jeder seine Fähigkeiten bestmöglich nutzen könnte, dann wären wir so reich an Ideen, an Erfindungen und beschenkt mit unvorstellbarem Wissen. Doch in unserem System, muss man sich anpassen, man muss so werden, dass die Gesellschaft einem in die passende Schublade verstauen kann. Wir sind zu Sklaven unseres eigenen Systems geworden.Ermüdende Tatsache, ich verstehe wieso es so viele Burnouts gibt und gab, ich verstehe warum so viele psychologische Hilfe benötigen, ich kann mir gut vorstellen, warum Schlafmittel sich verkauft.
Und ich kann rein gar nichts machen, garnichts! Ich gehöre ja selbst zu denen, die nicht mehr klar kommen, auch ich könnte mir Schlafmittel holen.Und so der Knopfkopf spricht, ändern kann ichs nicht.
~KAIJU~

Sage den Titel spasseshalber 3 Mal, möglichst schnell. Stressresistenztest, Stressressistenztest, Stressrestistenztest. Beschreibt irgenwie recht gut, wie mein Leben so verläuft. Diverse letzte Prüfungen und Präsentationen standen noch an. Eine Präsentation muss ich selbst noch halten. Viele Prüfungen zurück bekommen und ich kann ohne zu übertreiben sagen, meine Noten sind gut. Heute die letzte Schriftliche Prüfung für einige Wochen.
Das wäre der schulische Teil.

Im sozialen fühle ich mich ausgeschlossen, beinahe verstossen. Ach ja und die Eifersucht quält mich. Noch immer täglich das Gefühl vermittelt bekommen, dass ich alles falsch sehe und alles falsch mache, hilft auch nicht ganz. Ich denke viel zu viel über alle Vorgänge und alle Gespräche nach. Jedes Detail wird auf seine Bedeutung und seinen Informationsgehalt geprüft. Meine Gedanken denken ohne mein Zutun, sie reden, es ist als würden sie reden und ich höre ihnen nur zu…

Es stehen zudem noch einige Einladungen offen, ich habe Angebote gemacht und andere angenommen, diese sollten nun auch zur Stande kommen.

Was meine Organisation angeht: Ich bin verloren. Ich vergesse so viele Dinge, erledige so vieles nicht. Aktives Verdrängen, spannend, wie schnell man problembehaftete Aufgaben abstemmpeln kann. Ich mache meine Aufgaben so wie ich Lust habe, ich sitze Stunden an diversen Projekten, ohne in einem auch nur ein bisschen vorwärts zu kommen. So viele Dinge sollte ich bald noch erledigen. Beispielsweise: Neue Kleidung kaufen, Rucksack für Skilager suchen, Skihelm und Skibrille kaufen, Emails schreiben, meine Betwäsche wechseln. ~Kopfhörer kaufen, habe ich zum Glück heute erledigt.~

Finanziell gebe ich das Geld aus, als würde ich es wie Heu Zuhause gebunkert haben. Ich stopfe mich täglich mit Essen voll. All die teuren, wichtigen Sachen, habe ich, logischerweise, noch nicht.

Meine Tage beginnen mit morgendlichen Albträumen. Dannach kommt eine Zeit in der ich irgendwie arbeite. Irgenwann gebe ich den Tag auf, will ihn mir versüssen und gebe dafür meine Energie, ich gebe meine Stress weg, ich nehme die Entspannung, die Trägheit und akzeptiere es. ~Rücksichtslos gehe ich meinen Weg und was mir nicht passt, wir aktiv verdrängt.~ Die Tage enden, in dem ich, trotz dem Durcheinander meiner Gedanken, versuche zu schlafen. Mit bewusstem Atmen, komme ich zur Ruhe, damit auch meine Gedanken. Aber ich schlafe dann nicht ein, im Gegenteil, ich liege da und bin wach, eine gähnende Leere in mir. Die Leere ist schwer, sie ist bedrückend, sie ist kalt.

Meine Arme heilen, sofern ich sie lasse, jedoch ist dieses Verlangen da, sie nicht zu lassen.

Drei Bücher habe ich, die ich lesen möchte und noch eins, das gelesen werden sollte. ~Aber ich bin chnopchopf und DAS ist zu viel.~ Meine Gedanken verweigern eine logische Betrachtung und somit habe ich ein grosses Problem. Es wird beinahe unmöglich auch nur eines davon zu lesen.

Bloggen will ich, doch leider hat Schule dann doch noch Vorrang. „Wieso auch, Bildung, Chancengleichheit… alles Lügen! Vielleicht sollte ich den Stellenwert dieser Dinge neu betrachten…“

Ich schreibe schon viel zu lange an diesem Eintrag… ~Die Mittel gegen die Gedanken und die Angst, haben doch ihre Schattenseiten.~

Und so der Knopfkopf spircht, mehr zu motzen habe ich nicht.
~Just kidding, im nächsten Artikel dann wieder. KAIJU~

Chnopfchopf wird halbjährig

Nach Tagen endlich die Zeit gefunden um zu schreiben. Es haben sich einige Dinge angesammelt in meiner Abwesenheit. Ich habe seit 4 Tagen keine Blogeinträge mehr gelesen!! Die Zeit war nicht wirklich auf der Seite des Internets. In der Theorie wollte ich möglichst bald nach dem 16. Januar was schreiben, denn da wurde dieser Blog ein halbes Jahr alt.
Ganze 28 Follower werden mir angezeit und erstaunliche 2’050 Aufrufe hatte mein Blog, als ich am Abend des 16. die Statistik überprüfte. So viele Aufrufe, so viele Follower, dass ganze in nur 6 Monaten. Wow, einfach nur Wow!

Wenn mir jemand vor einem Jahr gesagt hätte, dass ich jemals einen Blog führen werden, wäre ich lachend weggelaufen. Hätte man mir gesagt, dass plötzlich wildfremde Menschen, so viel über mich wissen werden, ich hätte es nicht geglaubt. Dass ein Blog zu einem so wichtigen Bestandteil meines Lebens wird, hätte ich mir nicht vorstellen können. Ich bereue kein bisschen, dass ich diesen Blog führe.
In diesem halben Jahr, seit ich diesen Blog zum leben erweckt habe, ist viel passiert. Das soll nicht nur so gesagt sein, denn es ist mehr als wahr. Ich habe eine Therapie begonnen, welche noch immer andauert. Viele traurige Stunden sind vergangen, viele Tränen habe ich vergossen. Manchmal bin ich ausgerastet, wollte alles kurz und klein schlagen, ab und zu wollte ich komplett aufgeben. Das schwarze-klebrige-emotionsverstärkende Etwas, ist mehr und mehr in meine Leben getreten und hat nun den Namen Depression erhalten. Oft haben mich andere Blogeinträge oder Kommentare motiviert und nicht selten, für ein Lächeln in meinem Gesicht gesorgt. In diesen 6 Monaten, habe ich viel gelernt, über mich wie über andere. Vieles was passiert ist, hätte ich mir nie im Leben träumen lassen und doch ist es passiert, vieles davon konnte ich hier dokumentieren. ~Ich wüsste nicht, was ich ohne diesen Blog, das letzte halbe Jahr so getrieben hätte.~

Noch immer bin ich erstaunt, wie viele Interesse an dem haben, was ich hier veröffentliche. Einfach Wow. ~Danke an dieser Stelle, an alle die hier ab und an ein Kommentar dalassen und ebenfalls danke, an all die stillen Leser.~ Durch diesen Blog, gibt es nun Menschen in meinem Leben, die ich zwar nie getroffen habe, welche aber doch Einfluss auf mein Leben ausgeübt haben und ausüben. Allein durch das geschriebene Wort, fühe ich mich mit so vielen anderen Bloggern verbunden. Ich kenne gewisse Blogger und Bloggerinnen beinahe besser, als meine eigene Familie und man muss sagen, es gefällt mir. Wer alles hier gelesen hat, oder auch nur einen Teil davon, der kennt mich mehr, als so mancher, welcher mich jeden Tag sieht und auch das, ist gut so. Einfach nur Wow, was sich hier auf diesem Blog und im Zusammenhang mit diesem Blog so ereignet hat. Danke noch mal an alle, seien es Follower, seien es andere Leser, seien es die jenigen auserwählten Freunde, die hier mitlesen. Einfach nur DANKE, das ihr an meinem Leben und an meinen Gedanken teilhabt.

Und so der Knopfkopf spricht, nur ein halbes Jahr, mehr nicht?
~KAIJU~

 

 

Gehirnzermatschungsmission

Donnerstage mag ich nicht. Sie sind ermüdend. Deutsch war heute ausnahmsweise recht erträglich, wenn nicht sogar spannend. Wir durften Texte schreiben und wenn ich die Zeit finde meinen zu vollenden, könnte ich ihn ja evt. hier veröffentlichen. Die drei Stunden Individuum und Gesellschaft waren auch spannend, liegt wohl daran, dass einer der zwei Leher, welche dieses Fach unterrichten, die Inhalte besser zusammenfasst und erklärt. Zudem finde ich es einiges spannender, über die Leistungsgesellschaft, im negativen Sinne, zu sprechen. Ich seh da nicht viel positives dran und je genauer wir das besprechen, desto mehr bestätigt sich mir, dass es ein fehlerhalftes System ist. Heute ging es um Burnout, Ursachen dafür, Präventionsmöglichkeiten, Symptome, Folgen und ähnliches. Ebenfalls argumetierten wir darüber, ob es nun bei Jugendlichen auch Burnouts gibt, oder ob das seltener vorkommt als bei Erwachsenen. ~Seit langem habe ich dieses Fach mal wieder als spannend empfunden. Warscheinlich weil die Burnout Symptome ebenfalls in mein Leben passen.~ Meiner Meinung nach wird bei Jugendlichen ein Burnout oft nicht wirklich wahrgenommen/ernstgenommen und wenn es bemerkt wird, wird es meist schulterzuckend abgetan, ist ja nur die Pupertät, alles ganz normal. Nach der Schule habe ich mir zusammen mit dem Guru etwas zu essen geholt. ~Ich bin manchmal ech zu höflich, in der Dönerbude sollte ich in Zukunft nicht warten bis andere ihr Essen bekommen.~ Dahiem habe ich mich erstmal umgezogen und mich dann an meine Aufgaben gesetzt. Vielmehr habe ich ganze drei Stunden mit Englisch zugebracht. Drei Stunden! Etwas recherchiert für unsere Diskusion die wir leiten müssen, meinen Text geschrieben und anschliessend ausgedruckt, eine Powerpointpräsentation erstellt, und mich dann noch ans Englischbuch gesetzt. Ich fühle mich als hätte ich mein Englisch in letzter Zeit viel zu wenig genutzt und es ist komplett eingerostet, blödes Gefühl. Nach so viel Arbeit ist mein Gehirn nur noch Matsch. Keine klaren Gedanken mehr, keine Motivation mehr, kein garnichts mehr. Genau noch die Energie zum bloggen gefunden. Dannach vielleicht noch ein zwei Videos und dann sollte ich schlafen gehen. Tollerweise haben wir noch zusätzlich zur Diskusion eine Matheprüfung. Mathe muss bis morgen früh warten. Ich bin ziemlich erschöpft. Drei Stunden an einem Fach sitzen sollte ich vermeiden. Irgendwie ist mir aber, während dem arbeiten, nicht aufgefallen wie lange ich schon dran bin. Gehirn erfolgreich zu Matsch verarbeitet. Mein Arm habe ich gerade etwas verschönert, mit Hilfe einer Scherbe. Wollte ich sowieso ausprobieren, angenehmer Schmerz, wunderschönes Gefühl. ~All die Gedanken an Schmerzen, Selbstverlezung und Tod halten mich gerade ziemlich gefangen.~ Ein angenehmes Brennen meiner Arme, ich spühre sie, das heisst sie sind da. So oberflächlich und doch fühlt es sich gut an, zu wissen dass man es sehen wird macht mir keine Angst mehr, es sieht ja doch keiner hin, denn was ich mache, ist egal. Auch heute  wurde mir wieder das Gefühl vermittelt, alles was ich sage und mache wäre falsch. Ja ist klar, immer bin ich es! Die Kratzer lindern den seelischen Schmerz. Sie lenken schon minimal vom schreiben ab, ich sitze schon eine Weile an diesem Artikel, da alles meine Aufmerksamkeit auf sich zieht und ich kaum noch Kraft finde, meine Gedanken auf das Schreiben zu fokussieren. Ich wollte noch so viel mehr machen, doch Schlaf hat Vorrang und wer weiss, vielleicht schlafe ich ja mal problemlos, müde genug wäre ich ausnahmsweise mal. Das fühlen der Kratzer ist so unglaublich beruhigend, den Schmerz zu spüren, die Erhebungen zu fühlen und die Kratzer zu sehen, als wäre es Balsam für meinen Kopf. ~Tropf, Tropf, meine Gedanken beginnen zu verfliessen.~ Und so der Knopfkopf spricht, mehr geht wirklich nicht. ~KAIJU~

Zeit verplämpern…

Ich mache wirklich alles heute nur um nicht Französisch zu lernen. Genie, nicht? Ich hasse diese Sprache halt und irgendwie alles, was mich dazu zwingt, mich damit auseinander zu setzen. Der Grund? Ganz simpel, ich kapier das nicht und seit meine Mutter gestorben ist, will ich es auch nicht mehr kapieren, ich frag nicht mal nach, ich will es einfach nicht.

Ich war heute nicht in der Schule. Und was ist passiert? Welch Wunder, die Welt ist nicht untergegangen! Ich fühle mich allerdings, als hätte ich alles Entscheidende, für die nächsten Tage, verpasst. Eine, für mich absolut unlogische Mail unserer Englischlehrerin bestätigt dies. Dazu das Gefühl alles wichtige verpasst zu haben, also nicht Lerninhalte, sondern Gespräche meiner Freunde.

Irgendwie komme ich nicht so ganz klar damit, dass ich so unwichtig bin. So auf eine ungesunde Art, bin ich sauer, eifersüchtig, verletzt. Ich bin nur irgendwie entäuscht, ich glaube, es ist ziemlich egal, ob ich da bin, oder weg bin, ob ich krank oder gesund bin. Heisst das es wäre auch egal ob ich lebe oder tot bin? Eifersucht und Entäuschung, könnten wie Einbildung und Überreaktion zu meinen Hassfreunden werden.
~Mein Klassenlehrer zeigte Humor und fragte nach, ob es den möglich sei, dass ausgerechnet ich fehle. Kein Schulrekord?~  Nein, ist nicht. Wenn ich es könnte, wäre es schon lange nicht mehr. Wenn der wüsste.

Ich bemerke, dass ich begonnen habe sinnlose Smileys zu verschicken. Ich mag das Wort bereits nicht, viel zu schwere Rechtschreibung: Smileys. Ich verschicke sowas also öfter in letzter Zeit. Nicht weil ich mich so fühle, viel mehr um meinem Mitmenschen, das Leben einfacher zu machen.
Ich packs irgendwie nicht mehr, mich zurück zu halten. Ich bin nunmal ein Pulverfass, ich bin nunmal gereizt. Die geschriebenen Worte, sie zünden mich, die nicht geschriebenen noch viel mehr. Die gesagten Worte, die verletzen mich und alles was ich sage, verletzt andere und ist falsch. Ich bin ruhiger geworden, denn was ich sage, will keiner hören. Man unterbricht mich, lässt mich nicht ausreden, verdreht mir die Worte im Mund. Kurzum, ich bekomme das Gefühl, dass alles was ich sage/mache/denke, falsch ist. Tja Welt, ich bin halt nicht gerade gut darin mich richtig auszurücken, obwohl es auch an meinen Zuhörern liegen kann. Erst wenn wir auf Papier arbeiten, werden meine Worte zu Waffen, erst wenn ich meine Gedanken niederschreibe, beginnen sie verständlich zu werden.

Ich bin stolz auf meine Texte, ich bin stolz auf das, was ich zustande bringe mit meinen Gedanken, wenn ich diese in einen Text packe. Es ist zwar immer gleich, wenn ich meine Gedanken nicht zwinge, etwas anders zu erfinden. Ich verschwende mein Potenzial. Aber es ist so viel einfacher, so zu schreiben wie ich fühle, die Charaktere anzupassen, sodass ich sie bestmöglich verstehe. Ich verschwende mein Potenzial.
Ich ware auf eine Mail, ich glaube diese Mail könnte meine Lust am schreiben, erneut wecken. Meine Lust, mich anzustrengen, geniales zu vollbrigen. Ich warte auf diese Mail jedoch schon seit September. Traurig nicht?

Als am Samstag mein Körper für einige Stunden zufrieden war, hat das schwaze-klebrige-emotionsverstärkende Etwas, ich könnte es ab nun Depression nennen, voll zugehauen. ~Depression ist meiner Meinung nach allerdings erst der halbe Name..~Meine Gedanken an all die Dinge, die ich machen sollte, an all die Sachen, die erledigt werden müssen, sie liessen und lassen mich nicht in Ruhe. Angst, Hass, Rastlosigkeit und Antriebslosigkeit wechseln sich ab. Nach Tränen und tiefster Traurigkeit, kommen Aggressionen und heisskochende Wut. Klares Denken scheint mir unmöglich. Ich platze fast vor innerem Stress und Anspannung als es an der Zeit gewesen wäre, mich für andere zu freuen. Ich war krank, dann hab ich keine Lust mir anzuhören wie viel andere in der Zeit erledigen in der ich gepennt habe. Auserdem tut es weh, zu bemerken wie gut alle ohne mich klarkommen. Wie viel Spass man ohne mich hat, wie viel man erlebt. Eifersucht lässt grüssen.

Ich schreibe nun seit einer Ewigkeit quer durch den Käse der letzten Tage. Französisch lernen, erfolgreich verdrängt. Ich pack mal meine Schulsachen und werfe einen Blick drauf, nur für die innere Stimme, die mir ansonsten das Einschlafen unmöglich macht.

Und so der Knopfkopf spricht, richtig? Ich nicht.
~KAIJU~

Super, es ist Sonntag. Nicht. Noch immer, oder besser gesagt erneut, bin ich flachgelegt. ~Badum tss.~ So ziemlich alles tut weh und so ziemlich alles finde ich zum kotzen. Dazu das unglaublich berauschende Gefühl nicht atmen zu können. Man muss allerdings sagen, so eine Pause von den ganzen Kopfsachen tut ganz gut. Gedankenkreisen klappt nicht wenn mir so übel ist, an irgendwas zu denken das mich fertigmacht, klappt auch nicht so. Ich suhle mich also in Selbstmitleid und bin entäuscht von meinem Immunsystem.

Ich war gestern Abend dann weg. Der Guru und die Ente waren auch da. So um 4 Uhr morgens, haben wir uns dann mal schlafen gelegt. Als ich nach ewigem warten auf den Bus, welcher in mein Dorf fährt, endlich dahiem war, gings mir miserabel. Ich hab mir dann, auf Youtube, ein Hörspiel der drei Fragezeichen angehört und versucht zu schlafen. Dannach die Hörspiele von coldmirror angehört und mich köstlichst amüsiert.

Ich hoffe das ich morgen wieder fitt bin. Ich will nicht fehlen in der Schule, sowas brauch ich nicht. Wenn ich da anfange zu fehlen, kann das ja nicht gut kommen. Schule ist halt das einzige wo ich irgendwie motiviert bin, es gibt nichts anders, wo ich so sehr bemüht wäre nicht zu fehlen.

Gestern wurden mir die Karten gelegt, Tarokarten vielleicht kennt das ja jemand. Ich war ja lange nicht wirklich für solche spirituellen Dinge zu begeistern, nachdem jedoch bisher jedes spezielle Horoskop, jede Form von gezogenen Karten mehr oder weniger richtig war, habe ich mich da etwas geöffnet. Irgendwie waren meine gelegten Karten ziemlich passend, alles schön düster gehalten, alles irgendwie mit meinem Leben zu verbinden, alles irgendwie passend zu meinem seelischen Zustand. Klar bei ein, zwei Karten, da hoffe ich das sie irren, oder dass wir sie etwas falsch gedeutet haben. Wer möchte in Zukunft schon ein egoistischer, gefühlskalter Arsch werden?

Als ich mich heute auf die Waage begab, war ich irgendwie belustigt, bei der Vorstellung, dass es so wenig braucht um einige Kilos leichter zu werden. ~Jojo-Effekt, hält nicht lange, aber egal.~ Unfreiwillige Diät halt.
Ich ringe nach Atem, ungutes Gefühlt, wenn man nicht in der Lage ist, seine Lunge ausreichend mit Luft zu füllen. Ausserdem geht mir die Beschäftigung aus, Filme schauen ist extrem anstrengend und zeitaufwändig, Schulsachen kommen nicht in Frage, da mein Kopf explodieren würde, geschlafen hab ich bereits den halben Tag und ich will ja in der Nacht auch die Augen zu bekommen.

Es gäbe so viel zu tun, ich sollte wegen meinem Praktikum mal was machen, ich sollte diese Mail schreiben, ich solle mich mal bei den Leuten vom Ninjutsu melden und denen mitteilen, dass ich dort nicht mehr aufkreuzen will/kann, ich sollte mich vorbereiten für die Prüfungen welche diese Woche anstehen. So viel zu tun, also mache ich am besten garnichts davon, geht sowieso nicht so ganz, in meinem Zustand.

Und wenn ich ehrlich bin, mein Kopf lässt mich doch nicht in Ruhe. Ich habe gestern mal wieder ein OpenOffice Dokument aufgemacht und meine Gedanken, etwas anonymisiert und niedergeschrieben. Ich liege wohl falsch, wenn ich meine Textsammlung so durchsehe, dann kann ich keinem erzählen, dass ich nicht konkret an Selbstmord denke. Meine Chraktere verbluten, schlucken Tabletten, erfrieren, ritzen sich Wörter ein oder denken andersweitig darüber nach sich zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen. Irgendwie traurig, ich kann garnicht schreiben, meine Texte wirken zwar auf manche gut, was aber ganz einfach daran liegt, dass ich meine Geschiche erzähle. Logischerweise, bedeutet das, dass wenigstens mein Leben spannend auf andere wirken kann. Sie denken ich habe mir das ausgedacht, doch wirklich lesen sie nur meine Gedanken, etwas überdramatisiert und etwas aufgemotzt, aber grundliegend, nur meine Gedanken.

Ich pack mal meine Schulsachen, gönne mir eine Dusche und hau mich dann, voraussichtlich aufs Ohr. ~Ich will wirklich in die Schule gehen, aber es bringt mir nichts wenn es mir so bescheuert geht.~

Und so der Knopfkopf spricht, essen? Kotzwürg, lieber nicht.
~KAIJU~