Tag Archive: Praktikum


Schnauze da oben

Ein ganzer Tag voll mit nichts und doch voll mit allem.

Den Morgen hab ich ganz gut überstanden, was aber keineswegs dazu geführt hätte, das ich nun ganz entspannt bin was das Praktikum angeht. Es sind zwar so wenige Stunden und doch ist mir übel.
Vielleicht sind es zu wenige Stunden? Es ist wie Ferien und das ist schlecht, schlecht weil ich so nur am Tv oder an meinem Laptop bin. So wenig zu tun zu haben, bringt Langeweile und Frust. Ich hasse Langeweile und meine Hände hasse ich auch. Ich hasse den Gedanken 3 Wochen nicht in der Schule zu sein, nur wegen meiner Klasse versteht sich. Wieder Schule will ich aber auch nicht, dann beginnt der Stress mit Vorträgen und Prüfungen und Projekten erneut.

Kotzwürg. Ich will nicht. ~Ich schwanke zwischen losheuelen und mir eine klatschen.~ Es macht mir Angst zu wissen, dass ich so viel Zeit haben werde, denn ich weiss nicht was ich mit der Zeit machen soll. Es macht mich traurig und lässt mich alles hinterfragen, wenn ich nur fernsehe und am Laptop bin.
Aber was den sonst? Wieso mache ich mir so einen Scheiss Stress? Wieso kann ich nicht ganz entspannt geniessen, das ich wenig arbeiten muss? Wieso macht es mir Angst morgen die andere Betreuerin kennen zu lernen? Wieso ertrage ich die Menschen nicht wenn sie bei mir sind, nur um sie, sobald sie nicht mehr da sind, zu vermissen?

Gerade jetzt würde ich mich einfach gerne mit dem Guru, der Ente, dem Piloten und was-weiss-ich-wem, zurücklehnen und ein oder zwei Tüten rauchen. Ich wüsste gerne was so bei anderen abgeht, doch ist zu viel Angst zu fragen.
Es fühlt sich an wie ein Knoten im Hals, obwohl es viel eher ein Knoten im Kopf ist, einfach nicht entspannt und ich mag es nicht. Warum kapiert mein Kopf nicht, dass es sinnlos ist, sich wahnsinnig zu machen, wegen morgen? Es ändert eh nichts, es soll mal kommen wie es halt kommt. Schnauze da oben! ~Dieser Satz passt mir ganz gut.~

Es ist als würde ich nur warten. Warten bis ich nach Hause darf, nur um zu merken, dass es da sinnlos ist. Warten bis mein Vater geht, weil ich ihn und vor allem mich in seiner Gegenwart nicht ertrage. Warten bis mein Bruder zu Bett geht, nur um in Ruhe kiffen zu können. Warten bis die Motivation gefunden ist zum aufstehen, nur um dem Schmerz des Bettes zu entkommen. Nein, ich will nicht.
Schnauze da oben! Du hast dir da was vorgenommen, mach den Scheiss auch, du hast ja Zeit. Das ist dein Projekt, also lass nicht schon den Kopf hängen! Ausserdem hast du darüber nachgedacht wieder Sport zu machen und verdammte Scheisse ja, genau das solltest du tun!

Ich glaube ich geh dann mal in den Wald oder so, ich ertrags nicht.

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu schreiben schaff ich nicht.
~KAIJU~

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Sieh zurück

Morgen beginnt mein 3 wöchiges Praktikum und um ehrlich zu sein, ich habe Angst.
Was wenn eines der Kinder Narben sieht? Was wenn ich in eine unangenehme Situation komme? Was wenn ich ausraste? Oder Panik bekomme?

Wird schon gut gehen. Wie ich letztens irgendwo gelesen habe, und nun auch selbst merke, ist meine Fähigkeit Probleme zu lösen/zu überleben bei 100%.
Du, genau du der das liest: Sieh auf dein Leben zurück, du hast bereits so viel geschafft und so einige Schwierigkeiten überstanden. Sieh auf die letzten Monate, gab es ,zwischen da und jetzt, eine Aufgabe vor der du Angst hattest? Eine Situation von der du glaubtest, sie nicht überstehen zu können?
Ich beglückwünsche dich, denn du hast diese Aufgaben und Situationen gemeistert und bist nun hier.
Denk daran, du hast schon so vieles gemeistert, die nächste Aufgabe sollte auch zu schaffen sein. ~Und wenn es nicht zu gehen scheint, so hole Hilfe, den das ist ganz in Ordnung, ab und an brauchen wir die Unterstützung anderer.~

Wird schon werden, sind ja nicht so viele Stunden.
Auf das die Gedanken mich schlafen lassen.

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu schreiben weiss ich nicht.
~KAIJU~

Super, es ist Sonntag. Nicht. Noch immer, oder besser gesagt erneut, bin ich flachgelegt. ~Badum tss.~ So ziemlich alles tut weh und so ziemlich alles finde ich zum kotzen. Dazu das unglaublich berauschende Gefühl nicht atmen zu können. Man muss allerdings sagen, so eine Pause von den ganzen Kopfsachen tut ganz gut. Gedankenkreisen klappt nicht wenn mir so übel ist, an irgendwas zu denken das mich fertigmacht, klappt auch nicht so. Ich suhle mich also in Selbstmitleid und bin entäuscht von meinem Immunsystem.

Ich war gestern Abend dann weg. Der Guru und die Ente waren auch da. So um 4 Uhr morgens, haben wir uns dann mal schlafen gelegt. Als ich nach ewigem warten auf den Bus, welcher in mein Dorf fährt, endlich dahiem war, gings mir miserabel. Ich hab mir dann, auf Youtube, ein Hörspiel der drei Fragezeichen angehört und versucht zu schlafen. Dannach die Hörspiele von coldmirror angehört und mich köstlichst amüsiert.

Ich hoffe das ich morgen wieder fitt bin. Ich will nicht fehlen in der Schule, sowas brauch ich nicht. Wenn ich da anfange zu fehlen, kann das ja nicht gut kommen. Schule ist halt das einzige wo ich irgendwie motiviert bin, es gibt nichts anders, wo ich so sehr bemüht wäre nicht zu fehlen.

Gestern wurden mir die Karten gelegt, Tarokarten vielleicht kennt das ja jemand. Ich war ja lange nicht wirklich für solche spirituellen Dinge zu begeistern, nachdem jedoch bisher jedes spezielle Horoskop, jede Form von gezogenen Karten mehr oder weniger richtig war, habe ich mich da etwas geöffnet. Irgendwie waren meine gelegten Karten ziemlich passend, alles schön düster gehalten, alles irgendwie mit meinem Leben zu verbinden, alles irgendwie passend zu meinem seelischen Zustand. Klar bei ein, zwei Karten, da hoffe ich das sie irren, oder dass wir sie etwas falsch gedeutet haben. Wer möchte in Zukunft schon ein egoistischer, gefühlskalter Arsch werden?

Als ich mich heute auf die Waage begab, war ich irgendwie belustigt, bei der Vorstellung, dass es so wenig braucht um einige Kilos leichter zu werden. ~Jojo-Effekt, hält nicht lange, aber egal.~ Unfreiwillige Diät halt.
Ich ringe nach Atem, ungutes Gefühlt, wenn man nicht in der Lage ist, seine Lunge ausreichend mit Luft zu füllen. Ausserdem geht mir die Beschäftigung aus, Filme schauen ist extrem anstrengend und zeitaufwändig, Schulsachen kommen nicht in Frage, da mein Kopf explodieren würde, geschlafen hab ich bereits den halben Tag und ich will ja in der Nacht auch die Augen zu bekommen.

Es gäbe so viel zu tun, ich sollte wegen meinem Praktikum mal was machen, ich sollte diese Mail schreiben, ich solle mich mal bei den Leuten vom Ninjutsu melden und denen mitteilen, dass ich dort nicht mehr aufkreuzen will/kann, ich sollte mich vorbereiten für die Prüfungen welche diese Woche anstehen. So viel zu tun, also mache ich am besten garnichts davon, geht sowieso nicht so ganz, in meinem Zustand.

Und wenn ich ehrlich bin, mein Kopf lässt mich doch nicht in Ruhe. Ich habe gestern mal wieder ein OpenOffice Dokument aufgemacht und meine Gedanken, etwas anonymisiert und niedergeschrieben. Ich liege wohl falsch, wenn ich meine Textsammlung so durchsehe, dann kann ich keinem erzählen, dass ich nicht konkret an Selbstmord denke. Meine Chraktere verbluten, schlucken Tabletten, erfrieren, ritzen sich Wörter ein oder denken andersweitig darüber nach sich zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen. Irgendwie traurig, ich kann garnicht schreiben, meine Texte wirken zwar auf manche gut, was aber ganz einfach daran liegt, dass ich meine Geschiche erzähle. Logischerweise, bedeutet das, dass wenigstens mein Leben spannend auf andere wirken kann. Sie denken ich habe mir das ausgedacht, doch wirklich lesen sie nur meine Gedanken, etwas überdramatisiert und etwas aufgemotzt, aber grundliegend, nur meine Gedanken.

Ich pack mal meine Schulsachen, gönne mir eine Dusche und hau mich dann, voraussichtlich aufs Ohr. ~Ich will wirklich in die Schule gehen, aber es bringt mir nichts wenn es mir so bescheuert geht.~

Und so der Knopfkopf spricht, essen? Kotzwürg, lieber nicht.
~KAIJU~

Mein Körper hat gestern Abend spontan kapiert, dass das Leben zum kotzen ist. ~Badum-tsss.~ Auf jeden Fall war ich heute früh trotzdem in der Schule, warum auch nicht, ich konnte ja halbwegs gehen und die Schmerzen waren zwar gross aber egal. Wenn ich nicht fehlen will, dann tue ich das auch nicht. Glücklicherweise ist Englisch heute ausgefallen, sonst hätten wir da eine Diskusion leiten müssen und das wäre beim besten Willen nicht gegangen. Damit wären wir hier, Freitag Abend, viele gehen aus, viele treffen Freunde und ich sitze hier vor meinem Laptop und fühle mich wie eine Leiche.

Irgendwie hat das mit dem krank sein ja seine Vorteile. Mein Gehirn ist beispielsweise zu sehr auf Schmerz fokussiert, dass meine Gedanken mehr oder weniger schweigen. Ich habe seit ca. 24h nichts gegessen und habe es momentan auch nicht vor. Eine Art unfreiwillige Diät wenn man so will. ~Wehe ich werde nicht dünn durch die ganzen Qualen.~ Ich kam also um halb 2 Nachmittags heim, dort habe ich mir eine Bettflasche gemacht, etwas Bouillon getrunken von Zeit zu Zeit nippe ich an einer Flasche Cola. Von Bettflaschen habe ich auf „Chriesisteisäckli“, frisch vom Schwedenofen, gewechselt. Ich kann das leider irgendwie nicht ins hochdeutsche übersetzten.

Mein Genesungsprozess wurde und wird unterstützt  von meinem kleinen Kater, der, wie ein richtiger Arsch, lieber auf meinem Schreibtisch lag/liegt als bei mir im Bett. Ich verzeih ihm das natürlich, hauptsache er ist bei mir, was ich ihm extrem hoch anrechne. Ich liebe ihn über alles, er jedoch ist ab und an nicht sonderlich begeistert, was auch mal mit einem komplett verkratzten Arm enden kann. ~Alternative zum Schneiden, sehr effektiv und nicht von der Gesellschaft verpönt.~

Momentan tut mir so ziemlich alles mal weh, begonnen bei den Gelenken, den Musekelgruppen, meinem pochenden Schädel, ab und an fühlt sich auch einfach mein ganzer Körper eine Tonne schwer. Übelkeit, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Bauchschmerzen, Rückenschmerzen, ein bisschen von allem. Ganz schön komisch krank zu sein, wenn man bedenkt das ich mich 2012 das letzte mal übergeben hatte, am Tag vor Weihnachten. Es hat mir nicht gefehlt, es ist nach wie vor übel, richtig übel, unangenehm und hässlich. Krank war ich auch recht lange nicht, so um die eineinhalb Jahre bestimmt, aber ich bin ziemlich sicher das es noch länger her ist.

In der Theorie, wollte ich heute mal dort anrufen, wo ich gerne mein Praktikum machen würde. Die Praxis machte mir einen Strich durch die Rechnung, krank kann ich sowas nicht, wäre auch gesund schon extrem anstrengend. Ich werde nun versuchen irgendwo online den Film „Ein Tick anders“ zu finden und den zu schauen. Ein Film über das Tourette-Syndrom, über welches ich, zusammen mit der Ente, bald eine Präsentation machen muss. Ich muss mir für unser E-Mail Interview noch Fragen zum Thema Tourette überlegen, also wenn jemand eine Idee hat, ich nehme gerne Vorschläge entgegen.

Und so der Knopfkopf spricht, fitt bin ich nicht.
~KAIJU~

Happy New Year

Ich lebe noch, keine Sorge. Nach langer Zeit, für mich zumindest melde ich mich mal. Nein, ich habe nicht meinen Kater auskuriert, denn ich bin ohne Alkohol ins neue Jahr gestartet. Silvester und die Tage danach verschwimmen ineinander, es ist als wäre es nur ein einzelner, nie endender Abend gewesen.

Die Tage davor waren ziemlich anstrengend, was man an den letzten Einträgen, sehen kann. In einigen wenigen Tagen, hat mein Sein ein Update gekriegt, es gab einige Neuerungen. Ich stand/stehe mir im Weg, es gab die Aussicht auf Weihnachten und den Rückblick dazu. Worte haben nicht mehr genügt, es war ein Durcheinander, doch am Ende kann man aufatmen.
~Alle Artikel der letzten Zeit, in einem neuen Beitrag verlinken. Erledigt!~

Die letzten Tage, oder die ersten Tage von 2014, habe ich beim Guru verbracht. Die Ente, der Pilot und zwei Freunde des Gurus waren zeitweise auch da. Meine Erinnerungen sind etwas schwammig, darum keine weiteren Details.

Nur noch dieses Wochenende, dann beginnt die Schule wieder.
Zeit für Panik! Als ich vorher meine Agenda durchsah, bermekte ich, wie viele Prüfungen und Präsentationen und Projekte mich erwarten. Erstaundlicherweise, habe ich mich null vorbereitet in den Ferien. ~Wie ironisch, so viel zu tun, da legt man sich doch am besten erst mal schlafen, oder noch besser, man wohnt einige Tage nicht daheim, so erledigen sich die Aufgaben richtig gut. NICHT!~ Irgendwie, bin ich fast wütend, dass ich nichts getan habe.

Mein Magen ist auf eine bedrohliche Grösse angewachsen. Die Fressorgien der letzten Tage, wirken sich kaum gut auf mein Gewicht aus. Tatsächlich ist es möglich, so viel zu essen, dass es unmöglich wird, tief einzuatmen, da die Lunge nicht genug Platz bekommt, sich ganz mit Luft zu füllen. ~Und so geht es mir gerade.~

Ich vergammle hier lieber vor meinem Laptop, erzähle dem ganzen Internet meine Probleme, als dass ich leben und etwas daran ändern würde. In meinem Kopf gibt es allerdings neue Pläne, wie ich noch einige Jahre durchkomme:1. Praktikum suchen. 2. Praktikum erledigen, hinter mich bringen. 3. Weg ohne Matur an die nächste Schule. 4. Schule. 5. Weg ohne grosse Umwege zu was auch immer ich dann will. 6. Katzenlady werden. 7. Überdosis nehmen. 8. Von meinen Katzen gefressen werden. 9. Nicht mehr am leben sein. 10. Tod sein.
~Sie lasen soeben, das 10 Schritte Program zum Tod, gelesen von mir.~
Ich verabscheue gerade alles so sehr, besonders mich, jedoch, bin ich unglaublich erfreut über meine Sitaution, irgendwie krank.

Ich will was sagen, aber gehört werden will ich nicht. Ich will Hilfe, doch lasse mir nicht helfen. Ich will die Welt besitzen, doch habe Angst vor der Gier.
Mehr und mehr bemerke ich, wie gerne ich doch alles besitzen würde, alles, ganz normale Sachen, nur halt viel davon. Ich will alles haben, alles was ich nicht habe, all das will ich haben. In meinen Träumen, da klaue ich was ich will. Im Realen Leben, ist stehlen verwerflich, deshalb kaufe ich von Zeit zu Zeit, was ich möchte.

Alles in allem? Ein weiterer Eintrag in dem ich über mein Leben motze. Wie gehabt, egoistisch mit dunklen Gedanken. Unglaublich vollgefressen, mit einem verrückten Lächeln auf den Lippen. Gutes Neues Jahr nachträglich.

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu motzen hab ich nicht.
~KAIJU~

PS: Soll ich mein Blogdesign anpassen oder besser lassen wie es ist?

Welcome home

Morgen kommt meine Schwester heim. Sie ist seit dem 6. September in Italien. Wir haben nur ab und an geschrieben und nun kommt sie über die Festtage zurück. Was soll ich davon halten? Wie soll ich mich damit fühlen? Für alle ist so klar, dass ich mich freuen müsste, dass ich sie mit offenen Armen empfangen soll. ~Mit offenen Armen? Klingt als würde man sich die Arme aufschlitzen. Das könnte ich sogar machen,hmmm.~

Das beste ist ja, sie kommt heim, nach langer Zeit und ich, die kleine Knopfkopf, werde nicht da sein. Ich werde mit meinem Zwilling Hobbit ansehen, genau dann. ~Nette Geste von mir, nicht? Wer möchte denn nicht so herzlich begrüsst werden?~

Warum freue ich mich also nicht? Warum bin ich angespannt? Ganz einfach, ich habe seit September so viel durchgemacht, habe mich verändert, habe gelacht, geweint einfach unglaublich viel erlebt und meine Schwester bestimmt auch. Ich glaube wir sind uns fremd geworden, wir haben recht wenig geschrieben während dieser Zeit, ich habe sie auch, bevor sie gegangen ist, recht selten gesehen. Ich habe einfach Angst, dass ich sie nicht mehr kenne, dass sie mich nicht mehr kennt. Die letzten Monate haben mich gezeichnet, haben mich gezwungen mich zu verstecken, mich zurückzuziehen. Und dann BEAM kommt sie zurück und ich soll mich freuen? Ich soll die kleine fröhliche Schwester sein? Hallo Welt, kleine Info, die kleine fröhliche Schwester existiert nicht mehr!

Dazu kommt, dass meine Schwester, als sie noch da war, die einzige war, die halbwegs Interesse an mir und meinem Leben hatte und nicht mal da war ich ehrlich zu ihr. Sie kennt mich nicht mehr, ich meine wie soll sie, wie soll irgendwer, wenn ich mich nicht mal selbst kenne?
Sie wird/muss/soll mir helfen, während sie da ist, mein Praktikum zu regeln. Wenn das nicht klappt, dann suche ich einen Ausstieg, Exitknopf, dann ist hier Ende. Ich lege also mein Leben in ihre Hände, ich habe die Hoffung das zu paken und ich fürchte mich, ich will dass es klappt, aber ich will es nicht machen, ich will es aufschieben, ich will weg. ~Auf Hoffnung kann ja nur Entäuschung folgen.~

Festtage, auch ganz beschissen, ich habe, zum ersten Mal in meinem Leben, so garkeine Lust auf den ganzen Familienzirkus. ~Entschuldigt die Wortwahl, aber ich habe wirklich keine Lust.~ Ich werde das ganze so angehen, ich ziehe was an, dass meine Arme unter jeden Umständen bedeckt hält, ich werde mir ein Lächeln aufsetzen und den ganzen belanglosen Smalltalk, von Weihnachten, irgendwie überstehen. Ich werde nett sein zu allen, ich werde mich bemühen, ich werde es aushalten, dass meine Schwester da ist. ~Fragt mich nicht wie, aber ich werde da irgendwie durchkommen.~
Keine Ahnung wie ich mich beruhigen soll, Klinge kann ich vergessen, dazu sind zu viele Menschen da, die Interesse häucheln müssen und „meine Medizin“ sowieso.

Und so der Knopfkopf spricht, kotzwürg, ich will nicht.
~KAIJU

Fragen der Zukunft

Da spricht man über die Politik des eigenen Landes und merkt mehr und mehr, wie wenig es einem kümmert, wie man die Lust verliert verstehen zu wollen, wie man sich alleine fühlt, wie alles schwarz wird. Es bräuchte echt so was wie promotional Hardcore ~Musik, die all die komplizierten politischen Vorgänge einfach erklärt~ und ich würde es hören, vielleicht, vielleicht verstehen wollen. Mein Land ist mir also mehr oder weniger egal. Warum? Ganz einfach, ich glaube nicht mehr an das System, ich glaube es kann so nicht gehen, jeder stösst an seine Grenze, wer schwach ist, wird ersetzt, ist ein Opfer der Gesellschaft und wird ausgestossen. Wie soll das funktionieren, wo ist das Miteinander, sind wir den alle so gierig das nur Geld zählt? Sieht leider so aus.
Wenn ich könnte wollte ich zwar wählen, doch wenn ich mir überlege, wie Politik zu funktionieren scheint, ist das ganze sinnlos, wer sagt denn, das es hilft, wer sagt denn, das die Leute umdenken, wer sagt denn, dass das was wir tun richtig ist? Ich sehe keine Zukunft in diesem System, denn von aussen ist das keine.

Wie sieht es aus mit mir und der A1 Prüfung, finde ich irgendwann doch den Mut meinen Vater zu fragen, ob er bezahlt, wie wird er reagieren? Ich habe Angst. Es wäre doch alles so leicht, doch das ist es nicht, nicht für mich. Was wenn er ja sagt, was wenn nein? Was wenn ich durch die Prüfung rassle, was wenn ich das ganze doch nicht auf die Reihe bekomme? Was wenn ich mich nie traue ihn zu fragen? Wie soll ich das ansprechen, wenn wir selten bis nie wirklich reden?

Zukunft, bewerben, Praktikum suchen, für drei ganze Wochen. Kann sich das einer vorstellen? Ich denke noch nicht mal bis Weihnachten, wie zum Geier soll ich dann an April und Mai denken? Woher soll ich wissen, was ich kann, oder eben nicht? Was habe ich den bisher getan in meinem Leben ausser zur Schule zu gehen? Ich habe keine ausserschulischen Aktivitäten vorzuweisen, ich habe nichts, ich bin nichts. Sagen wir, ich hätte einen vorzeigbaren Lebenslauf und den ganzen Käse der dazugehört, ich wüsste noch immer nicht was ich machen könnte. Was will ich den von der Zukunft? Ich will es doch gar nicht, ich will es leicht haben, ich will Spass haben, ich möchte doch leben, doch ich kann es nicht.
Ich will später mal was sinnvolles machen, nichts so geldgieriges, ich will etwas mit der Psyche des Menschen machen, sie erforschen, sie heilen, sie unterstützen irgendwas. ~Klar, das kleine kaputte Mädchen will den Menschen helfen, denen es so geht, wie es ihr gerade geht, klingt toll.~
Ich habe mir heute doch tatsächlich mitten in der Stunde überlegt, wie viel einfacher es wäre, wenn ich nicht mehr leben würde, mitten in der Stunde, was wenn ich mich nicht sorgen müsste, was wenn ich kein Praktikum suchen müsste, was wenn ich nie nach der Bezahlung eines Motorrades und der Prüfung fragen müsste?
Ich sehe schwarz, was ist in einem halben Jahr, was in zwei Jahren, was in zehn? Keine Ahnung, ich sehe da nichts, ich sehe schwarz, ich sehe mit etwas Mühe, ein Traumbild, das ich doch noch irgendwie durchs Leben komme, aber daran zu glauben fällt mir schwer. Ich schaffe es nicht mal einen Abend keinen Mist zu bauen, ich stürze mich blindlings auf alles, was mir kurzzeitig Gedankenkreisen erspart, ich erhoffe mir so sehr nicht allein sein zu müssen, ich überlege sogar, einige Tage bei irgendwem aus der Gruppe zu wohnen. Kann man seinen Freunden sowas zumuten? Würden die mich überhaupt bei sich wollen? ~Die Ente zumindest bemüt sich so sehr um mich, es rührt mich zu Tränen wenn ich ihre Nachrichten lese, wie kann sie das tun, wie kann sie mich nicht hassen, wie kann sie so tun, als hätte es den Samstag Abend und mich und Matik nicht gegeben?~ So viele Fragen, zu viele Fragen und einfach nur den Wunsch mich wie gestern oder vorgestern in den Schlaf zu weinen, den Wunsch nicht alleine sein zu müssen, den Wunsch sich zusammen zu rollen und zu weinen, den Wunsch in den Armen eines anderen zu weinen.

Ha, ha.. so als Hinweis, der Artikel ist von Montag, hat es allerdings irgendwie nicht geschaft zu machen was ich wollte.

Und so der Knopfkopf spricht, keine Antworten in Sicht.
~KAIJU~