Tag Archive: einsam


Wie gelähmt

Wie gelähmt, so fühle ich mich, leer, kalt, einsam, eingesperrt, isoliert, allein, unwichtig. Mein Leben wird stiller, meine Gedanken nehmen viel Platz ein. Ich bin leer und doch voll, voll Hass, voll Entäuschung, voll mit Wut. Unglaublich schwer, alles, das Leben, das Bewegen, das Atmen.

In meinem Kopf formen sich mehr und mehr Pläne, es entstehen fixere Ideen. Ich kann teile meiner Arme spühren, Schmerzen in den Handgelenken und auf den Unterarmen. Ich habe Angst, gerade jetzt. Ich lösche Zeilen, ich kann meine Gedanken nicht ordnen. Der dritte Versuch zu schreiben. Ich war doch ferig mit dem Eintrag, über 600 Wörter und dann, doch nicht, nicht zufrieden, schlecht geschrieben, zu chaotisch. Schnell waren die Zeilen weg, löschen ist einiges einfacher.

Der Fakt, dass ich am dritten Versuch bin, macht mich fertig. In mir steigt viel mehr Wut als notwendig auf, warum kann ich dass den verdammt noch mal nicht? Wieso kann ich das alles hier nicht?

Warum muss das Leben so schwer sein, der Körper so leer sein, die Gedanken destruktiv und die Einstellung negativ?
Wohin soll das Leben bringen, zu jedem Schritte muss man mich zwingen, der Antrieb ist weit fort und die Motivation ist auch dort.
Ich fühle den Schmerz, im Arm wie im Herz, ich breche innerlich in Stücke, bin nur noch die Verrückte.
Das Atmen ist so anstrengend, alles wirkt einengend, ich kann hier nicht bleiben, kann das nicht beschreiben…

Die Worte wollen nicht, die Gedanken auch nicht, die Gefühle verweigern den Dienst und auch der Körper packt noch Beschwerden drauf. Das Leben macht unglaublichen Spass…

Und so der Knopfkopf spricht, mehr schreiben kann ich nicht.
~KAIJU~

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Meine Gedanken haben sich trotz vieler Versuche nicht Blogtauglich formulieren lassen. Deshalb ein etwas älterer Text aus meiner Sammlung. ~Ich sollte wieder anfangen mehr zu schreiben…~

Du gehst deinen Weg, gibst mir das Gefühl unwichtig zu sein, du sagst komm leb, du lässt mich allein.

Dir geht es gut, du kannst glücklich sein, deine Welt ist bunt, ich fühl mich allein.

Du sagst du bist da für mich, ich kann nicht ohne dich sein, jeder kämpft für sich, ich kämpfe allein.

Ich möchte fühlen das Glück, nicht mehr einsam sein, doch ohne Gegenstück, fühl ich mich so allein.

Du hast mich verraten, wolltest frei sein, hast mich fallen lassen, nun bin ich allein.

Hab dich nicht wieder gefunden, wolltest weg sein, streutest Salz in meine Wunden, schon war ich allein.

Ich suche noch immer, will wieder fröhlich sein, kommt es noch schlimmer, bleibe ich allein?

Beziehungen

Es ist Herbst, und ich bin mir sicher, jeder kennt dieses Gefühlt, wenn es draussen kalt ist und man nur drinnen bleiben möchte. Und weil Herbst ist, wünschen wir uns nicht allein zu sein, einen Partner zu haben und gemeinsam den Winter zu überstehen. Wie schön wäre es, in den Armen eines andern zu liegen, seine Wärme zu spüren und einfach nicht alleine sein. ~Erkennt sich da jemand?~

Es gibt bereits einige, die einen Partner gefunden haben, folglich laufen diese Menschen als Paar durch die Welt. Es ist wie eine Epidemie, sie sind überall und können gar nicht genug Nähe und Liebe von einander bekommen. ~Kotzwürg.~ Es ist ja irgendwie schön süss, aber trotzdem hasse ich sie, da sie genau das zu haben scheinen, was so mancher Single auch gerne hätte. Nichts macht einem mehr bewusst, wie alleine und einsam man ist, als ein glückliches Paar.  Ich hasse sie aber nur teilweise deswegen. Der Hauptgrund wäre wohl der folgende: Paare verkörpern Vernachlässigung und Verlassen werden. Ganz ruhig, das ist meine Meinung! Für mich sind Menschen, die in einer Beziehung sind, meist nicht mehr da. Einige Beispiele, mein Vater, in einer Beziehung, nie für mich da, Freunde, die eine Beziehung haben, melden sich nicht, schwärmen nur von anderen und leben in einer anderen Welt.

Ich hasse das, ich verabscheue Päärchen, wenn es solche sind, die einzeln aufhören zu existieren. Wenn man sie nur im Doppelpack trifft und sie, mit jedem Blick, mit jeder Geste ihr Glück zur Schau stellen. Ich fürchte mich unglaublich davor, wenn noch mehr aus meinem Freundeskreis einen Partner finden, denn dann, haben sie keine Zeit mehr für Freundschaften. Ich schiebe Panik, wenn sich Leute mit anderen irgendwie irgendwo treffen, aus Angst, dass sie mit einem Traumpartner zurück kommen und sie micht nicht mehr brauchen.  Damals, mit meinem Ex, war ich immer extrem darum bemüht, meine Freunde zu sehen, da ich nicht zu denen gehören wollte, die Freunde vernachlässigen, nur weil sie eine Beziehung haben. Ich wollte nicht, nach Ende der Beziehung, keine Freunde mehr haben, da ich sie vernachlässigt habe. Gut meine Freundschaften hatten nicht gelitten, dafür die Beziehung, aber das ist egal, die war von Anfang an zum scheitern verurteilt.

Es ist also Herbst und wie schon so oft, wünsche ich mir, nicht allein zu sein, nicht einsam, jemanden zu haben, der verpflichtet ist, bei mir zu sein. Ich will dass, was all die doofen Päärchen haben, nur möchte ich es dann nicht so übertreiben. Ich möchte nur, dass sich jemand um mich sorgt, um ich kümmert, mein Vater tuts ja nicht, meine Freunde haben wichtigeres zu tun, sie geben mir das Gefühl, dass ich im Weg bin, ein Problem bin, alles nur falsch mache.

Kurzum, Päärchen übertreiben es! Wenn ihr glücklich seid, teilt das mit Freunden, nicht damit angeben, bleibt euch treu, denkt über euren Partner hinaus, vernachlässigt nicht euere Freunde, sonst verliert ihr sie. Ihr dürft euch ja gern haben und alles, aber auffressen könnt ihr euch privat! ~Ein Päärchen, welches übertreibt mit zur Schau stellen von Liebe in meiner Gegenwart, Stress pur, ich fühle mich unwohl, extrem unwohl.~

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu motzen hab ich nicht.
~KAIJU~

Einsam

Einsam, immer allein sein, verletzt, versetzt, abgeschreckt. Angst vor dem Vertrauen, Angst vor der Nähe, doch der Wunsch danach ist gross. Ist es so wie ich denke? Habe ich mein Herz bereits vergeben? Wird es oder wurde es gebrochen? Warum finden andere, egal was sie machen, einen Parter für Zärtlichkeiten? Will ich das auch? Angst! Was wenn ich verletzt werde, oder wenn ich verletze. Ich verdiene es nicht, ich bin allein.
Ich will doch nur Nähe fühlen, Wärem spüren, lieben und geliebt werden.

Doch wenn da Gefühle sind, so verleugne ich diese, will ich wirklich meinen Traumpartner oder einfach irgendeinen Partner, bin ich bereit dafür? Illusionen, Einbildung, Überreaktion, Wünsche, Träume, Hoffnungen, Ängste. Ich will das, was andere haben, ich will glücklich sein, verstanden werden, geliebt mit allen Ecken und Kanten.
Ich bin zu jung für all meine Problem, ich bin zu jung um einsam zu sein, doch bin ich es. Sei es nun Gott, die Götter oder das Schicksal, was auch immer die Dinge bestimmt, es steht auf Kriegsfuss mit mir. Ich habe Angst, ist etwas falsch mit mir? Wenn es bei andern klappt, das egal wo sie sind, sie immer einen Knuddel/Kuschelpartner finden, warum kann das bei mir nicht funktionieren? Muss ich wirklich öfter weg? Es muss ja nicht mal ein Partner für immer sein, es reicht wenn ich aufgebaut werde, ich wünscht es mir so sehr. Nicht mehr allein, nicht mehr einsam sein.

~Oder ich akzeptiere, dass ich als erstes, die Beziehung zu mir selbst in den Griff bekommen sollte. Erst dann sollte ich mich um die verwirrenden anderen Gefühle in mir konzentrieren.~

Und so der Knopfkopf spricht, ganz verlassen bin ich nicht.
~KAIJU~

Ich hatte gehofft weinen zu können, doch ich konnte es nicht, mehr als feuchte Augen liegen momentan nicht drin. Weinen? Warum? Ich begleitete meine Schwester ein Stück auf ihrem Weg nach Italien, wo sie ein Jahr bleiben wird.~Ein Jahr ohne meine Schwester, wie wird das enden?~ Zu sehen wie sie sich von ihrem Freund verabschiedete war ziemlich emotional, doch meine Augen wollten keine Träne losschicken. Als ich sie dann verabschiedete, im Wissen, sie wohl länger nicht wieder zu sehen, auch da keine Tränen. ~Ich weiss nicht ob das gut ist, warum kann ich nicht mehr weinen?~
Danach in den Zug, zwei Banhöfe zu früh ausgestiegen, Ankerbuch gekauft. Ich musste das ja beinahe machen, ich hatte Geld und den Willen mir Irgendwas zu kaufen, also warum nicht etwas das ich sowieso brauche.
Das Ankerbuch ist recht klein, kein bisschen farbig, aber es gefällt mir, mit den Blumen, welche es zieren und wenn man es anfässt kann man das Muster, die Formen der Blumen spüren. Ich werde es wohl bei meinen Freunden mal rumreichen, dann können die etwas nettes/schönes reinschreiben, den ich bin zu leer für fröhliche Gedanken. Fotos werden da auch rein kommen, aber die muss ich erst ausdrucken gehen, das kann dauern.Buch gekauft, bei einem Fotodrucker vorbeigeschaut, zum Banhof in den Zug, wieder raus aus dem Zug, zurück zu den Läden. Tabak gekauft und dann mit dem Zug zum richtigen Banhof. Dort erneut in einen Laden, dor habe ich mir eine Yogamatte gekauft, meinem Rücken zuliebe. Dann auf den Bus und Heim.
Es ist Wochenende, jeder liebt Wochenenden, aber ich mag sie nicht sonderlich. Klar, kein Stress mehr von den Lehrern, aber auch keine Kollegen mehr um mich. Samstag und ich habe nichts vor, garnichts. Das Verabschieden meiner Schwester zähl ich mal nicht als was vorhaben. Ich hasse es, ich hasse das Gefühl am Samstag alleine zu sein. Will den keiner mit mir zu tun haben? Ich hasse es, ich bin allein, ich fühle mich einsam und verlassen, ich beginne zu denken, zu hassen, zu fallen.
Ich freue mich mal auf morgen, wird schon besser sein, da bin ich ja nicht allein. Logischerweise bin ich Sonntags öfter verabredet als Samstags. ~Macht Sinn oder?~
Schönes Wochenende euch allen, ihr habt bestimmt bessere Laune und mehr zu tun als ich.

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu klagen hab ich nicht.
~KAIJU~