Tag Archive: Schmerz


Focus on the pain

Immer wieder streiche ich mit meinen Händen über die Schnitte, nur um sicher zu sein, das sie da sind. Sie tun weh, mehr als die bisherigen, der Schmerz ist real. Und da schwingt auch etwas Angst mit; wird das wohl heilen? Wie gut wird es heilen? Sollten sie Wunden so aussehen und so weh tun?

~The pain is real, but still, it’s not reality…~

Im einen Moment hasse ich sie alle, die ganze Klasse und dann, kurze Zeit später lache ich aus ganzem Herzen mit ihnen. Ich fühl mich verraten, verlassen und ersetzt, glaube ganz allein zu sein, nur um danach wieder grinsend durch die Welt zu gehen.

Von 0 auf 180 und zurück. Von aussen nach innen, bis die eigenen Gedanken alles sind, alles was man ist und was man hat. Die Umwelt kann ignoriert werden.

Meine minime Panik vor dem Praktikumsbesuch ist ein wenig geschrumpft, mein Physiklehrer wird mich besuchen. Da ich gut bin in Physik sollte das gut gehen, obwohl ich mir den in einem Kindergarten garnicht vorstellen kann…

Ich schlafe recht wenig, zum bloggen komme ich auch nicht. Schande über mich, zum lesen auch nicht.
Meine Tage bestehen aus: Schule, Essen, Hausaufgaben und Metin2 Spielen. Ab und an noch das erledigen anderer Pflichten.
Der Schlaf kommt etwas kurz, ich fühle mich aber trotzdem recht fitt.

Genug, Zeit zum schlafen.
Und so der Knopfkopf spricht, mehr Zeit hab ich nicht.
~KAIJU~

Dieser Artikel wäre vom 10.03.14 leider wollte er wohl nicht wie ich wollte. Deshalb erst jetzt… (Scheissdreck und ich wunder mich noch, wieso das keiner liest)

Mein heutiger Tag, wie auch der gestrige, war ausgesprochen leise. Der Grund: Mein Ohr hat wohl etwas zu viel Kälte abbekommen beim Snowboarden. Ich musste mich anstrengen, mehr oder weniger, verstehen zu können, was all die Menschen so erzählen. Ausserdem muss ich häufig niessen und mein Taschentuchverbrauch steigt ins Unermessliche. Erkältungen sind doof. ~Ich sitze hier mit einer Kappe auf dem Kopf und einer verpackten, halben Zwiebel am Ohr.~

Mathe und Französisch habe ich ganz gut überstanden, obwohl ich bei beiden Fächern, die Hausaufgaben nicht gemacht hatte. Bei Mathe hatte ich so ca die Hälfte, die Minuspunkte fürs Nichtmachen, liess ich mir trotzdem geben. ~Ein wenig kontraproduktiv.~

Der Turnunterricht war soweit ganz gut, genügende Note beim Stufenbarren bekommen und mit Bravour Trampolin abgeschlossen. Heute war sogar mein Bein wieder frei, die anderen konnten also die Schnitte, Kratzer und die Aufschrift „I’M FINE“ sehen. Es scheint als wäre ihnen genau so egal wie mir, dass ich mich zerstöre.
Ganz ehrlich, ich will nicht aufhören damit, die Narben werden auf meiner Haut wohl kaum auffallen und selbst wenn, scheint doch keinen zu kümmern. ~Die Gedanken waren ab und an bei den Klingen am heutigen Tag, besonders die Vorstellung unser Skalpell zu schärfen gefällt mir.~

Nachmittags testeten wir, wenig seriös, Paprika Chips. Schule kann schon auch angenehm sein, obwohl mir die Lust auf Chips für eine Weile vergagen ist. Unser Testsieger waren die Originalen Zweifel Chips.Nach diesem Produkttest, plauderten wir wild durch alle Themen, die natürlich nichts mehr mit dem Auftrag zu tun hatten, bis wir bei Selbstmorden, Selbstmordversuchen, Pädophilen und Gefängnissen ankamen. Da sind wohl so einige in unserem Alter, oder sogar jünger, die sich das Leben nahmen.
Und während die Leute aus meiner Gruppe sprachen, hörte ich zu, so gut es nunmal ging wenn man halbtaub ist. Ich konnte mich gut mit diesen Leuten identifizieren, obwohl ein Sturz vor den Zug nicht als Option zählt, Solidarität gegenüber den Zugfahrern. Wenn dann kurz die Leitung anfassen. Stromschlag. Tot. Ziemlich hohe Erfolgschancen. Ich könnte mich bei unserem Physik Lehrer dafür bedanken, darauf wäre ich sonst nicht gekommen. ~Keine Sorge mir gehts gut.~
Ist schon komisch wenn alle geschockt von Suiziden erzählen und ich mich Frage, wie man meine Tod auffassen würde.

Nach dem offiziellen Unterricht, bin ich noch ein wenig mit dem Guru unterwegs gewesen, da der für mich optimale Zug schon weg war. Den Piloten trafen wir auch noch und wir verpassten einen weitern Zug. Am Banhof, haben wir noch einen Zug verpasst, obwohl wir im Wartehäuschen auf dem richtigen Gleis waren, da wir so sehr in unser Gespräch vertieft waren.  In unserem Gespräch ging es um Selbstverletzung, um die Schnitte, Narben, das Verstecken davon etc.
Dieses Gespräch hatte was, ich redete einfach und ich konnte ehrlich sein. Der Guru und ich, wir nehmen das mit Humor, ist kein Tabu mehr. Gerade heraus, war mir meine Gedanken so einflüsterten. Tatsache: Die letzten Schnitte sind ca 4 Tage alt, die letzten absichtlichen (nennenswerte) Verletzungen so 1-2 Tage. Falls man mir die Klingen nimmt, so habe ich noch meine Nägel. Der Schmerz ist ein anderer, aber es ist Schmerz und das Ergebnis lässt sich ansehen, anfassen und aufkratzen. In meinem Kopf muss ich etwas aufräumen, da herrscht etwas Chaos, wie das weitergehen soll/kann. Denn irgendwie, will ich nicht dass mir das genommen wird. Ausserdem habe ich Angst, das irgendwer dahinter kommt, jemand, der nicht versteht und nicht verstehen kann.

Ich schreibe seit einer gefühlten Ewigkeit, was wohl daher rührt, dass ich bereits 2h für die Schule gearbeitet habe, bevor ich diesen Artikel zu schreiben begann. Für so wenige Worte, die doch so viel bedeuten, nehme ich mir doch gerne die Zeit. Sonst würde ich nur Dümmeres machen.

Und so der Knopfkopf spricht, mehr gibts heute nicht.
~KAIJU~

I’m fine, but listen..

Mir gehts gut. Meinem Bein auch, steht da drauf. Angeschrieben, kann man sagen.
Es brennt ein wenig. Zufrieden bin ich nicht, mit meinem Werk. War irgendwie dumm, nicht? – Doch, war definitiv dumm, toll gemacht.

Wie sehr will ich irgendwem schreiben, einfach nur erzählen. Ich bekomme Angst, vor mir, vor meinen Gedanken und vor der Situation. Ich hasse und ich will zerstören, völlig sinnlos, völlig unnötig, ohne wahren Grund, ist da diese Wut.
Und dann der vermeintliche Kontrollverlust, Schmerz, Angst, die Gedanken werden langsamer.
Warum ist keiner da, dem ich erzählen könnte? Ganz allein, ich möchte ja keinen belasten.

Der Schmerz im Bein ist real, genau wie die Scherbe real war, das Blut ist ebenfalls da. ~Es ist nicht eine Träne wert. Ich bin nicht eine Träne wert.~

Schwer und kalt, einsam und allein, verängstigt und übermütig, alles schwankt.

Und so der Knopfkopf spricht, bis alles zusammen bricht.
~KAIJU~

Worte genügen nicht

Ich wüsste nicht wie ich das alles anders erklären sollte. Ich bin mir fremd geworden, ich leide, ich bin gebrochen und doch setze ich meine Maske auf und versuche, versuche jeden Tag, so zu sein, wie sie mich alle haben wollen, doch glaub mir, es tut weh, mehr als jede Klinge. Ich weiss nicht wohin mit mir, wer bin ich noch? Und der Gedanke tot zu sein, ist so viel erträglicher als der Gedanke an eine Zukunft, in der ich Tag für Tag kämpfe, in der ich leide, für nichts.

 

Dieses Video fand ich einfach nur faszinierend…

Maske

All diese Illusionen, all diese Täuschungen, alle die Gesichter, hinter den Masken, all die Lügen, all die verlorene Hoffnung. Wohin führt uns der Weg? Können wir uns je wieder ansehen und ja zu uns sagen, können wir uns erkennen im Spiegel? Die Maske macht uns frei, sie legt es in unsere Hand zu entscheiden, doch sie kann zur Sucht werden, immer öfter greifen wir zu ihr, wir lassen keinen mehr an uns heran.

Zu oft wurden wir enttäuscht, zu oft wurden wir verletzt, zu oft aufgebaut und fallen gelassen. Wir wurden belächelt, man sagte uns, wir wirken depressiv, doch nachgeforscht wurde nie, man glaubte bloss wir seien komisch, man glaubt wir übertreiben. Ist es das, was wir sind? Komische Menschen, die immer eine Maske tragen, nur um den Fragen auszuweichen?

Tragen wir die Maske, um akzeptiert zu werden, um normal zu sein? Was ist den normal? Was unterscheidet uns von all den andern, was macht uns aus, sind wir denn nicht doch alle gleich? Wir wollen ja nicht sein wie die andern, wir verstehen sie nicht, so wie sie uns nicht verstehen, doch wir wollen auch nicht so sein, wie wir sind. Wer wollen wir sein und wie wollen wir sein?

Tragen wir die Maske, weil wir es wollen, oder weil wir es müssen? Tragen wir die Maske um nicht wir sein zu müssen? Wenn wir erzählen, empfinden es alle als schlimm, sie verstehen es nicht, sie glauben wir übertreiben, sie sehen nicht an der Maske vorbei, sie sehen nur, was wir ihnen und uns vorlügen, die Maske.

Wir sind wie leere Hüllen, wir können uns aussen verändern, jedoch nicht im innersten, dens wir laufen davon, wir flüchten, wir wollen nicht so sein wie wir sind. Wir spüren nur den Schmerz, den physischen und den psychischen, nicht anderes mehr. Glück und Freude, sind nur für uns da, um uns genommen zu werden. Müssen wir den Schmerz mit anderem Schmerz betäuben?
Wir können die Kälte sehen, wir können die Dunkelheit hören, wir riechen den Schmerz, wir schmecken die Lügen. Wir nehmen wahr, was anderen verborgen bleibt. Sind wir schlechter als andere Menschen?

Tragen nur wir Masken, oder sind alle davon betroffen? Tragen die normalen Menschen auch eine Maske, wie unterscheiden wir uns wirklich von ihnen? Manche Menschen vermögen durch die Maske hindurch zu sehen, sie können die wahren Menschen erkennen, sie lassen sich nicht täuschen. Woher haben sie diese Gabe, sind sie wie wir, waren sie, wie wir sind? Können sie nur in uns sehen, weil sie das selbe erlebt haben oder erleben?

Ich nehme meine Maske, jeden Morgen, ich setze sie auf, ich verlasse das Haus, ich wandle durch eine Welt voll mit normalen Menschen, sie sind nicht wie wir, wir sind nicht wie sie. Meine Maske bröckelt, sie zerfällt, meine Stirn legt sich in Falten, die Schmerzen dringen nach aussen, ich kann meine Maske nicht mehr lange aufrecht erhalten. Aber sie sehen es nicht, all die normalen Menschen, all die anderen, sie glauben wir übertreiben, sie glauben uns nicht, sie wollen nicht wahrhaben, wie es wirklich um uns steht.

Was braucht es das meine Maske erneut stark wird? Was braucht es das sie fällt?

~KAIJU~

Ich schreibe ihm seit gestern, oder besser, er schreibt mir. Ich antworte und frage mich was das soll. Ich meine ich liebe es, wenn man mir schreibt, wenn jemand mir schreibt weil er will, wenn das Interesse da ist, sich mit mir auszutauschen. Ich kann das meinerseits meist schlecht ausdrücken, ich finde nicht den Mut, zu schreiben, ich störe ja sowieso nur. Warum aber genau er mir schreibt, verstehe ich nicht mal im Ansatz. Er schreibt mir und berichtet, dass mit er mit seiner Freundin Schluss macht. Und ich antworte bloss, dass es bestimmt angenehmeres gibt. Was soll man den sagen?
Was soll das? Warum schreibt er, warum erzählt er das, warum fragt er wie es mit Jungs aussieht, warum berichte ich von meiner Talfahrt? Ich könnte verstehen wenn er mich ins Pfefferland wünschen würde, warum auch nicht, ich hätte es doch verdient, gerade er müsste mich doch hassen. Warum hassen: Ich war wohl ein halbes Jahr, die schlechteste Freundin, die ein Mann sich wünschen könnte. ~Heute wäre das alles anders, irgendwie, vielleicht würde ich die Nähe wollen, von andern will ich sie ja auch.~ Was will er? Was will ich?

Gedankensprung: Ich will die Nähe, ja und wie ich sie will. Bekomme ich sie nicht, fehlt es an Wärme, fehlt es an Aufmerksamkeit, dann ist da die Wut, die Eifersucht, die Enttäuschung und der Schmerz. Ich habe Angst, Angst das ich aufwache und dir egal geworden bin, Angst, das ich dir schon egal bin, Angst das du mich nicht mehr magst, Angst fallengelassen zu werden.  ~Erzähl nicht, dass du verstehst, behaupte nicht mich zu kennen, verletze mich nicht.~ Ich brauche die Aufmerksamkeit, ich brauche die Nähe, ich brauche die Bestätigung, ich lebe auf bei Nachrichten, bei Gesprächen, mit jeder Minute Schweigen sterbe ich mehr. Wann werde ich wirklich sterben, wie werde ich sterben, was wird mich töten? ~Düstere Gedanken, Blut, Richtung Tod, Richtung Sterben, Gedanken zum Ausstieg, zur Notbremse.~

Ich komme nicht klar, die Unterhaltungen nach der Schule sind alles, was vermag, mich glücklich sein zu lassen, für eine Weile, doch auch das vergeht. Wie soll ich bis Montag ein Bewerbungsdossier schreiben? Alles zu viel, alles zu schwer, alles zu schaffen?

Und so der Knopfkopf spricht, verstehst du nicht?
~KAIJU~

Zerstört

Blut tropft von den Händen, fliesst aus der Seele. Gebrochen, zerstört, verwundet, krank, verrückt. Keinen Ausweg, verlassen, entäuscht, hoffnungslos, leer. Allein, auf sich gestellt, keine Hilfe, nur Ausreden, kein Kontakt. Energielos, Schatten meiner einstigen selbst, Hülle ohne Leben, auf dem Pfad hin zum Tod.

Ein kleiner Text aus schlechteren Zeiten, doch die Zeiten scheinen mich einzuholen, nie zu enden und ewig zu währen.

Ich kämpfe noch und glaube doch, nicht wirklich an ein Ende.

Ich hoffe noch und sicher doch, das Ende kommt näher.

Ich lache noch und weine doch, denn es wird enden.
Ich lebe noch und weiss doch, es wird nicht ewig währen.

Ich lebe noch und sehe doch, es ist nicht dasselbe.

Ich atme noch und ertrinke doch, denn ich bin in tiefen Wassern.

Ich sehe noch und erblinde doch, alles wird dunkel.

Ich flehe noch und leide doch, es wird nicht so sein.

Ich gehe noch und fühle, doch der Schmerz bleibt.

Ich träume noch und lebe doch, in der bitteren Realität.

Ich rede noch und schweige doch, denn zu sagen hab ich nichts.

Ich gewinne noch und verliere doch, weil der Gewinn nicht zählt.

Ich wandle noch und sterbe doch, mein Inneres zerfällt.

Ich wollte noch und probierte, doch das Ziel bleibt fern.

Ich schreibe noch und ende doch, als einer von Millionen.

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu klagen hab ich nicht.

~Knopfkopf Ende~