Tag Archive: Angst


Schnauze da oben

Ein ganzer Tag voll mit nichts und doch voll mit allem.

Den Morgen hab ich ganz gut überstanden, was aber keineswegs dazu geführt hätte, das ich nun ganz entspannt bin was das Praktikum angeht. Es sind zwar so wenige Stunden und doch ist mir übel.
Vielleicht sind es zu wenige Stunden? Es ist wie Ferien und das ist schlecht, schlecht weil ich so nur am Tv oder an meinem Laptop bin. So wenig zu tun zu haben, bringt Langeweile und Frust. Ich hasse Langeweile und meine Hände hasse ich auch. Ich hasse den Gedanken 3 Wochen nicht in der Schule zu sein, nur wegen meiner Klasse versteht sich. Wieder Schule will ich aber auch nicht, dann beginnt der Stress mit Vorträgen und Prüfungen und Projekten erneut.

Kotzwürg. Ich will nicht. ~Ich schwanke zwischen losheuelen und mir eine klatschen.~ Es macht mir Angst zu wissen, dass ich so viel Zeit haben werde, denn ich weiss nicht was ich mit der Zeit machen soll. Es macht mich traurig und lässt mich alles hinterfragen, wenn ich nur fernsehe und am Laptop bin.
Aber was den sonst? Wieso mache ich mir so einen Scheiss Stress? Wieso kann ich nicht ganz entspannt geniessen, das ich wenig arbeiten muss? Wieso macht es mir Angst morgen die andere Betreuerin kennen zu lernen? Wieso ertrage ich die Menschen nicht wenn sie bei mir sind, nur um sie, sobald sie nicht mehr da sind, zu vermissen?

Gerade jetzt würde ich mich einfach gerne mit dem Guru, der Ente, dem Piloten und was-weiss-ich-wem, zurücklehnen und ein oder zwei Tüten rauchen. Ich wüsste gerne was so bei anderen abgeht, doch ist zu viel Angst zu fragen.
Es fühlt sich an wie ein Knoten im Hals, obwohl es viel eher ein Knoten im Kopf ist, einfach nicht entspannt und ich mag es nicht. Warum kapiert mein Kopf nicht, dass es sinnlos ist, sich wahnsinnig zu machen, wegen morgen? Es ändert eh nichts, es soll mal kommen wie es halt kommt. Schnauze da oben! ~Dieser Satz passt mir ganz gut.~

Es ist als würde ich nur warten. Warten bis ich nach Hause darf, nur um zu merken, dass es da sinnlos ist. Warten bis mein Vater geht, weil ich ihn und vor allem mich in seiner Gegenwart nicht ertrage. Warten bis mein Bruder zu Bett geht, nur um in Ruhe kiffen zu können. Warten bis die Motivation gefunden ist zum aufstehen, nur um dem Schmerz des Bettes zu entkommen. Nein, ich will nicht.
Schnauze da oben! Du hast dir da was vorgenommen, mach den Scheiss auch, du hast ja Zeit. Das ist dein Projekt, also lass nicht schon den Kopf hängen! Ausserdem hast du darüber nachgedacht wieder Sport zu machen und verdammte Scheisse ja, genau das solltest du tun!

Ich glaube ich geh dann mal in den Wald oder so, ich ertrags nicht.

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu schreiben schaff ich nicht.
~KAIJU~

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Sieh zurück

Morgen beginnt mein 3 wöchiges Praktikum und um ehrlich zu sein, ich habe Angst.
Was wenn eines der Kinder Narben sieht? Was wenn ich in eine unangenehme Situation komme? Was wenn ich ausraste? Oder Panik bekomme?

Wird schon gut gehen. Wie ich letztens irgendwo gelesen habe, und nun auch selbst merke, ist meine Fähigkeit Probleme zu lösen/zu überleben bei 100%.
Du, genau du der das liest: Sieh auf dein Leben zurück, du hast bereits so viel geschafft und so einige Schwierigkeiten überstanden. Sieh auf die letzten Monate, gab es ,zwischen da und jetzt, eine Aufgabe vor der du Angst hattest? Eine Situation von der du glaubtest, sie nicht überstehen zu können?
Ich beglückwünsche dich, denn du hast diese Aufgaben und Situationen gemeistert und bist nun hier.
Denk daran, du hast schon so vieles gemeistert, die nächste Aufgabe sollte auch zu schaffen sein. ~Und wenn es nicht zu gehen scheint, so hole Hilfe, den das ist ganz in Ordnung, ab und an brauchen wir die Unterstützung anderer.~

Wird schon werden, sind ja nicht so viele Stunden.
Auf das die Gedanken mich schlafen lassen.

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu schreiben weiss ich nicht.
~KAIJU~

Tic Tac..

Tic tac…
Hätte ich eine Uhr, so würde diese ticken, sie hätte den ganzen Tag getickt. Die Zeit läuft..
Nach einigen Startschwierigkeiten habe ich mich aufgemacht, erst Schuhe und neue Faarbe für die Haare kaufen.
Und immer wieder merkt man: Ich mag diese vielen Menschen da draussen nicht.
Seine sieben Sachen in der Reihenfolge zu kaufen, bei der man am wenigsten Menschen in unmittelbarer Nähe hat. Schnell einkaufen, weil man da weg will. Höffliche Verabschiedung die mir selbst schon zu künstlich erscheint. Aufatmen, wenn man den Laden mit der Ware verlässt. Kühle Luft. Schweiss wegwischen. Zorn über den Schweiss eindämmen.

Für meinen Geschmak waren zu viele Leute im einen Laden, weshalb ich die falsche Farbe kaufte.
Ist aber kein Problem, ob nun Kaschmirrot oder Intensivrot,~welches ironischerweise weniger intensiv ist als das Kaschmirrot, wie ich finde~ rot ist rot. Dank dem Ost-Korean-Kid sind meine Haare bereit für Ferien.

Und ansonsten so?
Es ist still.
Seid Stunden.
Und doch laut.
Nicht, dass es still wäre, eher so das ich allein bin.
Allein in der Stille.
Mal in der Realität, mal am Träumen.
Und um diese Stille, diese Leere dieses Alleinsein zu bekämpfen? Spielen, doch es genügt nicht. Essen, doch ich will nicht. Kiffen, doch es bringts nicht.
Ruhe.
Tic Tac

Ich fürchte mich, die nächsten fünf Wochen werden anstrengend. Angst, dass sich keiner meldet.
Angst, nicht zu sprechen, schweigend zu ersticken.
Angst, erneut feststellen zu müssen, das eine Situation nicht so ablief wie geplant.
Angst, das der innere Dämon all seine Macht erhebt und mich zerstört.

Noch bluten die Wunden noch, wenn ich es will, aber was wenn sie es nicht mehr tun?
Will ich, dass sie es nicht mehr tun?

Tic Tac…
Es wird wärmer.
Die Zeit rennt.
Ich erinnere mich noch an die Angst, kein Praktikumsort zu finden, an die Tränen bei der ersten Absage.
Das ist nun längst vergangen. In zwei Wochen beginne ich und das ist mir null bewusst.
~As long as you can hide the cuts from the kids.~

As long as I can hide, well I’m really bad at this.. But noone is talking about self harm and self harming, everyone is pretending it doesn’t exist. But sadly it exists…

Meine Gedanken werden frei, ich lasse sie spielen, ich lasse die Englische Stimme sprechen, wechsle zum Französischen und zum Hochdeutsch, rede innerlich erzähle, erkläre und frage.

Tic Tac…
Die Zeit vergeht, gestern war noch Schule und heute ist es als wären Jahre vergangen.

Und so der Knopfkopf spricht, Zeit bitte vergeh nicht.
~KAIJU~

Focus on the pain

Immer wieder streiche ich mit meinen Händen über die Schnitte, nur um sicher zu sein, das sie da sind. Sie tun weh, mehr als die bisherigen, der Schmerz ist real. Und da schwingt auch etwas Angst mit; wird das wohl heilen? Wie gut wird es heilen? Sollten sie Wunden so aussehen und so weh tun?

~The pain is real, but still, it’s not reality…~

Im einen Moment hasse ich sie alle, die ganze Klasse und dann, kurze Zeit später lache ich aus ganzem Herzen mit ihnen. Ich fühl mich verraten, verlassen und ersetzt, glaube ganz allein zu sein, nur um danach wieder grinsend durch die Welt zu gehen.

Von 0 auf 180 und zurück. Von aussen nach innen, bis die eigenen Gedanken alles sind, alles was man ist und was man hat. Die Umwelt kann ignoriert werden.

Meine minime Panik vor dem Praktikumsbesuch ist ein wenig geschrumpft, mein Physiklehrer wird mich besuchen. Da ich gut bin in Physik sollte das gut gehen, obwohl ich mir den in einem Kindergarten garnicht vorstellen kann…

Ich schlafe recht wenig, zum bloggen komme ich auch nicht. Schande über mich, zum lesen auch nicht.
Meine Tage bestehen aus: Schule, Essen, Hausaufgaben und Metin2 Spielen. Ab und an noch das erledigen anderer Pflichten.
Der Schlaf kommt etwas kurz, ich fühle mich aber trotzdem recht fitt.

Genug, Zeit zum schlafen.
Und so der Knopfkopf spricht, mehr Zeit hab ich nicht.
~KAIJU~

Dieser Artikel wäre vom 10.03.14 leider wollte er wohl nicht wie ich wollte. Deshalb erst jetzt… (Scheissdreck und ich wunder mich noch, wieso das keiner liest)

Mein heutiger Tag, wie auch der gestrige, war ausgesprochen leise. Der Grund: Mein Ohr hat wohl etwas zu viel Kälte abbekommen beim Snowboarden. Ich musste mich anstrengen, mehr oder weniger, verstehen zu können, was all die Menschen so erzählen. Ausserdem muss ich häufig niessen und mein Taschentuchverbrauch steigt ins Unermessliche. Erkältungen sind doof. ~Ich sitze hier mit einer Kappe auf dem Kopf und einer verpackten, halben Zwiebel am Ohr.~

Mathe und Französisch habe ich ganz gut überstanden, obwohl ich bei beiden Fächern, die Hausaufgaben nicht gemacht hatte. Bei Mathe hatte ich so ca die Hälfte, die Minuspunkte fürs Nichtmachen, liess ich mir trotzdem geben. ~Ein wenig kontraproduktiv.~

Der Turnunterricht war soweit ganz gut, genügende Note beim Stufenbarren bekommen und mit Bravour Trampolin abgeschlossen. Heute war sogar mein Bein wieder frei, die anderen konnten also die Schnitte, Kratzer und die Aufschrift „I’M FINE“ sehen. Es scheint als wäre ihnen genau so egal wie mir, dass ich mich zerstöre.
Ganz ehrlich, ich will nicht aufhören damit, die Narben werden auf meiner Haut wohl kaum auffallen und selbst wenn, scheint doch keinen zu kümmern. ~Die Gedanken waren ab und an bei den Klingen am heutigen Tag, besonders die Vorstellung unser Skalpell zu schärfen gefällt mir.~

Nachmittags testeten wir, wenig seriös, Paprika Chips. Schule kann schon auch angenehm sein, obwohl mir die Lust auf Chips für eine Weile vergagen ist. Unser Testsieger waren die Originalen Zweifel Chips.Nach diesem Produkttest, plauderten wir wild durch alle Themen, die natürlich nichts mehr mit dem Auftrag zu tun hatten, bis wir bei Selbstmorden, Selbstmordversuchen, Pädophilen und Gefängnissen ankamen. Da sind wohl so einige in unserem Alter, oder sogar jünger, die sich das Leben nahmen.
Und während die Leute aus meiner Gruppe sprachen, hörte ich zu, so gut es nunmal ging wenn man halbtaub ist. Ich konnte mich gut mit diesen Leuten identifizieren, obwohl ein Sturz vor den Zug nicht als Option zählt, Solidarität gegenüber den Zugfahrern. Wenn dann kurz die Leitung anfassen. Stromschlag. Tot. Ziemlich hohe Erfolgschancen. Ich könnte mich bei unserem Physik Lehrer dafür bedanken, darauf wäre ich sonst nicht gekommen. ~Keine Sorge mir gehts gut.~
Ist schon komisch wenn alle geschockt von Suiziden erzählen und ich mich Frage, wie man meine Tod auffassen würde.

Nach dem offiziellen Unterricht, bin ich noch ein wenig mit dem Guru unterwegs gewesen, da der für mich optimale Zug schon weg war. Den Piloten trafen wir auch noch und wir verpassten einen weitern Zug. Am Banhof, haben wir noch einen Zug verpasst, obwohl wir im Wartehäuschen auf dem richtigen Gleis waren, da wir so sehr in unser Gespräch vertieft waren.  In unserem Gespräch ging es um Selbstverletzung, um die Schnitte, Narben, das Verstecken davon etc.
Dieses Gespräch hatte was, ich redete einfach und ich konnte ehrlich sein. Der Guru und ich, wir nehmen das mit Humor, ist kein Tabu mehr. Gerade heraus, war mir meine Gedanken so einflüsterten. Tatsache: Die letzten Schnitte sind ca 4 Tage alt, die letzten absichtlichen (nennenswerte) Verletzungen so 1-2 Tage. Falls man mir die Klingen nimmt, so habe ich noch meine Nägel. Der Schmerz ist ein anderer, aber es ist Schmerz und das Ergebnis lässt sich ansehen, anfassen und aufkratzen. In meinem Kopf muss ich etwas aufräumen, da herrscht etwas Chaos, wie das weitergehen soll/kann. Denn irgendwie, will ich nicht dass mir das genommen wird. Ausserdem habe ich Angst, das irgendwer dahinter kommt, jemand, der nicht versteht und nicht verstehen kann.

Ich schreibe seit einer gefühlten Ewigkeit, was wohl daher rührt, dass ich bereits 2h für die Schule gearbeitet habe, bevor ich diesen Artikel zu schreiben begann. Für so wenige Worte, die doch so viel bedeuten, nehme ich mir doch gerne die Zeit. Sonst würde ich nur Dümmeres machen.

Und so der Knopfkopf spricht, mehr gibts heute nicht.
~KAIJU~

Aufräumen…

Oft erkennt man nicht, wo die Wege hinführen, welche Hindernisse auf dem Weg sind und wo wir uns helfen lassen können. ~So ein Satz ganz nach chnopfchopf.~
Die letzten Tage waren geprägt von Höhen und Tiefen, meist in ziemlich schnellem Wechsel. Im einen Moment springe ich beinahe übermenschlisch schnell von meinem Stuhl auf und balle die Fäuste, nur um dann zu merken, was passiert ist. Ganz plötzlich fand ich mich in diesem Moment, wo ich da stand, bereit, so stark wie mein Arme es erlauben, gegen den vermeintlichen Gegner zu kämpfen und das obwohl es keine Gefahr gab. Geschlagen habe ich nicht, zum Glück. Der Zorn verschwand dann auch irgendwann wieder.

Ehrlich gesagt, bekomme ich die Woche nicht auf die Reihe, sprich, ich kann nicht erzählen was alles passiert ist, ich bemühe mich trotzdem ein wenig.
Dienstag war Therapie und da wurde neues offen gelegt, was nun auch hier frei heraus geschrieben werden kann. Schön seit einiger Zeit überlege ich mir, hier zu schrieben, dass ich kiffe. Es verbindet und es verbannt die Gedanken, mal besser, mal schlechter.

Donnerstag im Zeichnen waren meine Augen nicht so ganz bei mir und meine Gefühle wohl noch ein Stück weiter weg. Diese paar wenigen Worte unserer Lehrerin hatten genügt und meine Augen überliefen. ~Na toll, mitten in der Stune Tränen in den Augen.~ Hat hoffentlich keiner mitbekommen, verstanden hätte man es nicht, nicht mal ich verstand.

Im einen Moment wollte ich tot sein, im anderen leben, von Zeit zu Zeit sogar sterben. Immer dann, wenn in meinem Kopf der Schalter umspringt, kommt diese Gedankenstimme, nicht die normale, die besondere. Diese Gedankenstimme, die mir erzählt, wie es mir geht, die die Gefühle in Worte zu fassen scheint. Angst ersetzt zu werden, Wut über die anderen, Hass gegen mich selbst.
Solchen Stimmen sollte man nicht zu oft die Kontrolle über sämtliche Gedanken, Gefühle und Handlungen überlassen und doch wehre ich mich meist nicht dagegen.

Ich frage mich, ob ich dass alles den so will und komme immer wieder zu dem Schluss, nein, ich will nicht. Auf der einen Seite will ich nicht ständig Angst haben, ich will nicht Gefangen sein von meinen Gedanken, ich will die Kontrolle nicht verlieren und auf der anderen Seite, will ich das Blut, ich will die Schnitte, die Verletzungen, ich will nicht mehr leben, will nicht aufstehen, will mich nicht bewegen und lasse mich vollkommen auf die Gedanken ein, die mich immer weiter in einen dunklen Abgrund ziehen.
Und doch lache ich, ich bin amüsiert von den kläglichen Resten meiner selbst und es bereitet mir fast Vergnügen zu sehen, zu was ich geworden bin.

~Schreibe ich so schrecklich wie ich das empfinde? Grauenhaft.~ Ich flüchte mich in die Welt von Metin2, da gibt es immerhin Aufgaben, die mir lösbar und lohnenswert erscheinen.

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu motzen hab ich nicht.
~KAIJU~

Verschlafen und die Folgen davon

Der Titel sagts schon. Ich hab irgendwie meinen Wecker ausgeschaltet und bin dann erneut eingeschlafen. Das Gefühl als ich wusste, die ersten beiden Stunden verpasst zu haben war schon ganz schön beknackt. Sofort begann ich mich mies zu fühlen. Ich hasse sowas ja, ich hasse mich in solchen Situationen. Ein paar Schläge links, ein paar rechts und zack, auf dem Arm sind auch zwei neue Linien. Morgens weinen, noch bevor Schule ist, ein schlechter Tagesstart.
Immerhin kein Bildnerisches Gestalten gehabt, ich hasse das Fach. Ist ja eigentlich nur zeichnen, nur kann ich das nicht.

Den Rest des Tages habe ich überstanden. Ich bin wieder auf dem Boden, dem Boden der Tatsachen. Tatsache ist: Ich habe verschlafen. Tatsache ist: Deshalb habe ich mich verletzt. Tatsache ist: Schule macht bereits jetzt wieder mehr Stress, als ich aushalten will/kann.

Ich esse viel, fühle mich so leer dabei und irgendwie kann ich diese innere Leere nicht füllen. Die Gedanken schweifen und schleifen, hüpfen und springen. Mal ist die Welt bunt und dann, wird sie nach und nach dunkel. Und dann wären wir so etwa hier. Wenn ich mir die Situation ansehe, bin ich ganz schön planlos. Ich sehe nicht was nächstet Jahr ist oder sein wird und auch alles andere was kommt macht mir jetzt schon Sorgen. Die Angst vor der Zukunft, vor dem was sein könnte.

Die Realität ist so fern von all dem, von der Zukunft, da ist nichts reales dran. Da ist nichts von dem ich glaube, es erreichen zu können und zu wollen. Die Realität ist auch fern ab von mir. Ich lebe lieber in dieser Traumwelt, dort wo die Farben schöner sind, dort wo die Gedanken nur flüstern. Diese Welt ist noch für mich da und noch bin ich nicht bereit sie aufzugeben, auch wenn sie mir wohl kaum hilft. Wer tut das denn schon?

So geht es nicht weiter. Anders würde es vielleicht gehen, vielleicht auch nicht? Ist es den lohnenswert?

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu berichten hab ich nicht.
~KAIJU~

 

 

I’m fine, but listen..

Mir gehts gut. Meinem Bein auch, steht da drauf. Angeschrieben, kann man sagen.
Es brennt ein wenig. Zufrieden bin ich nicht, mit meinem Werk. War irgendwie dumm, nicht? – Doch, war definitiv dumm, toll gemacht.

Wie sehr will ich irgendwem schreiben, einfach nur erzählen. Ich bekomme Angst, vor mir, vor meinen Gedanken und vor der Situation. Ich hasse und ich will zerstören, völlig sinnlos, völlig unnötig, ohne wahren Grund, ist da diese Wut.
Und dann der vermeintliche Kontrollverlust, Schmerz, Angst, die Gedanken werden langsamer.
Warum ist keiner da, dem ich erzählen könnte? Ganz allein, ich möchte ja keinen belasten.

Der Schmerz im Bein ist real, genau wie die Scherbe real war, das Blut ist ebenfalls da. ~Es ist nicht eine Träne wert. Ich bin nicht eine Träne wert.~

Schwer und kalt, einsam und allein, verängstigt und übermütig, alles schwankt.

Und so der Knopfkopf spricht, bis alles zusammen bricht.
~KAIJU~

Der Grund aufzustehen

Aufstehen! Bin ich ja grundsätzlich schon kein Fan, aber heute war echt ein bisschen zu krass. Ich bin gestern um halb 3 Nachmittags aufgestanden, was dann doch recht spät ist. Heute stand ich um halb 4 auf. Nicht, dass ich solange geschlafen hätte, ich war schon zuvor mehrmals wach. Aufstehen jedoch, kam nicht in Frage. Ich fühle mich schwer und gleichzeitig leer. Ich wälzte mich und versuchte einen Grund zu finden, nicht länger im Bett zu bleiben. Der einzige Grund, mich zu erheben, war die Toilette aufzusuchen.

Ich war zeitweise wach, habe auf meinem DS Pokémon gespielt. Doch auch die Lust zu spielen verging. ~Onlinespielen, das wäre ein Grund aufzustehen, oder zumindest den Laptop zu holen.~
Ich lag bald wieder da, wie tot, hin und her wälzend und mit trüben Gedanken. Angst, Zweifel, Wut, Hoffnungslosigkeit.
In einem dämmrigen Schlafzustand habe ich meinen morgen bzw. meinen Tag verbracht.

Ich bin trotzdem wach, ich habe die Kanninchen gefüttert, habe mit meinem Kater geknuddelt. Die Gedanken waren laut und düster, um mich war Stille, bis mein Bruder auftauchte. Völlig unmotiviert vor dem Fernseher gesessen und Lasagne in mich rein geschaufelt. Ein wenig mit meinem Bruder gesprochen, so langsam wird er mir immer symphatischer.

Ich bin entäuscht, entäuscht von mir, entäuscht vom Leben. Ich sah heute keinen Grund das Bett zu verlassen, ich sah keinen Sinn darin, irgendwas zu tun. Wofür auch? Ich sterbe doch sowieso. Keiner weiss wohin mit mir, ich am allerwenigsten. Es ist doch alles nur eine Zeifrage, warum etwas beginnen, dass nie zuende geführt werden wird?

Ich sollte glücklich sein, ich sollte Spass haben. Ich will flüchten, wie ich es schon so lange mache. Mich hinter irgendwas verstecken, nicht da sein, unsichtbar sein.
Einen neuen Charakter erstellen, oder vielleicht auch zehn, wer weiss das schon? Ich will wieder spielen, Tagelang, Nächtelang. Einen Grund aufzustehen, eine Aufgabe. Ein Ziel worauf ich meine Gedanken fixieren kann. Ein Anonymer Krieger in einer nie endenden Onlineschlacht. Eine Welt, in der egal ist, wie man ist und was man erlebt hat, die Welt von damals.

Ich schreibe viel zu langsam, so fühlt es sich an. Es kann mir doch egal sein, wie lange ich brauche um einige Zeilen für das grenzenlose Internet zu schreiben. Und doch irgendwie, meine Zeit mit dem tippen von Wörtern zu verbringen, ist das sinnvollste, was ich sehe.

Und so der Knopfkopf spricht, aufstehn, lieber nicht.
~KAIJU~

Auszeit

Heute ist Samstag, wenn das eine Rolle spielt. Ich war nicht untätig, ganz und gar nicht. Gestern war die Ente bei mir, ein wenig reden, Film schauen, lachen. Doch schmerzlichst stelle ich fest, wie still es wird, wie still ich werde.
Heute morgen, war ich bei meinem Zwilling, reden, mit dem Hund spazieren, lachen. Doch auch hier, bin ich still, ich weiss nicht was ich sagen soll und was nicht, also schweige ich.
Dannach bin ich in den Zug gestiegen, da ich aufgrund der Busverbindungen nicht heim konnte. Eine E-Shisha gekauft und dann habe ich, per Zufall, den Guru plus Anhängsel getroffen. Noch einige Dinge mehr gekauft und dann heim.Bei meinen Grosseltern vorbei, Geld bekommen, ein wenig geredet.

Nach einer Dusche, hab ich dann begonnen, meine Sachen zu packen, denn schon morgen, verschwinde ich. Skilager ist angesagt, Abstand nehmen, von all dem. Eine Auszeit von den Gedanken, den Gefühlen, der Angst. Eine Auszeit von der Schule, dem Lernen, den Prüfungen, den Aufgaben. Eine Auszeit vom Ernst des Lebens. Ich werde mich flüchten, in eine verzerrte Welt, wie schon so oft.

Und nun sitze ich hier, schreibe einige Zeilen, die doch nicht so sind wie ich erwartet habe. Das Haus ist leer, nur mein kleiner Kater ist bei mir. Er schläft hinter mir auf dem Sofa, ganz friedlich, als wäre die Welt in Ordnung. Wunderschön so eine Katze, Faszination pur. Ich liebe Katzen. Fressen, schlafen (bis zu 22h am Tag!), sich streicheln lassen und so weiter. ~Das Leben einer Katze, wäre es nicht wundervoll?~

Es ist still, nur das Summen meines Laptops und das Geräusch der Tastatur. ~Ich glaube, dass ich diese Ruhe, diese Stille bald vermissen werde.~ Wie werde ich das Lager ertragen? Wird es eine Erleichterung, bekomme ich die Auszeit die ich suche? Wird es eine Qual?

Ich freue mich, endlich wieder ein Brett unter den Füssen zu haben und die Skipisten unsicher zu machen. Ich freue mich auf den Schnee, auf das Fahren, auf die Gespräche.
Und doch fürchte ich, in Panik zu geraten, wenn die Pisten zu steil werden, wenn die andern zu schnell fahren oder der Nebel alles verschluckt. Ich habe Angst, durchzudrehen, 24h unter Menschen, keine Ruhe, kein Rückzug.
Der Pilot und die Seherin werden dass schon hinbiegen und die anderen, die ich kenne, werden hoffentlich auch hilfreich sein.

Ich werde mich hier melden, wenn ich zurück bin.

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu motzen hab ich nicht.
~KAIJU~