Tag Archive: kiffen


Schnauze da oben

Ein ganzer Tag voll mit nichts und doch voll mit allem.

Den Morgen hab ich ganz gut überstanden, was aber keineswegs dazu geführt hätte, das ich nun ganz entspannt bin was das Praktikum angeht. Es sind zwar so wenige Stunden und doch ist mir übel.
Vielleicht sind es zu wenige Stunden? Es ist wie Ferien und das ist schlecht, schlecht weil ich so nur am Tv oder an meinem Laptop bin. So wenig zu tun zu haben, bringt Langeweile und Frust. Ich hasse Langeweile und meine Hände hasse ich auch. Ich hasse den Gedanken 3 Wochen nicht in der Schule zu sein, nur wegen meiner Klasse versteht sich. Wieder Schule will ich aber auch nicht, dann beginnt der Stress mit Vorträgen und Prüfungen und Projekten erneut.

Kotzwürg. Ich will nicht. ~Ich schwanke zwischen losheuelen und mir eine klatschen.~ Es macht mir Angst zu wissen, dass ich so viel Zeit haben werde, denn ich weiss nicht was ich mit der Zeit machen soll. Es macht mich traurig und lässt mich alles hinterfragen, wenn ich nur fernsehe und am Laptop bin.
Aber was den sonst? Wieso mache ich mir so einen Scheiss Stress? Wieso kann ich nicht ganz entspannt geniessen, das ich wenig arbeiten muss? Wieso macht es mir Angst morgen die andere Betreuerin kennen zu lernen? Wieso ertrage ich die Menschen nicht wenn sie bei mir sind, nur um sie, sobald sie nicht mehr da sind, zu vermissen?

Gerade jetzt würde ich mich einfach gerne mit dem Guru, der Ente, dem Piloten und was-weiss-ich-wem, zurücklehnen und ein oder zwei Tüten rauchen. Ich wüsste gerne was so bei anderen abgeht, doch ist zu viel Angst zu fragen.
Es fühlt sich an wie ein Knoten im Hals, obwohl es viel eher ein Knoten im Kopf ist, einfach nicht entspannt und ich mag es nicht. Warum kapiert mein Kopf nicht, dass es sinnlos ist, sich wahnsinnig zu machen, wegen morgen? Es ändert eh nichts, es soll mal kommen wie es halt kommt. Schnauze da oben! ~Dieser Satz passt mir ganz gut.~

Es ist als würde ich nur warten. Warten bis ich nach Hause darf, nur um zu merken, dass es da sinnlos ist. Warten bis mein Vater geht, weil ich ihn und vor allem mich in seiner Gegenwart nicht ertrage. Warten bis mein Bruder zu Bett geht, nur um in Ruhe kiffen zu können. Warten bis die Motivation gefunden ist zum aufstehen, nur um dem Schmerz des Bettes zu entkommen. Nein, ich will nicht.
Schnauze da oben! Du hast dir da was vorgenommen, mach den Scheiss auch, du hast ja Zeit. Das ist dein Projekt, also lass nicht schon den Kopf hängen! Ausserdem hast du darüber nachgedacht wieder Sport zu machen und verdammte Scheisse ja, genau das solltest du tun!

Ich glaube ich geh dann mal in den Wald oder so, ich ertrags nicht.

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu schreiben schaff ich nicht.
~KAIJU~

Aufräumen…

Oft erkennt man nicht, wo die Wege hinführen, welche Hindernisse auf dem Weg sind und wo wir uns helfen lassen können. ~So ein Satz ganz nach chnopfchopf.~
Die letzten Tage waren geprägt von Höhen und Tiefen, meist in ziemlich schnellem Wechsel. Im einen Moment springe ich beinahe übermenschlisch schnell von meinem Stuhl auf und balle die Fäuste, nur um dann zu merken, was passiert ist. Ganz plötzlich fand ich mich in diesem Moment, wo ich da stand, bereit, so stark wie mein Arme es erlauben, gegen den vermeintlichen Gegner zu kämpfen und das obwohl es keine Gefahr gab. Geschlagen habe ich nicht, zum Glück. Der Zorn verschwand dann auch irgendwann wieder.

Ehrlich gesagt, bekomme ich die Woche nicht auf die Reihe, sprich, ich kann nicht erzählen was alles passiert ist, ich bemühe mich trotzdem ein wenig.
Dienstag war Therapie und da wurde neues offen gelegt, was nun auch hier frei heraus geschrieben werden kann. Schön seit einiger Zeit überlege ich mir, hier zu schrieben, dass ich kiffe. Es verbindet und es verbannt die Gedanken, mal besser, mal schlechter.

Donnerstag im Zeichnen waren meine Augen nicht so ganz bei mir und meine Gefühle wohl noch ein Stück weiter weg. Diese paar wenigen Worte unserer Lehrerin hatten genügt und meine Augen überliefen. ~Na toll, mitten in der Stune Tränen in den Augen.~ Hat hoffentlich keiner mitbekommen, verstanden hätte man es nicht, nicht mal ich verstand.

Im einen Moment wollte ich tot sein, im anderen leben, von Zeit zu Zeit sogar sterben. Immer dann, wenn in meinem Kopf der Schalter umspringt, kommt diese Gedankenstimme, nicht die normale, die besondere. Diese Gedankenstimme, die mir erzählt, wie es mir geht, die die Gefühle in Worte zu fassen scheint. Angst ersetzt zu werden, Wut über die anderen, Hass gegen mich selbst.
Solchen Stimmen sollte man nicht zu oft die Kontrolle über sämtliche Gedanken, Gefühle und Handlungen überlassen und doch wehre ich mich meist nicht dagegen.

Ich frage mich, ob ich dass alles den so will und komme immer wieder zu dem Schluss, nein, ich will nicht. Auf der einen Seite will ich nicht ständig Angst haben, ich will nicht Gefangen sein von meinen Gedanken, ich will die Kontrolle nicht verlieren und auf der anderen Seite, will ich das Blut, ich will die Schnitte, die Verletzungen, ich will nicht mehr leben, will nicht aufstehen, will mich nicht bewegen und lasse mich vollkommen auf die Gedanken ein, die mich immer weiter in einen dunklen Abgrund ziehen.
Und doch lache ich, ich bin amüsiert von den kläglichen Resten meiner selbst und es bereitet mir fast Vergnügen zu sehen, zu was ich geworden bin.

~Schreibe ich so schrecklich wie ich das empfinde? Grauenhaft.~ Ich flüchte mich in die Welt von Metin2, da gibt es immerhin Aufgaben, die mir lösbar und lohnenswert erscheinen.

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu motzen hab ich nicht.
~KAIJU~

Selbstverletzung VS Drogen

Was will unsere Gesellschaft, was wird verlangt, was darf man, was will gesehen werden und was nicht. Keine Frage, wir sind eine Leistungsgesellschaft, es zählt was man hat und was man kann. Es scheint eine Todsünde zu sein, wenn man nicht weiss, was man will, wenn man nicht fähig ist, etwas so wie gewollt zu erledigen.

Also hat man Stress, man fühlt sich unwohl, man zerreisst innerlich, man fühlt sich schlecht, wertlos. Man will sich besser fühlen, oder immerhin anders. Die Gesellschaft tritt einem mit Füssen, nun da man nicht mithält. Das Individuum braucht also ein Mittel um Druck abzubauen, um den Stress loszuwerden um sich abzulenken.
Da wären zwei Dinge, auf die ich hier eingehe. ~Alles in der Theorie, oder so.~ Man kann sich selbst verletzen oder man greift zu Drogen. Zur Veranschaulichung nemen wir an, wir haben in der Kategorie Selbstverletzung: Ritzen, sich wund kratzen, Wunden nicht verheilen lassen/ immer wieder aufkratzen, gegen harte Gegenstände schlagen und sich, im wahrsten Sinne des Wortes, die Haare raufen. In Kategorie Drogenkonsum, nehmen wir die simplen Beispiele, kiffen und Alkoholkonsum.

Das Individuum hat nun die Wahl, ganz simpel, im Stress und in den Sorgen/Ängsten ertrinken, sich mit irgendwelchen Drogen zudröhnen oder sich selbst verletzen. Davon ausgehend, dass keiner ertrinken toll findet, bleiben noch zwei Dinge. Drogen, in unserem Fall Kiffen und Selbstverletzung. Beides klarerweise destruktiv, beides nicht erwünscht, beides verpönt. Und damit sind wir bei der Kernfrage: Soll man lieber kiffen oder soll man sich besser selbst verletzen? Irgenwie wird beides nicht gern gesehen, doch mal im ernst, was ist besser? Kiffen ist illegal, Selbstverletzung nicht, kiffen hinterlässt keine Narben, Selbstverletzung schon. Was will die Gesellschaft? Soll man sich lieber ritzen/kratzen oder dann doch lieber zur Flasche/zum Joint greifen? Und wenn man das tut, soll man es heimlich tun oder soll man davon berichten und es nicht totschweigen?

Soll man sich ritzen/kratzen oder soll man trinken/kiffen? Soll man das zeigen? Wenn ich trinke/kiffe oder mich kratze/ritze, soll ich es dann zeigen/erzählen? Was ist der Gesellschaft lieber? Was ist für dich besser/schlechter und warum? Steht man zu dem was man macht, oder verheimlicht man es? Will es die Gesellschaft wissen? Willst du es wissen?

Und so der Knopfkopf spricht, wissen oder nicht?
~KAIJU~