Tag Archive: Einsamkeit


Meine Gedanken haben sich trotz vieler Versuche nicht Blogtauglich formulieren lassen. Deshalb ein etwas älterer Text aus meiner Sammlung. ~Ich sollte wieder anfangen mehr zu schreiben…~

Du gehst deinen Weg, gibst mir das Gefühl unwichtig zu sein, du sagst komm leb, du lässt mich allein.

Dir geht es gut, du kannst glücklich sein, deine Welt ist bunt, ich fühl mich allein.

Du sagst du bist da für mich, ich kann nicht ohne dich sein, jeder kämpft für sich, ich kämpfe allein.

Ich möchte fühlen das Glück, nicht mehr einsam sein, doch ohne Gegenstück, fühl ich mich so allein.

Du hast mich verraten, wolltest frei sein, hast mich fallen lassen, nun bin ich allein.

Hab dich nicht wieder gefunden, wolltest weg sein, streutest Salz in meine Wunden, schon war ich allein.

Ich suche noch immer, will wieder fröhlich sein, kommt es noch schlimmer, bleibe ich allein?

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Beziehungen

Es ist Herbst, und ich bin mir sicher, jeder kennt dieses Gefühlt, wenn es draussen kalt ist und man nur drinnen bleiben möchte. Und weil Herbst ist, wünschen wir uns nicht allein zu sein, einen Partner zu haben und gemeinsam den Winter zu überstehen. Wie schön wäre es, in den Armen eines andern zu liegen, seine Wärme zu spüren und einfach nicht alleine sein. ~Erkennt sich da jemand?~

Es gibt bereits einige, die einen Partner gefunden haben, folglich laufen diese Menschen als Paar durch die Welt. Es ist wie eine Epidemie, sie sind überall und können gar nicht genug Nähe und Liebe von einander bekommen. ~Kotzwürg.~ Es ist ja irgendwie schön süss, aber trotzdem hasse ich sie, da sie genau das zu haben scheinen, was so mancher Single auch gerne hätte. Nichts macht einem mehr bewusst, wie alleine und einsam man ist, als ein glückliches Paar.  Ich hasse sie aber nur teilweise deswegen. Der Hauptgrund wäre wohl der folgende: Paare verkörpern Vernachlässigung und Verlassen werden. Ganz ruhig, das ist meine Meinung! Für mich sind Menschen, die in einer Beziehung sind, meist nicht mehr da. Einige Beispiele, mein Vater, in einer Beziehung, nie für mich da, Freunde, die eine Beziehung haben, melden sich nicht, schwärmen nur von anderen und leben in einer anderen Welt.

Ich hasse das, ich verabscheue Päärchen, wenn es solche sind, die einzeln aufhören zu existieren. Wenn man sie nur im Doppelpack trifft und sie, mit jedem Blick, mit jeder Geste ihr Glück zur Schau stellen. Ich fürchte mich unglaublich davor, wenn noch mehr aus meinem Freundeskreis einen Partner finden, denn dann, haben sie keine Zeit mehr für Freundschaften. Ich schiebe Panik, wenn sich Leute mit anderen irgendwie irgendwo treffen, aus Angst, dass sie mit einem Traumpartner zurück kommen und sie micht nicht mehr brauchen.  Damals, mit meinem Ex, war ich immer extrem darum bemüht, meine Freunde zu sehen, da ich nicht zu denen gehören wollte, die Freunde vernachlässigen, nur weil sie eine Beziehung haben. Ich wollte nicht, nach Ende der Beziehung, keine Freunde mehr haben, da ich sie vernachlässigt habe. Gut meine Freundschaften hatten nicht gelitten, dafür die Beziehung, aber das ist egal, die war von Anfang an zum scheitern verurteilt.

Es ist also Herbst und wie schon so oft, wünsche ich mir, nicht allein zu sein, nicht einsam, jemanden zu haben, der verpflichtet ist, bei mir zu sein. Ich will dass, was all die doofen Päärchen haben, nur möchte ich es dann nicht so übertreiben. Ich möchte nur, dass sich jemand um mich sorgt, um ich kümmert, mein Vater tuts ja nicht, meine Freunde haben wichtigeres zu tun, sie geben mir das Gefühl, dass ich im Weg bin, ein Problem bin, alles nur falsch mache.

Kurzum, Päärchen übertreiben es! Wenn ihr glücklich seid, teilt das mit Freunden, nicht damit angeben, bleibt euch treu, denkt über euren Partner hinaus, vernachlässigt nicht euere Freunde, sonst verliert ihr sie. Ihr dürft euch ja gern haben und alles, aber auffressen könnt ihr euch privat! ~Ein Päärchen, welches übertreibt mit zur Schau stellen von Liebe in meiner Gegenwart, Stress pur, ich fühle mich unwohl, extrem unwohl.~

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu motzen hab ich nicht.
~KAIJU~

Sag was anderes

Ich habe mich etwas beruhigt, ich bin nicht mehr so gereizt wie gestern. Im Gegenteil, ich bin recht ruhig, allerdings extrem verwirrt. Und wenn ich ehrlich bin, dann bin ich noch immer sauer. War es ein „Das ist es sehr warscheinlich nicht..“ oder war es das Gegenteil? Ich glaube tatsächlich, bereits verdrängt zu haben was ich gehört habe, da ich es nicht hören möchte.

Ich will was hören, das nicht ganz so einfach ist, wenn mir jemand sagt, was ich bereits weiss, hilft es dann? Ich will nicht hören, dass ich normal bin, ich will nicht normal sein. Ich bin schwach, wenn man das Ganze so simpel betrachtet, zu schwach für das Leben, zu schwach für die Welt. Ich will was schlimmes hören, irgendwas das erklärt warum ich so fühle, irgendwas das mir klar macht, warum ich so bin wie ich bin, ich will einen schäusslichen, hässlichen Namen für das schwarze-klebrige-emotionsverstärkende Etwas. ~Je grässlicher die Diagnose desto besser.~ Schiebt nicht alles auf das erst Beste, verdammt das ist viel zu einfach!

Der Guru war gestern noch bei mir, sie scheint erstaunlich viel zu verstehen, man kann so echt gut reden. Ich konnte mich aufregen, ja genau so war es mir zu Mute. Gestern war halt Katastrophe, ist so ja! Ich wollte nur weg, ich hatte nach Mathe und der dazugehörigen Aggressivität, allerdings in neuem Ausmass,  erneut eine veränderte Wahrnehmung, ich hatte Angst, ich wollte weg, ich wäre sogar heim gegangen! Wenn ich gekonnt hätte, wäre ich gerannt, so weit wie ich gekommen wäre. Sieht mein Leben ab jetzt wirklich so aus? Werde ich täglich solchen Zorn und Hass in mir fühlen, werde ich dannach wie auf Drogen sein, werde ich mich kratzen nur um zu fühlen, werde ich schweigen und wird mir auf ewig übel sein?

Klar, nennen wir es doch ganz einfach Schwäche, Einsamkeit, Normal. ~Ich verstehe die Menschen, die sich Schmerzen zufügen von Tag zu Tag besser.~ Ist ja auch wunderschön, Wunden, Blut, Narben, Schmerzen. Ich bin einsam, danke wusst ich ja noch nicht, sagt mir das doch bitte alle ins Gesicht, auf drei los, sagt mir dann noch, das ich normal bin, genau wie alle andern, nur schwach. Kann nicht einfach mal jemand sagen das ich nicht „gesund“ bin, das ich nicht normal bin? Irgendwas schlimmes, irgendwas das ich den Leuten sagen kann, die so dumm fragen, was den los sei.

Oder sind wir so weit, dass einem niemand glaubt, ich meine so richtig garkeiner? Muss ich meinen Arm jedem zeigen? Muss ich erzählen, das ich den Schmerz wollte, muss ich das öfter machen, damit mir geglaubt wird? Bin ich denn wirklich so allein? Ich glaube manchmal, keine Freunde zu haben, ganz allein zu sein, wirklich allein. Wisst ihr dazu braucht es nur einige Stunden, nicht ein mal, einige Minuten können genügen. Eine einzelne unbedeutende Nachricht kann genügen, ein Wort, ein Bild, eine Serie.

Ich weine, ich fürchte mich, ich hasse, ich habe ein unglaubliches Verlangen zu zerstören. ~Stellt euch das Folgende mit einer zuckersüssen, bitterbösen, ironischen Stimme vor.~ Ich bin ja einfach nur gesund, ich bin normal, das Leben geht halt weiter, ich traure ja nur, es ist alles so einfach, ich bin einfach zu dumm für das Leben, ich verdiene es ja nicht, doch noch weniger verdiene ich den Tod, denn dann würde ich nicht leiden. ~Kotzwürg, die Worte kommen wie von selbst.~

Genug Scheisse für einen Eintrag findet ihr nicht? Ich langweile euch ja bestimmt nur, ist doch nur so n Teenie Ding, die Kleine soll einfach mal auf ihr Leben klar kommen, sich mit ihrem Vater vertragen, den Tod ihrer Mutter verarbeiten, damit leben, dass ihre Schwester in Italien ist und dann auch noch die Schule und alles paken, ganz einfach. Sie soll aufhören, ein Drama zu machen, ist ja eh alles nur wegen der Aufmerksamkeit, das ist doch alles nur Show. ~Danke für das Verständnis Umwelt, jetzt geht es mir so viel besser.~

Und noch der Knopfkopf spricht, bis alles zerbricht.
~KAIJU~