Tag Archive: Nachrichten


Die kleinen Dinge im Leben..

..können einem glücklich machen, oder dafür sorgen, dass man in ein Loch fällt. Bei mir wohl eher das zweite. Zur Zeit ist die Welt ziemlich dunkel, alles ist grau, alles ist leblos. Da bin nur ich, das schwarze-klebrige-emotionsverstärkende Etwas und meine sehr schwankenden Gedanken. Ich spreche von sowas wie Stimmungsschwankungen, ausgelöst durch die kleinen Dinge im Leben.

Bei den kleinen Dinge handelt es sich, so wie ich das sehe, um meine Freunde, die keine sind: Einbildung und Überreaktion. Da passieren also kleine Dinge, für den normalen kaum sichtbar, seien das nun Gesten, Zögern beim Sprechen, Nachrichten, keine Nachrichten ~was genau so schlimm sein kann~ oder alles andere.

Beispiel gestern: Mein Grüppchen war fleissig am rumstressen in unserer Whatsappgruppe, wegen der Physikprüfung. Tja am Abend vor der Prüfung habe ich ,um halb 10, nicht sonderlich Lust auf sowas. Ich sage also, dass sie die Bilder von Blättern doch privat schicken sollen, denn ich möchte nicht 100 Fotos von Physikblättern auf meinem Handy haben. ~Wirkt das auf einen von euch zu krass? Auf mich nicht, oder es war bestimmt nicht böse gemeint.~

Und weiter gehts, die Ente schreibt, ich schreibe kurze Antworten, da sie sich ein, für uns beide, recht ungewöhnliches Thema ausgesucht hatte von dem wir beide wissen, dass wir nicht über sowas sprechen/schreiben können. Sie kommt sich also dumm vor, ich ja nicht, tut fast gar nicht weh, zu hören wie toll alle andern sind, wie toll ihr Ex ist. ~Kotzwürg, Tränen in meinen Augen, Angst, Wut, Neid, Hass alles auf einmal.~
Ich versuche also zu erklären, das ich bei diesem Thema nicht viel mehr schreiben kann/will als kurze Antworten um zu zeigen, dass ich weiss worum es geht. Dann meint sie noch was wegen dem, was ich in der Gruppe geschrieben habe, ich will nicht zitieren, doch in meinem Kopf klang es genau so: “ Du bist assozial, es ist dein Fehler, du hast wie immer alles falsch gemacht.“ Ich bin halt verkorkst, wenn es darum geht über meine Erfahrungen mit Jungs zu sprechen, habe ja irgendwie auch Grund dazu. Ich habe sogar geschrieben, dass ich nicht weiss wie ich reagieren soll, damit sie nichts besonderes erwartet. Ich hatte halt keine Lust mich wegen Physik stressen zu lassen. War ja wohl falsch nicht? Sie hat zwar gesagt, es sei alles nur ein Verstärker gewesen und das sie sowieso Kopfweh und alles hätte. Das hatte aber ca eine halbe Stunde noch komplett anders ausgesehen und einen Grund nannte sie mir auch nicht, ich kann ja, Achtung Sarkasmus, Gedanken lesen.

Diese Nachrichten haben mich fertig gemacht, so richtig, obwohl der Rest des Tages sogar ganz in Ordnung war. Doch diese wenigen Worte, sie schmerzten so sehr. Ich ertrage es nicht, wenn irgendwer von anderen schwärmt, die ich nicht kenne, bei ihr hasse ich sowas besonders.
Und dann, heute in der Schule, wie sollte ich mich verhalten? Ich stand gestern tränenüberströmt zitternd in der Küche, ich machte mir eine Bettflasche um Wärme zu bekommen. Dumm nur, das in unserer Küche Messer sind, ich hatte Angst, meine Gedanken schweiften zu den Messern, schweiften zu Bildern von Blut, von Narben, von Schmerz und Bestrafung. Wenn kümmert es denn, bin ja nur ich, ich mache ja eh alles falsch, warum nicht ein zwei Fehler mehr? Wie soll ich also auf die Person reagieren, die mir sowas antut?

Ich weiss, das ihr Leben wohl auch nicht gerade leicht ist momentan, und, da ich ein Herz habe, lösche ich also alles, was ich getippt hatte und schicke ihr dann nicht, was ich ihr sagen wollte. Was soll ich ihr den sagen, das sie überlegen soll, dass sie sich fragen sollte wie sowas auf mich wirkt oder wirken könnte? Soll sie mir sagen was das Problem ist, oder traut sie sich nicht mir zu schreiben, dass ich schuld bin? Ich sag ihr noch das mein Tag im Eimer ist, versteht sie nicht, dass es ihre Schuld war? ~Ich will nur wissen woran ich bin, verdammt, sonst sag ich ja noch mehr Falsches.~ Am liebsten würde ich es einfach allen erzählen, einen dramatischen Auftritt hinlegen und verkünden, dass ich nicht klar komme, mit solchem Verhalten. Wie kann sie mir den Abend versauen, es nicht merken, mich noch mehr anmotzen und dann nicht mal sagen wo das Problem liegt? Und am nächsten Tag soll alles wieder gut sein? Ich meine, es war ja irgenwie alles gut heute, aber ich will keine solche Lüge leben, warum kann sie nicht so mit mir reden, vielleicht auch persönlich, das wir uns nicht immer gegenseitig zerstören?
Ich vergesse sowas nicht, so wie ich seit dem Sommer nicht vergessen kann. Da sind wir zerbrochen, besser gesagt ich, also ich mit ihr, ich wollte nur teilhaben, doch es braucht immer zwei, ich war im Sommer allein, ich war egal. Und nach dem Sommer soll alles in Ordnung sein? Ich fühle mich verarscht, bin ich nur sowas wie ein Schulfreund? Werde ich dir egal, sobald du mich nicht mehr sehen musst?

Ich könnte so viel über sie schreiben, ich könnte auch ihr schreiben, ich könnte erklären, aber es ist mir zu dumm geworden. Ich leide ja nur, ich werde verletzt, sie schafft es auch so bereits all meine wunden Punkte zu drücken und ich kann nichts tun. Machtlos, denn ich bestimme nicht, ich bin fremdgelenkt und ich hasse mich dafür. Wisst ihr, ich gebe ihr keinen Zutritt zu dieser Welt, denn es scheint, als könnte ich nur hier verarbeiten was zwischen uns ist, oder eben nicht ist, sie würde das kaum verstehen, sie fragt ja nicht mal dannach, mein Leben ist ihr egal, genau wie es anfängt mir egal zu werden.
~Was würde sie sagen, könnte sie das lesen? Würde sie es todschweigen, oder verstehen?~

Und so der Knopfkopf spricht, so leben kann ich nicht.
~KAIJU~

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Ich schreibe ihm seit gestern, oder besser, er schreibt mir. Ich antworte und frage mich was das soll. Ich meine ich liebe es, wenn man mir schreibt, wenn jemand mir schreibt weil er will, wenn das Interesse da ist, sich mit mir auszutauschen. Ich kann das meinerseits meist schlecht ausdrücken, ich finde nicht den Mut, zu schreiben, ich störe ja sowieso nur. Warum aber genau er mir schreibt, verstehe ich nicht mal im Ansatz. Er schreibt mir und berichtet, dass mit er mit seiner Freundin Schluss macht. Und ich antworte bloss, dass es bestimmt angenehmeres gibt. Was soll man den sagen?
Was soll das? Warum schreibt er, warum erzählt er das, warum fragt er wie es mit Jungs aussieht, warum berichte ich von meiner Talfahrt? Ich könnte verstehen wenn er mich ins Pfefferland wünschen würde, warum auch nicht, ich hätte es doch verdient, gerade er müsste mich doch hassen. Warum hassen: Ich war wohl ein halbes Jahr, die schlechteste Freundin, die ein Mann sich wünschen könnte. ~Heute wäre das alles anders, irgendwie, vielleicht würde ich die Nähe wollen, von andern will ich sie ja auch.~ Was will er? Was will ich?

Gedankensprung: Ich will die Nähe, ja und wie ich sie will. Bekomme ich sie nicht, fehlt es an Wärme, fehlt es an Aufmerksamkeit, dann ist da die Wut, die Eifersucht, die Enttäuschung und der Schmerz. Ich habe Angst, Angst das ich aufwache und dir egal geworden bin, Angst, das ich dir schon egal bin, Angst das du mich nicht mehr magst, Angst fallengelassen zu werden.  ~Erzähl nicht, dass du verstehst, behaupte nicht mich zu kennen, verletze mich nicht.~ Ich brauche die Aufmerksamkeit, ich brauche die Nähe, ich brauche die Bestätigung, ich lebe auf bei Nachrichten, bei Gesprächen, mit jeder Minute Schweigen sterbe ich mehr. Wann werde ich wirklich sterben, wie werde ich sterben, was wird mich töten? ~Düstere Gedanken, Blut, Richtung Tod, Richtung Sterben, Gedanken zum Ausstieg, zur Notbremse.~

Ich komme nicht klar, die Unterhaltungen nach der Schule sind alles, was vermag, mich glücklich sein zu lassen, für eine Weile, doch auch das vergeht. Wie soll ich bis Montag ein Bewerbungsdossier schreiben? Alles zu viel, alles zu schwer, alles zu schaffen?

Und so der Knopfkopf spricht, verstehst du nicht?
~KAIJU~

Es tut mir leid

Wie unglaublich dumm ich doch bin, wie unglaublich wertlos, nur eine Belastung für andere. Der Abend von Gestern war mal wieder der beste Beweis. Die Ente nimmt mich mit zu einer Party, ich habe mich so unglaublich daruaf gefreut, so sehr, ich glaubte es wäre was ich brauche. Und BEAM Realität, die kleine Knopfkopf bekommt zuviel Alkohol ~spart euch Moralreden, die helfen mir kein bisschen~ und macht dann, wie immer, alles nur erdenkliche falsch.
Mein Bauch rebeliert gerade, mein Kopf ebenfalls und meine Gedanken arbeiten fleissig an einem Plan wie ich mich bestrafen kann. Da waren also einige Leute, die ich alle nicht kannte. Wie das nun aber so ist, wenn Alkohol im Spiel ist, spricht man viel offener, kann nicht alleine stehen, ist dumm und naiv. Fragt mich nicht wie genau das alles abgelaufen ist, ich weiss es wohl kaum noch in der richtigen Reihenfolge.
Jedenfalls hatte ich bald einen Kerl an meiner Seite, nennen wir ihn Matik, nur um mir das schreiben zu erleichtern. Ich kann kaum noch wiedergeben, was ich da wohl für Müll gebrabbelt habe und ich weiss noch weniger ob und wie man das verstanden hat. Matik schien mir so symphatisch, ich hatte rein garnichts dagegen, ihn an meiner Seite zu haben, von ihm gehalten zu werden, seine Nähe zu spüren. ~Ich glaube es lag am Alkohol und was sonst noch so im Spiel war. Und wohl einfach die Erfüllung meines Wunsches nach Nähe, allerdings hätte ich mich besser an die Ente gehalten.~
Das Problem, alle anderen Anwesenden hielten ihn wohl nach einer Weile für einen Idioten, dumm nur, wenn man ihn selbst hinreissend findet und ihm bereits seine Nummer gegeben hat. Ein paar Bisse Brot später, begann ich langsam klarer Denken zu können und begann Abstand zu halten. Kurze Unterredung mit der Ente bestätigte mich, alle schienen ihn nicht zu mögen, ausser ich und der Alkohol, der aus mir sprach. Ich begann langsam aber sicher gehen zu wollen, doch war ich noch nicht im Zustand um nicht vom Motorrad zu fallen und die Ente war auch noch nicht ganz fahrtüchtig.
Etwas später, machten wir uns dann auf den Weg, nach einer weiteren Bestätigung, das Matik, nüchtern, oder weniger blau, betrachtet ein ziemlicher Arsch war. Da sass ich nun, dicht bei der Ente auf dem Motorrad und weinte, den ganzen Rückweg, den ganzen Weg bis zu mir habe ich gejammert und geheult, immer wieder habe ich gesagt das es mir leidtut, glaube kaum das man das Gehört hat. Die Fahrt dauerte ewig, aber ich fühlte mich sicher, ich fühlte mich sicher weil ich wusste, das die Ente mich (noch) nicht fallen lassen würde. Vor meiner Tür, verabschieteten wir uns ich noch immer heulend und ohne den Mut sie anzuschauen, ich schämte mich so sehr und tue es noch immer.
Verdammt, wieso muss sowas genau mir passieren? Die Ente wird mich fallenlassen, wer könnte es ihr verübeln und wenn nicht, dann nimmt sie mich wohl einfach nie mehr mit. Ich schäme mich so sehr, es tut mir so unglaublich leid. Wie soll ich je wieder in den Spiegel sehen können? Wie soll ich je wieder in die Augen der Ente blicken können?
Ich habe Angst, zu viel Angst um meine Nachrichten auf meinem Handy anzusehen und dazu braucht es einiges, es tut mir doch so leid, so unglaublich leid, ich schäme mich für mein Verhalten, ich will das nicht, ich will das ungeschehen machen.
Und ich fürchte mich so sehr meine Nachrichten anzusehen, ich schäme mich viel zu sehr.

Und so der Knopfkopf spricht, ausgenüchtert bin ich (noch) nicht!
~KAIJU~

Grrr Nr. 6

So, es wird wohl mal wieder Zeit mich aufzuregen, lange ist es her, das ich davon hier berichtet habe. ~Das meint keines Falls, das ich mich nicht aufrege, nur eben nicht genug um davon zu berichten.~Heutiges Thema, moderne Technik und wie sie unser Verhalten beeinflusst, oder besser, Handys als Ersatz von „echten“ Gesprächen. Ich achte momentan ab und zu auf die Menschen in meiner Umgebung, wer nicht, aber ich achte besonders auf die Handys und die Gespräche. Leider ist es immer häufiger so, das die Menschen zwar reden, dabei aber das Handy nicht weglegen können. Ab und zu nachsehen ob man eine Nachricht erhalten hat, ja geht klar, antworten auch, aber dannach weg mit dem Ding, ausser man ist allein, das ist was anderes.
Was mich aber wirklich stört ist folgendes Szenario (schönes Wort nebenbei): Mittagspause an unserer Schule, zwei Lektionen, gemeinsames Essen und die Gesellschaft der Mitschüler über den Mittag. Wir beklagen uns also über die langen Wartezeiten bei den Mikrowellen, reden, wärmen unser Essen, essen, reden ein wenig und dann Beam alle an ihren Handys. Ich spreche hier leider nicht von Nachrichten beantworten. Nein, Kopfhörer nach vorne, Musik hören oder schlimmer, Serien anschauen, am Mittag! Wenn man andere um sich herum hätte und reden könnte! Mich stört es ja bereits ein wenig, wenn jemand Musik hört. Was ist mit der Kommunikation passiert? Warum ist Facebook spannender als zu reden? Warum geniesst man nicht die Zeit, in der man reden kann ohne vom Lehrer angeschnauzt zu werden? Während den Stunden dann jedoch dieser enorme Mittleiungsbedarf, wie kommt das?
Ich habe mich heute Mittag der Ignoranz gebeugt, meinen Kopf auf den Tisch geklatscht, Musik in den Ohren und bin beinahe eingeschlafen. Ein Gespräch, wie wir es während dem Unterricht führen, wäre mir einiges lieber gewesen. Ausserdem ist es verletzend wenn man sogar sagt, dass es einem stört und es keinen kümmert. Also sassen mir zwei Serienguckende gegenüber, und zwei Musikhörende an meiner Seite.
Ich habe dann also dem guten MaximNoise zugehört wie er gesungen hat, seine Schuld dass ich begonnen habe deutsche Musik gut zu finden. Seine Musik geht direkt ins Herz, wunderschön. Hört es euch doch einfach mal an, klickt hier, oder sucht ihn auf Youtube.
Nach dem hören seiner tollen Texte und einer Gehirn zerfleischenden Mathe Stunde war ich auch nicht mehr sauer auf die Serienjunkies, müde war und bin ich allerdings noch immer.
Beim nächsten Übergebrauch von Handys werde ich meine Meinung wohl deutlicher ausdrücken müssen, oder mich damit abfinden, das man nicht reden will, mich beugen, ebenfalls Musik hören und dazu Artikel zu Sigmund Freud lesen.

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu motzen hab ich nicht.
~KAIJU~