Tag Archive: real


Focus on the pain

Immer wieder streiche ich mit meinen Händen über die Schnitte, nur um sicher zu sein, das sie da sind. Sie tun weh, mehr als die bisherigen, der Schmerz ist real. Und da schwingt auch etwas Angst mit; wird das wohl heilen? Wie gut wird es heilen? Sollten sie Wunden so aussehen und so weh tun?

~The pain is real, but still, it’s not reality…~

Im einen Moment hasse ich sie alle, die ganze Klasse und dann, kurze Zeit später lache ich aus ganzem Herzen mit ihnen. Ich fühl mich verraten, verlassen und ersetzt, glaube ganz allein zu sein, nur um danach wieder grinsend durch die Welt zu gehen.

Von 0 auf 180 und zurück. Von aussen nach innen, bis die eigenen Gedanken alles sind, alles was man ist und was man hat. Die Umwelt kann ignoriert werden.

Meine minime Panik vor dem Praktikumsbesuch ist ein wenig geschrumpft, mein Physiklehrer wird mich besuchen. Da ich gut bin in Physik sollte das gut gehen, obwohl ich mir den in einem Kindergarten garnicht vorstellen kann…

Ich schlafe recht wenig, zum bloggen komme ich auch nicht. Schande über mich, zum lesen auch nicht.
Meine Tage bestehen aus: Schule, Essen, Hausaufgaben und Metin2 Spielen. Ab und an noch das erledigen anderer Pflichten.
Der Schlaf kommt etwas kurz, ich fühle mich aber trotzdem recht fitt.

Genug, Zeit zum schlafen.
Und so der Knopfkopf spricht, mehr Zeit hab ich nicht.
~KAIJU~

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Realität?

Was ist den schon real? Kleiner Gedanke, der heute, aus einer dunklen Ecke meines Gehirns, hervorgekrochen ist und mich seither nicht in Ruhe lässt. Deshalb krame ich noch etwas mehr Gedankengut zusammen und schreibe das ganze auf meinen Blog. Auch weil ich irgendwie finde es passt da es mir recht sonderbar erscheint.

Ich habe in letzer Zeit öfters Flashbacks, Beam und ich erinnere mich schlagartig an Situationen aus meiner Kindheit, welche ich komplet verdrängt hatte. ~Ist zum ersten Mal letzten Frühling vorgekommen in dieser Form, seit da immer öfter.~
Das letzt Flashback, hatte ich gerade heute, ich erinnerte mich, sehr deutlich, an die Zeitpunkte, in meinem bisherigen Leben, in denen ich die Realität oder mich und meine Existenz, in Frage stellte. Existenzzweifel, in der Kindheit bereits und die sind, wenn ich so in mich horche, noch immer da.
Du existierst garnicht, garnichts existiert. Das was du da siehst und erlebst, findet in echt garnicht statt, es ist alles nicht real. Es ist eine Traumwelt, es existiert nicht. Du existierst nicht, und wenn, dann nicht in der Form, in der du glaubst. Das ist nicht real. Es ist alles eine Lüge, dich gibt es nicht. ~Passt zu einem Horrorfilm, mit Kinderlachen und einer vorwursvollen Gedankenstimme.~ Irgendwie nur dumm, wenn das alles doch in einer Weise real ist, also wirklich eine Art Stimme, die wirklich Sätze wie diese sagt.

Kurz nach der schmerzlichen Erinnerung, begann ich weiter zu denken. ~Scheint doch fast als wäre ich klug und gebildet, ich denke immer, alles ist in meinen Gedanken, ein Kopfmensch, sogar ein Genie?. NICHT. Es ist eher ein Fluch.~ Ich hatte gerade heute wieder ein Gefühl, dass alles und jeder mir doch so fremd erscheint, alles so unecht, alles eine Lüge, alles nicht real. Seid Dezember letzten Jahres, ist alles immer mehr verschwommen, die Dinge wurden unklarer, obwohl sie sowieso nie klar waren.
Doch heute fiel, zumindest für einen Moment diese realitätsfernen Denkweisen von mir ab. Ich sah klar, oder besser gesagt, weniger emotional, weniger wertend. Ich sah allem etwas entspannter entgegen. Dingen wie dem Praktikum, weiteren Prüfungen und Präsentationen. Doch das hielt nicht lange an. Ich bin bereits wieder entschwunden aus dieser ungewohnten Klarheit. Erneut ist alles etwas unecht, nicht so ganz real. ~Du bist nicht real, es gibt dich gar nicht, du träumst das alles nur.~

Was ist echt, was nicht? Den Osterhasen gibts ja auch nicht, das Christkind kommt ebenfalls nicht persönlich zu mir, der Weihnachtsmann ist nur ein alter, kauziger Kerl aus dem Dorf. Das alles ist gelogen!!
Möglichkeiten im Leben, Chancen doch in echt, Beam gibt es zu viele Arbeitskräft und zu wenige Stellen, es gibt keine zweiten Chancen, den jeder ist ersetzbar, da es eine standartisierte Welt ist.
Den Kindern erzählen wir, dass sie Talente haben und wir diese fördern. Das passiert aber dann doch nicht bei allen, denn Beam nur Leistung zählt. „Du bist gut im Geräteturnen? Du möchtest das als Hobby machen? Dann komm zu einem Probeturnen, wo wir überprüfen können, ob du für unser Team geeignet wärst.“ Dieser Text auf einem Flyer, denn Beam es zählt nur was jemand kann, es ist egal wer er ist, wie er ist, warum er ist.

Es ist egal, wenn jemand Talent hat, die Gesellschaft will Leistung, will Produkte, Ergebnisse. Der einzelne Mensch rückt in den Hintergrund, jeder kann ersetzt werden, es gibt immer noch bessere Arbeiter als dich, die sogar günstiger wären, du bist uns egal, wir wollen nur günstig und produktiv arbeiten. Weil eine solche Leistungsgesellschaft so toll ist, muss ich bis Donnerstag, noch irgendwie 800-1000 Wörter, in zwei Texten unterbringen.

Noch was gutes zum Schluss: Egal ob das nun alles real ist, oder ob ich doch nicht existiere, Dinge passieren, sie mögen nicht real sein, doch aus irgendeinem Grund, möge er noch so unverständlich erscheinen, nehmen wir sie, in sonderbarer Form, war. ~Ganz ehrlich? Das was in dem Satz steht, wollte ich nicht schreiben, das hat nur mein Gehirn mal so durch meine Finger ausgekotzt. In letzter Zeit überrascht mich mein Gehirn öfter mal mit sonderbaren Ideen,Einfällen und Weisheiten.~

Was ich schreiben wollte, war, dass ich heute, zusammen mit der Ente, der Seherin und Jamjam einen Vortrag hatte und zu meiner Überraschung, haben wir es gut auf die Reihe bekommen. Alles nicht real. Von den anderen war das klar, aber für mich ist es eine ultimative Leistung, ~Scheisswort, kotzwürg~ so confident sicher gefühlt bei einer Präsentation. Ich sage auch im Alltag immer confident und musste, tatsächlich im Internet das deutsche Wort suchen.

Komischerweise, verwende ich neuerdings schräge Schrift zusätzlich und ähnlich, wie meine ~Klammern. Ebenfalls die fetten Beams, aber wisst ihr, ich will halt gerade genau so schreiben. Ich hoffe man versteht wie fette, kursive und durchgestrichene Wörter, zusätzlich zu den ~ Gedankenklammern, wirken.
Am Ende des Tages bin ich ja doch nicht real. Alles ist nicht real.
Kursiv könnte man als Gedankenstimme sehen, etwas überdramatisiert vielleicht, die Klammern ~~ als ( ) Klammern im eigentlichen, nur halt weniger standart, durchgestrichenes als beim schreiben verworfene, aber doch teilenswerte Gedanken und fett sind beim mir nur die Beams. Versteht man das überhaupt irgendwie??

Und so der Knopfkopf spricht, bin ich oder nicht?
~KAIJU~