Archive for Februar, 2014


17 und 100 passt doch

Ein weiterer unnötiger Geburtstag. 17 bin ich nun. Wow wie aufregend, da darf man ja soo viel neues. Nicht. Aber egal. Die Busfahrt trübte meine Stimmung, ich hasse es wenn es in diesen doofen Busen so heiss ist! Ich hasse in solchen Momenten einfach nur alles, jeder, egal was er macht, wird gehasst. Französisch habe ich überstanden, Mathe sowieso, Turnen gestaltete sich ein wenig schwerer. Mit Verband Sport machen ist ja eines, aber dafür zu sorgen, dass dieser Verband nicht all zu krass verrutscht ist dann noch was anderes.

Wenn der Verband nicht wäre? „I’m fine“, mehr wäre da ja nicht.
Was antwortet man, wenn einem zum gefühlt 100. Mal, jemand gratuliert? Ich Genie vergass natürlich die ganze Zeit, dass ich ja Geburtstag hatte und habe. Nur ist das doch auch nur ein Tag wie jeder andere, was macht es denn so besonders, dass ein Wesen wie ich hier ist? Und dann beginnen die Leute vom 18. zu reden, sollen sie doch, besser wissen sie es ja nicht.

Zwei Anrufe erhalten, die nur dem Zweck dienten nachzufragen ob ich daheim sei. Verdammt es ist Montag Abend, was wollen die alle? Soll ich etwas weggehen? Mit 17.? An einem Montag??
Einige Verwandte kamen also vorbei und brachten, welch Wunder auch Gescheke mit. Der Freund meiner Schwester kam auch kurz vorbei und brachte ein Geschenk, von Italien. Wie geil ist das den bitte? Ein Geschenk von meiner Schwester aus Italien, ein süsser Pullover mit Teddy drauf. ~Karte hätte ich nach dem öffnen erst lesen sollen, verdarb etwas die Überraschung.~

Diese absolut unnötigen Worte, gehören nun zu meinem 100. Beitrag, was natürlich nicht stimmt, da ich einige Artikel gelöscht hatte. Naja trotzdem, 100. Beitrag, ist schon was. Der Blog gibt schon einiges, man füttert ihn mit Worten, welche er frisst und zu sich nimmt, gerade so wie sie halt nun sind. Ich bin schon von Zeit zu Zeit erstaunt, dass sich das irgendwer freiwillig durchliest.

100. Beitrag am 17. Geburtstag, hm, irgendwie nichts besonders oder? Die Löschtaste wird heute sehr oft betätigt, ich weiss selbst nicht was ich noch berichten könnte. Die Gedanken lassen sich heute kaum formen, sie gehen eigene Wege. Meine Angst von gestern war unbegründet. Das Turnen war zwar schon ein wenig doof, als ob ich mein Bein, aufgrund eines Kickboardunfalls, verbergen würde. Warum überhaupt mache ich mir die Mühe? I’M FINE, tja dann wäre es doch klar oder? Die Schnitte sagen doch genug nicht? Was würde es ändern, würde man die Worte auf meinem Bein auch noch sehen?

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu berichten hab ich nicht.
~KAIJU~

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Verschlafen und die Folgen davon

Der Titel sagts schon. Ich hab irgendwie meinen Wecker ausgeschaltet und bin dann erneut eingeschlafen. Das Gefühl als ich wusste, die ersten beiden Stunden verpasst zu haben war schon ganz schön beknackt. Sofort begann ich mich mies zu fühlen. Ich hasse sowas ja, ich hasse mich in solchen Situationen. Ein paar Schläge links, ein paar rechts und zack, auf dem Arm sind auch zwei neue Linien. Morgens weinen, noch bevor Schule ist, ein schlechter Tagesstart.
Immerhin kein Bildnerisches Gestalten gehabt, ich hasse das Fach. Ist ja eigentlich nur zeichnen, nur kann ich das nicht.

Den Rest des Tages habe ich überstanden. Ich bin wieder auf dem Boden, dem Boden der Tatsachen. Tatsache ist: Ich habe verschlafen. Tatsache ist: Deshalb habe ich mich verletzt. Tatsache ist: Schule macht bereits jetzt wieder mehr Stress, als ich aushalten will/kann.

Ich esse viel, fühle mich so leer dabei und irgendwie kann ich diese innere Leere nicht füllen. Die Gedanken schweifen und schleifen, hüpfen und springen. Mal ist die Welt bunt und dann, wird sie nach und nach dunkel. Und dann wären wir so etwa hier. Wenn ich mir die Situation ansehe, bin ich ganz schön planlos. Ich sehe nicht was nächstet Jahr ist oder sein wird und auch alles andere was kommt macht mir jetzt schon Sorgen. Die Angst vor der Zukunft, vor dem was sein könnte.

Die Realität ist so fern von all dem, von der Zukunft, da ist nichts reales dran. Da ist nichts von dem ich glaube, es erreichen zu können und zu wollen. Die Realität ist auch fern ab von mir. Ich lebe lieber in dieser Traumwelt, dort wo die Farben schöner sind, dort wo die Gedanken nur flüstern. Diese Welt ist noch für mich da und noch bin ich nicht bereit sie aufzugeben, auch wenn sie mir wohl kaum hilft. Wer tut das denn schon?

So geht es nicht weiter. Anders würde es vielleicht gehen, vielleicht auch nicht? Ist es den lohnenswert?

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu berichten hab ich nicht.
~KAIJU~

 

 

Und das Leben hält mich fest…

.. so fühlt es sich zumindest irgendwie an. Ich warte und warte, auf Begebenheiten. Da kommen Verpflichtungen, die mich zwingen hier zu bleiben, den ich kann sowas keinem antun oder? Wenn durch mich, das Leben von einem meiner Freunde erschwert wird, verdammt, das könnte ich nicht. Mein Leben versauen, geht schon. Doch, dass Leben eines anderen, verschlechtern? Die Verpflichtung hält mich und zusammen mit ihr falle ich.

Ahm, ja kleines Bild von 9gag. Passt irgendwie schon.

Ahm, ja kleines Bild von 9gag. Passt irgendwie schon.

Meine Ferien haben heute morgen geendet. Ein weiteres, vermutlich anstrengendes, Quartal folgt. Ich bin wunderbar in den morgen gestartet. Etwas verschlafen aber doch rechzeitig auf den Beinen.~Mit dem Verband unter der Hose dauert sowas halt etwas länger…~ Kanninchen gefüttert, check. Katze rein oder rausgelassen, check. Zeit zum frühstücken war da auch noch und somit ein guter Tagesstart.

Eine, etwas weniger gesprächige Zugfahrt, womit ich Zeit für meine Gedanken hatte. Einen Mathe Unterricht der anderen Sorte, Statistiken lesen, berechnen. Und unser Lehrer zeigte eine neue Seite und erklärte uns etwas über Krankheiten, die durch Impfungen ausgelöscht wurden. ~Wann war Mathe bitte so, angenehm?~ Den Französisch Unterricht fand ich auch nicht ganz so bescheuert. Ich kam mir schon ganz klug vor, als ich heute so einiges zustande brachte. Das Ganze nach zwei wöchigem, urlaubsbedingten fernbleiben, ist das schon was.

~!Sagt mal bitte, schreiben ich heute anders??? :D!~

Der Turnunterricht war nicht ganz so amysant, der Verband musste neu gemacht werden und tada, ich muss mein Bein präsentieren. Keine Ahnung wie viel sie gesehen haben, oder gar gelesen? Die Fragen der anderen, was ich denn habe, waren nicht sonderlich angenehm, aber ich habs irgendwie gepackt. Obwohl die Arme und die ,nicht verdeckten, Teile des Beins, doch schon genug sprechen. Mir kann doch keiner erzählen, dass sie die Schnitte und Kratzer nicht sehen. Sagen tut keiner was, frei nach dem Motto totschweigen.Ich drifte ab, entschuldigt, ich war ja gut gelaunt.

Wir hatten nach einer längeren Pause Projektunterricht, zum ersten mal, war schon nicht schlecht. Wenn die einem ein oder zwei Stunden vorbrabeln um was es jetzt gehen wird, ist das schon brauchbarer Unterricht. Da kamen dann viele Verpflichtungen hinzu, da wo ich meine Freunde nicht reinziehn will.

Zuhause, hab ich mir ein Fahrrad geschnappt, die Reifen gepummt und bin dann zum Wald gefahren. ~Frahrradfahren und ich, dazu könnte ich auch mal berichten.~
Ohne Licht, ohne Helm, mit offenen rot leuchtenden, momentan hässlichen, roten Haaren. Muss ich mit Humor sehen, tu ich auch. Ich hab mich dort mal wieder verführen lassen, zu dem, von dem ich nicht weiss, ob ich das erzählen soll…. Dann bin ich, beinahe mit Musik, bis mir auffiel, dass ich die Autos hören sollte, heim gefahren.

Und, obwohl ich glaube ich gerade einen Zeitsprung gemacht habe, sind wir glaube ich, auch schon hier. Unnötige Detail ausgespart, will ja nicht langweilig werden.

Das war alles, was an diesem produktiven Tag so gemacht wurde, ich war und bin echt gut drauf. Das Leben scheint zu bestehen, da ist mal etwas Realität für mich. ~Stand auch in meinem Horoskop, Zufall?~

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu berichten hab ich noch nicht.
~KAIJU~

I’m fine, but listen..

Mir gehts gut. Meinem Bein auch, steht da drauf. Angeschrieben, kann man sagen.
Es brennt ein wenig. Zufrieden bin ich nicht, mit meinem Werk. War irgendwie dumm, nicht? – Doch, war definitiv dumm, toll gemacht.

Wie sehr will ich irgendwem schreiben, einfach nur erzählen. Ich bekomme Angst, vor mir, vor meinen Gedanken und vor der Situation. Ich hasse und ich will zerstören, völlig sinnlos, völlig unnötig, ohne wahren Grund, ist da diese Wut.
Und dann der vermeintliche Kontrollverlust, Schmerz, Angst, die Gedanken werden langsamer.
Warum ist keiner da, dem ich erzählen könnte? Ganz allein, ich möchte ja keinen belasten.

Der Schmerz im Bein ist real, genau wie die Scherbe real war, das Blut ist ebenfalls da. ~Es ist nicht eine Träne wert. Ich bin nicht eine Träne wert.~

Schwer und kalt, einsam und allein, verängstigt und übermütig, alles schwankt.

Und so der Knopfkopf spricht, bis alles zusammen bricht.
~KAIJU~

Und ich rede einfach

Das mache ich wirklich. Ich habe gestern mein halbes Zimmer auf den Kopf gestellt, nur um den Lattenrost zu wenden und mal den ganzen Staub, der sich unter meinem Bett so gesammelt hatte, wegzuputzen. Ich war voll in meinem Element, Musik wurde vom Lärm des Staubsaugers abgelöst. Wie im Putzfieber. Doch dann war es vorbei mit der Ruhe, mein Vater und Bruder, kamen beinahe Zeitgleich heim. Im Grunde kein Problem, aber mit „offenen“ Armen wollte ich sie dann doch nicht empfangen. Ich rannte also irgendwie durch das ganze Chaos, um mir meinen Pulli zu schnappen und meine Schnitte zu verbergen. Als ich ihn hatte, war mir die Lust vergangen, mit dem Pulli wars eh zu warm zum arbeiten. Ich beendete noch was sein musste und dann… ~An dieser Stelle gebe ich zu, keine Ahung mehr zu haben, was ich danach tat. Habe ich Blogs gelesen? TV geschaut?~ Blackout??

Mein Schlaf war erstaunlich erholsam, trotz den vielen Unterbrechungen am morgen. Mein kleiner Kater ist nicht gerade gute Gesellschaft, morgens um halb 7, wenn er hunger hat und ich schlafen will. Ich hab ihn dann rausgeschmissen, keine Ahung wie oft ich zuvor schon aufgestanden bin wegen ihm.

Irgendwann habe ich die Kanninchen gefüttert und mich vor die Gloze gehängt. Ein wenig im TV versunken, viel an meinem Handy, schön am versumpfen. Und dann, habe ich mir mein Kickboard geschnappt und bin ein wenig nach draussen. Ich bin gefahren, bis ich an einem, meiner Meinung nach, sicheren Ort war.

~Soll ich erzählen was ich getan habe? Doch lieber nicht erzählen?~ Ich werde den nächsten Teil wohl überspringen.

Jedenfalls, bin ich dann wieder heim gefahren. Während der Fahrt habe ich geredet. Mit mir. Auf Englisch. Ich habe erklärt wie es ist, habe einfach geredet und meine Gedanken geteilt. Irgendwie ein Dialog, aus dem ,was ich sagte und  aus dem, was mir dann weiter dazu in den Sinn kam. Ich erzählte und wenn da fragende Gedanken waren, habe ich einfach weiter erklärt, bis es klar genug war. Und ich redete einfach, ohne viel nachzudenken, aber ich redete Englisch. ~Wenn ich mir so zuhöre, hab ich doch was zu erzählen, könnte man sagen. ~
Fast schon so genial, wie ein Spatziergang, mit einem imaginären Hund. Ich mache manchmal wohl doch etwas schräge Dinge.

Und die Zeit vergeht, habe fern gesehn, war duschen, Haare geföhnt und dann bloggen. Jetzt sind wir hier, zumindest ich, immer bei dem Wort, welches gerade vor mir erscheint. ~Schöne Vorstellung.~Vorhin versuchte ich zu schreiben, etwas mehr als eine Seite ist entstanden, Protagonistin-tot, ganz wie immer. Da vergeht einem die Lust zu schreiben, irgendwie lassen die Gedanken nur solche Storys zu. ~Ich brauch inspiration zum schreiben.~

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu berichten hab ich nicht.
~KAIJU~

Die Gedanken des Lebens

Nur um die auch zu erwähnen. Mal sehen was für Einfälle ich habe.
Die Gedanken des Lebens, die frohen Momente, die kleinen Stücke des Glücks, wir treffen sie wohl öfter in unserem Alltag, doch es fällt uns so leicht sie zu übersehen; Die ersten Anzeichen des Frühlings: die Sonne, die Wärme, Vogelgezwitscher. Die Schönheit der Natur, das Schnurren einer Katze, der Geruch von frischem Essen. Der Geruch von frisch gemähtem Gras oder das Geräusch von Regen. Die Farbe von Blut und der Geschmack von seinem Lieblingsessen.

Ein Buch schreiben, eine Weltreise machen, irgendwann von dieser Zeit erzählen. ~Irgendwo in mir, will das Leben noch gelebt und geliebt werden.~ Einen Ausweg finden, ein Ziel erreichen, etwas aus mir machen, überleben, leben, geniessen.

Unmögliche Gedanken, so nah und doch unerreichbar, wie eine Illusion.
7 Schnitte, Beine und Arme. Dann der Anfall: Alle Geräusche nur noch gedämpft, kein Gleichgewicht, müde, so müde und alles beginnt sich zu drehen. Mit weit entfernter Stimme antworte ich, einer, noch viel weiter entfernten, Stimme. Tief durchatmen, hinsetzen, anlehnen.
Die aufkeimende Panik unterdrücken:
Du kannst das, es ist nicht das erste mal, dass du in dieser Situation bis. Beuhige dich!
Das geht vorbei, nur nicht aufstehen. Von was kommen diese Anfälle? Warum passiert mir sowas? Von den Verletzungen? Oder sagt mir mein Körper ich solle auf anderes verzichten?

Und doch wäre es so nahe, denn: lieben ist nur ein „i“ vom Leben entfernt. ~Die Gedanken tanzen und rennen, sie hüpfen und toben, und doch, ist es unheimlich still.~ So ist das also? Depression und Gefühle und Emotionen in ungeantem Ausmass.

Wer kennt schon den Weg? Wer sieht schon das Leben, das Lieben das Leid? Wurde der Mensch nicht blind? Verletzen, hassen und fühlen, alles so Nahe und doch so weit auseinander. Irgendwie bin ich zufrieden, irgendwie traurig (musikbedingt), irgendwie hasse ich mich.

Ich flüchte mich in eine Serie, irgendwas visuelles, Ablenkung und sowas.

Und so der Knopfkopf spricht, erklären kann ichs nicht. ~Denn manche Dinge, sind zu schwer um sie mit Worten zu beschreiben.~
~KAIJU~

 

Der Grund aufzustehen

Aufstehen! Bin ich ja grundsätzlich schon kein Fan, aber heute war echt ein bisschen zu krass. Ich bin gestern um halb 3 Nachmittags aufgestanden, was dann doch recht spät ist. Heute stand ich um halb 4 auf. Nicht, dass ich solange geschlafen hätte, ich war schon zuvor mehrmals wach. Aufstehen jedoch, kam nicht in Frage. Ich fühle mich schwer und gleichzeitig leer. Ich wälzte mich und versuchte einen Grund zu finden, nicht länger im Bett zu bleiben. Der einzige Grund, mich zu erheben, war die Toilette aufzusuchen.

Ich war zeitweise wach, habe auf meinem DS Pokémon gespielt. Doch auch die Lust zu spielen verging. ~Onlinespielen, das wäre ein Grund aufzustehen, oder zumindest den Laptop zu holen.~
Ich lag bald wieder da, wie tot, hin und her wälzend und mit trüben Gedanken. Angst, Zweifel, Wut, Hoffnungslosigkeit.
In einem dämmrigen Schlafzustand habe ich meinen morgen bzw. meinen Tag verbracht.

Ich bin trotzdem wach, ich habe die Kanninchen gefüttert, habe mit meinem Kater geknuddelt. Die Gedanken waren laut und düster, um mich war Stille, bis mein Bruder auftauchte. Völlig unmotiviert vor dem Fernseher gesessen und Lasagne in mich rein geschaufelt. Ein wenig mit meinem Bruder gesprochen, so langsam wird er mir immer symphatischer.

Ich bin entäuscht, entäuscht von mir, entäuscht vom Leben. Ich sah heute keinen Grund das Bett zu verlassen, ich sah keinen Sinn darin, irgendwas zu tun. Wofür auch? Ich sterbe doch sowieso. Keiner weiss wohin mit mir, ich am allerwenigsten. Es ist doch alles nur eine Zeifrage, warum etwas beginnen, dass nie zuende geführt werden wird?

Ich sollte glücklich sein, ich sollte Spass haben. Ich will flüchten, wie ich es schon so lange mache. Mich hinter irgendwas verstecken, nicht da sein, unsichtbar sein.
Einen neuen Charakter erstellen, oder vielleicht auch zehn, wer weiss das schon? Ich will wieder spielen, Tagelang, Nächtelang. Einen Grund aufzustehen, eine Aufgabe. Ein Ziel worauf ich meine Gedanken fixieren kann. Ein Anonymer Krieger in einer nie endenden Onlineschlacht. Eine Welt, in der egal ist, wie man ist und was man erlebt hat, die Welt von damals.

Ich schreibe viel zu langsam, so fühlt es sich an. Es kann mir doch egal sein, wie lange ich brauche um einige Zeilen für das grenzenlose Internet zu schreiben. Und doch irgendwie, meine Zeit mit dem tippen von Wörtern zu verbringen, ist das sinnvollste, was ich sehe.

Und so der Knopfkopf spricht, aufstehn, lieber nicht.
~KAIJU~

Skilagerrückblick

Ich bin wieder da. Das Lager hatte seine Höhen und Tiefen, wie könnte es anders sein. Der wichtigste Punkt, ist allerdings folgender: Es gibt keine Auszeit! Gedanken lassen sich nicht stoppen, sie lassen sich nicht vergessen oder verdrängen. Immer wieder während dieser Woche, gab es Zeitpunkte, in denen mir alles zu viel war, in denen ich nicht wollte und am Rand der Verzweiflung stand. Es gibt keine Auszeit von Gedanken. Die Zweifel, Sorgen und Ängste verschwinden nicht.

Ich habe nicht geweint, aber es wäre eine Lüge, zu behaupten, es nicht gewollt zu haben.
Ich dachte von mir ich sei stark, ich war überzeugt, viel auszuhalten, Fehlannahmen. Ich war ständig am motzen, habe über dies und das geklagt, es war zu kalt, zu warm, der Schnee war nicht gut genug, blablabla und so weiter. ~Mit etwas Abstand betrachtet, muss ich zum kotzen sein.~

Ich habe viel gelächelt, extrem viel. Ich wollte den andern irgendwas geben, auch wenn es nur ein Lächeln war. Reden konnte ich weniger, da ich, gerade zu Beginn, extrem heiser war.

Während dieser Woche habe ich so viel Hass gespührt. Hass auf mich und Hass auf all die anderen. Ich bin selbst geschockt wie sehr ich mir und den anderen den Tod gewünscht habe, wie viel Wut in mir war.

Es gab auch tolle Momente, ich habe neue Leute kennengelernt, ich habe mich mehr getraut als normal. Ganz kleine Dinge eben. Ganz ehrlich, ich finde die guten Momente in meinen Erinnerungen bereits nicht mehr. Die Wut auf meine Zimmergenossen oder auf die Leiter, der Zorn über mich und mein Versagen, die Aggressionen gegen meine Skigruppe. ~Und ich hatte mir eingebildet, dass Lager würde eine Auszeit.~

Meine Arme hatten Zeit zu verheilen und sie sehen wirklich recht heil aus. Meine Beine sind jedoch mit Muskelkater und blauen Felcken bestraft worden. Ich kann wieder halbwegs sprechen und ich huste nicht ununterbrochen, nur genug um meine Bauchmuskeln fitt zu halten. ~Irgendwie bin ich erleichtert, daheim zu sein, da zu sein, wo ich entscheide, was ich wann mache.~

Ich mach mich dann mal dran, all die verpassten Einräge anderer zu lesen.

Und so der Knopfkopf spricht, Auszeiten existieren nicht.~KAIJU~

Auszeit

Heute ist Samstag, wenn das eine Rolle spielt. Ich war nicht untätig, ganz und gar nicht. Gestern war die Ente bei mir, ein wenig reden, Film schauen, lachen. Doch schmerzlichst stelle ich fest, wie still es wird, wie still ich werde.
Heute morgen, war ich bei meinem Zwilling, reden, mit dem Hund spazieren, lachen. Doch auch hier, bin ich still, ich weiss nicht was ich sagen soll und was nicht, also schweige ich.
Dannach bin ich in den Zug gestiegen, da ich aufgrund der Busverbindungen nicht heim konnte. Eine E-Shisha gekauft und dann habe ich, per Zufall, den Guru plus Anhängsel getroffen. Noch einige Dinge mehr gekauft und dann heim.Bei meinen Grosseltern vorbei, Geld bekommen, ein wenig geredet.

Nach einer Dusche, hab ich dann begonnen, meine Sachen zu packen, denn schon morgen, verschwinde ich. Skilager ist angesagt, Abstand nehmen, von all dem. Eine Auszeit von den Gedanken, den Gefühlen, der Angst. Eine Auszeit von der Schule, dem Lernen, den Prüfungen, den Aufgaben. Eine Auszeit vom Ernst des Lebens. Ich werde mich flüchten, in eine verzerrte Welt, wie schon so oft.

Und nun sitze ich hier, schreibe einige Zeilen, die doch nicht so sind wie ich erwartet habe. Das Haus ist leer, nur mein kleiner Kater ist bei mir. Er schläft hinter mir auf dem Sofa, ganz friedlich, als wäre die Welt in Ordnung. Wunderschön so eine Katze, Faszination pur. Ich liebe Katzen. Fressen, schlafen (bis zu 22h am Tag!), sich streicheln lassen und so weiter. ~Das Leben einer Katze, wäre es nicht wundervoll?~

Es ist still, nur das Summen meines Laptops und das Geräusch der Tastatur. ~Ich glaube, dass ich diese Ruhe, diese Stille bald vermissen werde.~ Wie werde ich das Lager ertragen? Wird es eine Erleichterung, bekomme ich die Auszeit die ich suche? Wird es eine Qual?

Ich freue mich, endlich wieder ein Brett unter den Füssen zu haben und die Skipisten unsicher zu machen. Ich freue mich auf den Schnee, auf das Fahren, auf die Gespräche.
Und doch fürchte ich, in Panik zu geraten, wenn die Pisten zu steil werden, wenn die andern zu schnell fahren oder der Nebel alles verschluckt. Ich habe Angst, durchzudrehen, 24h unter Menschen, keine Ruhe, kein Rückzug.
Der Pilot und die Seherin werden dass schon hinbiegen und die anderen, die ich kenne, werden hoffentlich auch hilfreich sein.

Ich werde mich hier melden, wenn ich zurück bin.

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu motzen hab ich nicht.
~KAIJU~