Tag Archive: Gefühle


Aufräumen…

Oft erkennt man nicht, wo die Wege hinführen, welche Hindernisse auf dem Weg sind und wo wir uns helfen lassen können. ~So ein Satz ganz nach chnopfchopf.~
Die letzten Tage waren geprägt von Höhen und Tiefen, meist in ziemlich schnellem Wechsel. Im einen Moment springe ich beinahe übermenschlisch schnell von meinem Stuhl auf und balle die Fäuste, nur um dann zu merken, was passiert ist. Ganz plötzlich fand ich mich in diesem Moment, wo ich da stand, bereit, so stark wie mein Arme es erlauben, gegen den vermeintlichen Gegner zu kämpfen und das obwohl es keine Gefahr gab. Geschlagen habe ich nicht, zum Glück. Der Zorn verschwand dann auch irgendwann wieder.

Ehrlich gesagt, bekomme ich die Woche nicht auf die Reihe, sprich, ich kann nicht erzählen was alles passiert ist, ich bemühe mich trotzdem ein wenig.
Dienstag war Therapie und da wurde neues offen gelegt, was nun auch hier frei heraus geschrieben werden kann. Schön seit einiger Zeit überlege ich mir, hier zu schrieben, dass ich kiffe. Es verbindet und es verbannt die Gedanken, mal besser, mal schlechter.

Donnerstag im Zeichnen waren meine Augen nicht so ganz bei mir und meine Gefühle wohl noch ein Stück weiter weg. Diese paar wenigen Worte unserer Lehrerin hatten genügt und meine Augen überliefen. ~Na toll, mitten in der Stune Tränen in den Augen.~ Hat hoffentlich keiner mitbekommen, verstanden hätte man es nicht, nicht mal ich verstand.

Im einen Moment wollte ich tot sein, im anderen leben, von Zeit zu Zeit sogar sterben. Immer dann, wenn in meinem Kopf der Schalter umspringt, kommt diese Gedankenstimme, nicht die normale, die besondere. Diese Gedankenstimme, die mir erzählt, wie es mir geht, die die Gefühle in Worte zu fassen scheint. Angst ersetzt zu werden, Wut über die anderen, Hass gegen mich selbst.
Solchen Stimmen sollte man nicht zu oft die Kontrolle über sämtliche Gedanken, Gefühle und Handlungen überlassen und doch wehre ich mich meist nicht dagegen.

Ich frage mich, ob ich dass alles den so will und komme immer wieder zu dem Schluss, nein, ich will nicht. Auf der einen Seite will ich nicht ständig Angst haben, ich will nicht Gefangen sein von meinen Gedanken, ich will die Kontrolle nicht verlieren und auf der anderen Seite, will ich das Blut, ich will die Schnitte, die Verletzungen, ich will nicht mehr leben, will nicht aufstehen, will mich nicht bewegen und lasse mich vollkommen auf die Gedanken ein, die mich immer weiter in einen dunklen Abgrund ziehen.
Und doch lache ich, ich bin amüsiert von den kläglichen Resten meiner selbst und es bereitet mir fast Vergnügen zu sehen, zu was ich geworden bin.

~Schreibe ich so schrecklich wie ich das empfinde? Grauenhaft.~ Ich flüchte mich in die Welt von Metin2, da gibt es immerhin Aufgaben, die mir lösbar und lohnenswert erscheinen.

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu motzen hab ich nicht.
~KAIJU~

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Verschlafen und die Folgen davon

Der Titel sagts schon. Ich hab irgendwie meinen Wecker ausgeschaltet und bin dann erneut eingeschlafen. Das Gefühl als ich wusste, die ersten beiden Stunden verpasst zu haben war schon ganz schön beknackt. Sofort begann ich mich mies zu fühlen. Ich hasse sowas ja, ich hasse mich in solchen Situationen. Ein paar Schläge links, ein paar rechts und zack, auf dem Arm sind auch zwei neue Linien. Morgens weinen, noch bevor Schule ist, ein schlechter Tagesstart.
Immerhin kein Bildnerisches Gestalten gehabt, ich hasse das Fach. Ist ja eigentlich nur zeichnen, nur kann ich das nicht.

Den Rest des Tages habe ich überstanden. Ich bin wieder auf dem Boden, dem Boden der Tatsachen. Tatsache ist: Ich habe verschlafen. Tatsache ist: Deshalb habe ich mich verletzt. Tatsache ist: Schule macht bereits jetzt wieder mehr Stress, als ich aushalten will/kann.

Ich esse viel, fühle mich so leer dabei und irgendwie kann ich diese innere Leere nicht füllen. Die Gedanken schweifen und schleifen, hüpfen und springen. Mal ist die Welt bunt und dann, wird sie nach und nach dunkel. Und dann wären wir so etwa hier. Wenn ich mir die Situation ansehe, bin ich ganz schön planlos. Ich sehe nicht was nächstet Jahr ist oder sein wird und auch alles andere was kommt macht mir jetzt schon Sorgen. Die Angst vor der Zukunft, vor dem was sein könnte.

Die Realität ist so fern von all dem, von der Zukunft, da ist nichts reales dran. Da ist nichts von dem ich glaube, es erreichen zu können und zu wollen. Die Realität ist auch fern ab von mir. Ich lebe lieber in dieser Traumwelt, dort wo die Farben schöner sind, dort wo die Gedanken nur flüstern. Diese Welt ist noch für mich da und noch bin ich nicht bereit sie aufzugeben, auch wenn sie mir wohl kaum hilft. Wer tut das denn schon?

So geht es nicht weiter. Anders würde es vielleicht gehen, vielleicht auch nicht? Ist es den lohnenswert?

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu berichten hab ich nicht.
~KAIJU~

 

 

Die Gedanken des Lebens

Nur um die auch zu erwähnen. Mal sehen was für Einfälle ich habe.
Die Gedanken des Lebens, die frohen Momente, die kleinen Stücke des Glücks, wir treffen sie wohl öfter in unserem Alltag, doch es fällt uns so leicht sie zu übersehen; Die ersten Anzeichen des Frühlings: die Sonne, die Wärme, Vogelgezwitscher. Die Schönheit der Natur, das Schnurren einer Katze, der Geruch von frischem Essen. Der Geruch von frisch gemähtem Gras oder das Geräusch von Regen. Die Farbe von Blut und der Geschmack von seinem Lieblingsessen.

Ein Buch schreiben, eine Weltreise machen, irgendwann von dieser Zeit erzählen. ~Irgendwo in mir, will das Leben noch gelebt und geliebt werden.~ Einen Ausweg finden, ein Ziel erreichen, etwas aus mir machen, überleben, leben, geniessen.

Unmögliche Gedanken, so nah und doch unerreichbar, wie eine Illusion.
7 Schnitte, Beine und Arme. Dann der Anfall: Alle Geräusche nur noch gedämpft, kein Gleichgewicht, müde, so müde und alles beginnt sich zu drehen. Mit weit entfernter Stimme antworte ich, einer, noch viel weiter entfernten, Stimme. Tief durchatmen, hinsetzen, anlehnen.
Die aufkeimende Panik unterdrücken:
Du kannst das, es ist nicht das erste mal, dass du in dieser Situation bis. Beuhige dich!
Das geht vorbei, nur nicht aufstehen. Von was kommen diese Anfälle? Warum passiert mir sowas? Von den Verletzungen? Oder sagt mir mein Körper ich solle auf anderes verzichten?

Und doch wäre es so nahe, denn: lieben ist nur ein „i“ vom Leben entfernt. ~Die Gedanken tanzen und rennen, sie hüpfen und toben, und doch, ist es unheimlich still.~ So ist das also? Depression und Gefühle und Emotionen in ungeantem Ausmass.

Wer kennt schon den Weg? Wer sieht schon das Leben, das Lieben das Leid? Wurde der Mensch nicht blind? Verletzen, hassen und fühlen, alles so Nahe und doch so weit auseinander. Irgendwie bin ich zufrieden, irgendwie traurig (musikbedingt), irgendwie hasse ich mich.

Ich flüchte mich in eine Serie, irgendwas visuelles, Ablenkung und sowas.

Und so der Knopfkopf spricht, erklären kann ichs nicht. ~Denn manche Dinge, sind zu schwer um sie mit Worten zu beschreiben.~
~KAIJU~

 

Zeit verplämpern…

Ich mache wirklich alles heute nur um nicht Französisch zu lernen. Genie, nicht? Ich hasse diese Sprache halt und irgendwie alles, was mich dazu zwingt, mich damit auseinander zu setzen. Der Grund? Ganz simpel, ich kapier das nicht und seit meine Mutter gestorben ist, will ich es auch nicht mehr kapieren, ich frag nicht mal nach, ich will es einfach nicht.

Ich war heute nicht in der Schule. Und was ist passiert? Welch Wunder, die Welt ist nicht untergegangen! Ich fühle mich allerdings, als hätte ich alles Entscheidende, für die nächsten Tage, verpasst. Eine, für mich absolut unlogische Mail unserer Englischlehrerin bestätigt dies. Dazu das Gefühl alles wichtige verpasst zu haben, also nicht Lerninhalte, sondern Gespräche meiner Freunde.

Irgendwie komme ich nicht so ganz klar damit, dass ich so unwichtig bin. So auf eine ungesunde Art, bin ich sauer, eifersüchtig, verletzt. Ich bin nur irgendwie entäuscht, ich glaube, es ist ziemlich egal, ob ich da bin, oder weg bin, ob ich krank oder gesund bin. Heisst das es wäre auch egal ob ich lebe oder tot bin? Eifersucht und Entäuschung, könnten wie Einbildung und Überreaktion zu meinen Hassfreunden werden.
~Mein Klassenlehrer zeigte Humor und fragte nach, ob es den möglich sei, dass ausgerechnet ich fehle. Kein Schulrekord?~  Nein, ist nicht. Wenn ich es könnte, wäre es schon lange nicht mehr. Wenn der wüsste.

Ich bemerke, dass ich begonnen habe sinnlose Smileys zu verschicken. Ich mag das Wort bereits nicht, viel zu schwere Rechtschreibung: Smileys. Ich verschicke sowas also öfter in letzter Zeit. Nicht weil ich mich so fühle, viel mehr um meinem Mitmenschen, das Leben einfacher zu machen.
Ich packs irgendwie nicht mehr, mich zurück zu halten. Ich bin nunmal ein Pulverfass, ich bin nunmal gereizt. Die geschriebenen Worte, sie zünden mich, die nicht geschriebenen noch viel mehr. Die gesagten Worte, die verletzen mich und alles was ich sage, verletzt andere und ist falsch. Ich bin ruhiger geworden, denn was ich sage, will keiner hören. Man unterbricht mich, lässt mich nicht ausreden, verdreht mir die Worte im Mund. Kurzum, ich bekomme das Gefühl, dass alles was ich sage/mache/denke, falsch ist. Tja Welt, ich bin halt nicht gerade gut darin mich richtig auszurücken, obwohl es auch an meinen Zuhörern liegen kann. Erst wenn wir auf Papier arbeiten, werden meine Worte zu Waffen, erst wenn ich meine Gedanken niederschreibe, beginnen sie verständlich zu werden.

Ich bin stolz auf meine Texte, ich bin stolz auf das, was ich zustande bringe mit meinen Gedanken, wenn ich diese in einen Text packe. Es ist zwar immer gleich, wenn ich meine Gedanken nicht zwinge, etwas anders zu erfinden. Ich verschwende mein Potenzial. Aber es ist so viel einfacher, so zu schreiben wie ich fühle, die Charaktere anzupassen, sodass ich sie bestmöglich verstehe. Ich verschwende mein Potenzial.
Ich ware auf eine Mail, ich glaube diese Mail könnte meine Lust am schreiben, erneut wecken. Meine Lust, mich anzustrengen, geniales zu vollbrigen. Ich warte auf diese Mail jedoch schon seit September. Traurig nicht?

Als am Samstag mein Körper für einige Stunden zufrieden war, hat das schwaze-klebrige-emotionsverstärkende Etwas, ich könnte es ab nun Depression nennen, voll zugehauen. ~Depression ist meiner Meinung nach allerdings erst der halbe Name..~Meine Gedanken an all die Dinge, die ich machen sollte, an all die Sachen, die erledigt werden müssen, sie liessen und lassen mich nicht in Ruhe. Angst, Hass, Rastlosigkeit und Antriebslosigkeit wechseln sich ab. Nach Tränen und tiefster Traurigkeit, kommen Aggressionen und heisskochende Wut. Klares Denken scheint mir unmöglich. Ich platze fast vor innerem Stress und Anspannung als es an der Zeit gewesen wäre, mich für andere zu freuen. Ich war krank, dann hab ich keine Lust mir anzuhören wie viel andere in der Zeit erledigen in der ich gepennt habe. Auserdem tut es weh, zu bemerken wie gut alle ohne mich klarkommen. Wie viel Spass man ohne mich hat, wie viel man erlebt. Eifersucht lässt grüssen.

Ich schreibe nun seit einer Ewigkeit quer durch den Käse der letzten Tage. Französisch lernen, erfolgreich verdrängt. Ich pack mal meine Schulsachen und werfe einen Blick drauf, nur für die innere Stimme, die mir ansonsten das Einschlafen unmöglich macht.

Und so der Knopfkopf spricht, richtig? Ich nicht.
~KAIJU~

Viel mehr als von den andern

Sieht aus, als wäre es gegenteilig, ich suche die Schuld bei ihr und bin überzeugt das sie da ist, allerdings verzeihe ich auch, sie glaubt ich bin der Arsch, ich sei gemein. Was will mir das sagen? Genau, ich bin das Problem, nur ich. Wie soll ich rechtfertigen, das ich so viel erwarte? Wieviel gebe ich den? Ist es genug, kann es genug sein, oder bin wirklich ich der assoziale Teil? Beziehungen pflegen, streiten, versöhnen, doch was bleibt da wirklich? ~Der Teil mit dem Streit war auch mit meinem Ex sehr ausgeprägt.~

Warum fühlen wir, warum geben wir unser Leben in fremde Hände, warum halten die Hände nicht? ~So viele Gedanken in meinem Kopf, doch sie sind nicht düster, obwohl ich hier sitze, meine Wunden aufkratze und mein Blut trinke.~ Warum verlangen wir mehr von einzelnen Personen, wieso ist die Antwort auf die Frage, warum ich solche Dinge nur von ihr will, so schwer zu beantworten, warum ich bei den andern kein Drama mache.

Du bist nah an meinem Herzen, es ist eine Gradwanderung, nur ein Wort ,nur ein Blick ,nur ein Satz und mein Tag ist gebrandmarkt, meine Gedanken schweifen und ich verliere die Kontrolle. Du hast so recht, ich erwarte von dir viel mehr, zu viel? Wie soll ich das sagen? Ich brauche dich, nicht die andern, ich will, dass genau Du da bist, nicht sonstwer, denn mein Kopf will, dass es du bist, egal wie sehr du mich dadurch verletzen kannst. In echt verletze ja wohl ich, ich verletzte dich, ich verletzte mich, und es tut mir leid. Doch weisst du, ich kann nicht vergessen, ich leide an heute, an morgen an gestern. Hoffnung ist so vertrauensseelig wie du, oder umgekehrt.

Und so der Knopfkopf spricht, magst du mich nicht?
~KAIJU~