Aufstehen! Bin ich ja grundsätzlich schon kein Fan, aber heute war echt ein bisschen zu krass. Ich bin gestern um halb 3 Nachmittags aufgestanden, was dann doch recht spät ist. Heute stand ich um halb 4 auf. Nicht, dass ich solange geschlafen hätte, ich war schon zuvor mehrmals wach. Aufstehen jedoch, kam nicht in Frage. Ich fühle mich schwer und gleichzeitig leer. Ich wälzte mich und versuchte einen Grund zu finden, nicht länger im Bett zu bleiben. Der einzige Grund, mich zu erheben, war die Toilette aufzusuchen.

Ich war zeitweise wach, habe auf meinem DS Pokémon gespielt. Doch auch die Lust zu spielen verging. ~Onlinespielen, das wäre ein Grund aufzustehen, oder zumindest den Laptop zu holen.~
Ich lag bald wieder da, wie tot, hin und her wälzend und mit trüben Gedanken. Angst, Zweifel, Wut, Hoffnungslosigkeit.
In einem dämmrigen Schlafzustand habe ich meinen morgen bzw. meinen Tag verbracht.

Ich bin trotzdem wach, ich habe die Kanninchen gefüttert, habe mit meinem Kater geknuddelt. Die Gedanken waren laut und düster, um mich war Stille, bis mein Bruder auftauchte. Völlig unmotiviert vor dem Fernseher gesessen und Lasagne in mich rein geschaufelt. Ein wenig mit meinem Bruder gesprochen, so langsam wird er mir immer symphatischer.

Ich bin entäuscht, entäuscht von mir, entäuscht vom Leben. Ich sah heute keinen Grund das Bett zu verlassen, ich sah keinen Sinn darin, irgendwas zu tun. Wofür auch? Ich sterbe doch sowieso. Keiner weiss wohin mit mir, ich am allerwenigsten. Es ist doch alles nur eine Zeifrage, warum etwas beginnen, dass nie zuende geführt werden wird?

Ich sollte glücklich sein, ich sollte Spass haben. Ich will flüchten, wie ich es schon so lange mache. Mich hinter irgendwas verstecken, nicht da sein, unsichtbar sein.
Einen neuen Charakter erstellen, oder vielleicht auch zehn, wer weiss das schon? Ich will wieder spielen, Tagelang, Nächtelang. Einen Grund aufzustehen, eine Aufgabe. Ein Ziel worauf ich meine Gedanken fixieren kann. Ein Anonymer Krieger in einer nie endenden Onlineschlacht. Eine Welt, in der egal ist, wie man ist und was man erlebt hat, die Welt von damals.

Ich schreibe viel zu langsam, so fühlt es sich an. Es kann mir doch egal sein, wie lange ich brauche um einige Zeilen für das grenzenlose Internet zu schreiben. Und doch irgendwie, meine Zeit mit dem tippen von Wörtern zu verbringen, ist das sinnvollste, was ich sehe.

Und so der Knopfkopf spricht, aufstehn, lieber nicht.
~KAIJU~

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