Tag Archive: Schnitte


Busfahrt-Blogingtime

„Der ist ja heiftig. Zeig mal.“ Gemeint ist der Schnitt der aufgrund (zu)kurzer Hosen sichtbar wird.
„Naja“, sage ich und ziehe meine Turnhose weiter nach oben um einen ganzen Block weiterer Wunden zu zeigen. Ich drehe mich noch und zeige auch mein anderes Bein. Ich bin amüsiert und lächle.
„Tut das denn nicht weh?“
Ich zucke die Achseln. Ja es tut weh, immer wieder. Jeder Schnitt, jeder Schritt. Und immer wieder fliesst das Blut. Heilen lassen? Ist nicht. So kratze ich immer und immer wieder, bis der Schnitt blutet oder nicht weiter aufgekratzt werden kann.

~No Angels von Bastille in den Ohren. Busfahrend. Denkend. Lebend. Träumend.~
Und da denk ich mir: Du hast Zeit, schreib einige Zeilen.
Der Tag ging von blanker Wut über Hass zu Tränen und ab und an gab es ein Lachen.

Und so der Knopfkopf spricht, frag nur, zöger nicht.
~KAIJU~

Focus on the pain

Immer wieder streiche ich mit meinen Händen über die Schnitte, nur um sicher zu sein, das sie da sind. Sie tun weh, mehr als die bisherigen, der Schmerz ist real. Und da schwingt auch etwas Angst mit; wird das wohl heilen? Wie gut wird es heilen? Sollten sie Wunden so aussehen und so weh tun?

~The pain is real, but still, it’s not reality…~

Im einen Moment hasse ich sie alle, die ganze Klasse und dann, kurze Zeit später lache ich aus ganzem Herzen mit ihnen. Ich fühl mich verraten, verlassen und ersetzt, glaube ganz allein zu sein, nur um danach wieder grinsend durch die Welt zu gehen.

Von 0 auf 180 und zurück. Von aussen nach innen, bis die eigenen Gedanken alles sind, alles was man ist und was man hat. Die Umwelt kann ignoriert werden.

Meine minime Panik vor dem Praktikumsbesuch ist ein wenig geschrumpft, mein Physiklehrer wird mich besuchen. Da ich gut bin in Physik sollte das gut gehen, obwohl ich mir den in einem Kindergarten garnicht vorstellen kann…

Ich schlafe recht wenig, zum bloggen komme ich auch nicht. Schande über mich, zum lesen auch nicht.
Meine Tage bestehen aus: Schule, Essen, Hausaufgaben und Metin2 Spielen. Ab und an noch das erledigen anderer Pflichten.
Der Schlaf kommt etwas kurz, ich fühle mich aber trotzdem recht fitt.

Genug, Zeit zum schlafen.
Und so der Knopfkopf spricht, mehr Zeit hab ich nicht.
~KAIJU~

Wille-Kontrolle-Kontrollverlust

!!(TRIGGER)WARNUNG: Dieser Beitrag enthält Blut, wer das nicht ertägt, sollte nicht lesen!!

 

Am Anfang steht der Wille: Ich will mich schneiden. Nicht weil ich angespannt bin, auch nicht weil der Tag besonders schlecht war. ~An dieser Stelle ignoriere man den Beginn des Zeichenunterrichts, da war mir nach ausrasten zu Mute.~ Einfach nur, weil mir die Vorstellung so sehr gefällt. Ausserdem wollte ich wissen, ob dieses Skalpell wirklich nicht schneidet.

Erstmal dachte ich, ich lass es sein, doch dann war mein Vater weg, da war der Weg. Ich holte also das Skalpell und eine neue Klinge, hat schon was praktisches, dass ich mir die nicht selbst organisieren muss.

Skalpell angesetzt, schneiden, mehr Druck auf die Klinge, doch wieder etwas weniger. Ergebnis: Das Skalpell schneidet nicht. Griff zur Rasierklinge. Ein, zwei Schnitte nur, hat bisher auch immer ganz gut geklappt. Die Wunden und Narben interessieren keinen, ausserdem lachst du zu viel.

Nach diesen Schnitten verschwand die Kontrolle, Kontrollverlust, schneiden, schneiden, schneiden.

Abwarten, atmen, abwarten…

Da das Blut, erst nur Tropfen. Los hol dein Handy, du musst das festhalten, nur so für dich, wie du es auch mit anderen Verletzungen schon gemacht hast. Du hast sogar einen Ordner dafür.Als ich zurück bin, im Badezimmer welches sich im unteren Stock befindet, spühre ich wie das Blut über meine Beine läuft. Foto machen. Abwarten, atmen….

Das blutet schon krasser als sonst, meinst du es war etwas zu viel? Kann ich das alles behandeln bevor jemand nach Hause kommt?

Das Blut verschmiert bloss. War das nicht zu erwarten? Du Genie hast das wohl mal wieder nicht bedacht oder?

Ich nehme meine Sachen, die Beine muss ich im oberen Badezimmer behandeln. Blut wegputzen, Merfen drauf, erneute Blut wegputzen. Pflaster drauf, noch ein Pflaster, noch ein drittes. Muss genügen. Scheiss Pflaster, wenn ich schon sowas mache, sollte ich mir irgendwie bessere Pflaster kaufen, oder Verbände? Lange Turnhosen? Alles davon?

Scheisse!

Mein Gesicht einschmieren, mein Behandlungsmaterial wieder an seinen Platz bringen. War dir das klar? Das war doch Absicht nicht? Wenn du nach einem Grund zum schneiden suchst, wirst du auch einen finden, kein Zweifel.
Wie erklärst du das? Hmm, ich würde sagen verbergen, bis es etwas besser aussieht, Entwarnungen raus geben, mir gehts gut. Ich wollte das so, nur hab ich dann, ein wenig die Kontrolle verloren.

Diese Worte sind lediglich nacherzählt, da können sich Gedanken einschleichen, die in der originalen Situation nicht da waren, allerdings, so finde ich, beschreibt es doch ganz gut, was in meinem Kopf so für „Gespräche“ entstehen.

Da waren sogar Tränen, ein paar wenige. Mir ist etwas schwindlig und da ist ein Kloss in meinem Hals.

Und so der Knopfkopf spricht, dumm oder nicht?
~KAIJU~

Dieser Artikel wäre vom 10.03.14 leider wollte er wohl nicht wie ich wollte. Deshalb erst jetzt… (Scheissdreck und ich wunder mich noch, wieso das keiner liest)

Mein heutiger Tag, wie auch der gestrige, war ausgesprochen leise. Der Grund: Mein Ohr hat wohl etwas zu viel Kälte abbekommen beim Snowboarden. Ich musste mich anstrengen, mehr oder weniger, verstehen zu können, was all die Menschen so erzählen. Ausserdem muss ich häufig niessen und mein Taschentuchverbrauch steigt ins Unermessliche. Erkältungen sind doof. ~Ich sitze hier mit einer Kappe auf dem Kopf und einer verpackten, halben Zwiebel am Ohr.~

Mathe und Französisch habe ich ganz gut überstanden, obwohl ich bei beiden Fächern, die Hausaufgaben nicht gemacht hatte. Bei Mathe hatte ich so ca die Hälfte, die Minuspunkte fürs Nichtmachen, liess ich mir trotzdem geben. ~Ein wenig kontraproduktiv.~

Der Turnunterricht war soweit ganz gut, genügende Note beim Stufenbarren bekommen und mit Bravour Trampolin abgeschlossen. Heute war sogar mein Bein wieder frei, die anderen konnten also die Schnitte, Kratzer und die Aufschrift „I’M FINE“ sehen. Es scheint als wäre ihnen genau so egal wie mir, dass ich mich zerstöre.
Ganz ehrlich, ich will nicht aufhören damit, die Narben werden auf meiner Haut wohl kaum auffallen und selbst wenn, scheint doch keinen zu kümmern. ~Die Gedanken waren ab und an bei den Klingen am heutigen Tag, besonders die Vorstellung unser Skalpell zu schärfen gefällt mir.~

Nachmittags testeten wir, wenig seriös, Paprika Chips. Schule kann schon auch angenehm sein, obwohl mir die Lust auf Chips für eine Weile vergagen ist. Unser Testsieger waren die Originalen Zweifel Chips.Nach diesem Produkttest, plauderten wir wild durch alle Themen, die natürlich nichts mehr mit dem Auftrag zu tun hatten, bis wir bei Selbstmorden, Selbstmordversuchen, Pädophilen und Gefängnissen ankamen. Da sind wohl so einige in unserem Alter, oder sogar jünger, die sich das Leben nahmen.
Und während die Leute aus meiner Gruppe sprachen, hörte ich zu, so gut es nunmal ging wenn man halbtaub ist. Ich konnte mich gut mit diesen Leuten identifizieren, obwohl ein Sturz vor den Zug nicht als Option zählt, Solidarität gegenüber den Zugfahrern. Wenn dann kurz die Leitung anfassen. Stromschlag. Tot. Ziemlich hohe Erfolgschancen. Ich könnte mich bei unserem Physik Lehrer dafür bedanken, darauf wäre ich sonst nicht gekommen. ~Keine Sorge mir gehts gut.~
Ist schon komisch wenn alle geschockt von Suiziden erzählen und ich mich Frage, wie man meine Tod auffassen würde.

Nach dem offiziellen Unterricht, bin ich noch ein wenig mit dem Guru unterwegs gewesen, da der für mich optimale Zug schon weg war. Den Piloten trafen wir auch noch und wir verpassten einen weitern Zug. Am Banhof, haben wir noch einen Zug verpasst, obwohl wir im Wartehäuschen auf dem richtigen Gleis waren, da wir so sehr in unser Gespräch vertieft waren.  In unserem Gespräch ging es um Selbstverletzung, um die Schnitte, Narben, das Verstecken davon etc.
Dieses Gespräch hatte was, ich redete einfach und ich konnte ehrlich sein. Der Guru und ich, wir nehmen das mit Humor, ist kein Tabu mehr. Gerade heraus, war mir meine Gedanken so einflüsterten. Tatsache: Die letzten Schnitte sind ca 4 Tage alt, die letzten absichtlichen (nennenswerte) Verletzungen so 1-2 Tage. Falls man mir die Klingen nimmt, so habe ich noch meine Nägel. Der Schmerz ist ein anderer, aber es ist Schmerz und das Ergebnis lässt sich ansehen, anfassen und aufkratzen. In meinem Kopf muss ich etwas aufräumen, da herrscht etwas Chaos, wie das weitergehen soll/kann. Denn irgendwie, will ich nicht dass mir das genommen wird. Ausserdem habe ich Angst, das irgendwer dahinter kommt, jemand, der nicht versteht und nicht verstehen kann.

Ich schreibe seit einer gefühlten Ewigkeit, was wohl daher rührt, dass ich bereits 2h für die Schule gearbeitet habe, bevor ich diesen Artikel zu schreiben begann. Für so wenige Worte, die doch so viel bedeuten, nehme ich mir doch gerne die Zeit. Sonst würde ich nur Dümmeres machen.

Und so der Knopfkopf spricht, mehr gibts heute nicht.
~KAIJU~

Aufräumen…

Oft erkennt man nicht, wo die Wege hinführen, welche Hindernisse auf dem Weg sind und wo wir uns helfen lassen können. ~So ein Satz ganz nach chnopfchopf.~
Die letzten Tage waren geprägt von Höhen und Tiefen, meist in ziemlich schnellem Wechsel. Im einen Moment springe ich beinahe übermenschlisch schnell von meinem Stuhl auf und balle die Fäuste, nur um dann zu merken, was passiert ist. Ganz plötzlich fand ich mich in diesem Moment, wo ich da stand, bereit, so stark wie mein Arme es erlauben, gegen den vermeintlichen Gegner zu kämpfen und das obwohl es keine Gefahr gab. Geschlagen habe ich nicht, zum Glück. Der Zorn verschwand dann auch irgendwann wieder.

Ehrlich gesagt, bekomme ich die Woche nicht auf die Reihe, sprich, ich kann nicht erzählen was alles passiert ist, ich bemühe mich trotzdem ein wenig.
Dienstag war Therapie und da wurde neues offen gelegt, was nun auch hier frei heraus geschrieben werden kann. Schön seit einiger Zeit überlege ich mir, hier zu schrieben, dass ich kiffe. Es verbindet und es verbannt die Gedanken, mal besser, mal schlechter.

Donnerstag im Zeichnen waren meine Augen nicht so ganz bei mir und meine Gefühle wohl noch ein Stück weiter weg. Diese paar wenigen Worte unserer Lehrerin hatten genügt und meine Augen überliefen. ~Na toll, mitten in der Stune Tränen in den Augen.~ Hat hoffentlich keiner mitbekommen, verstanden hätte man es nicht, nicht mal ich verstand.

Im einen Moment wollte ich tot sein, im anderen leben, von Zeit zu Zeit sogar sterben. Immer dann, wenn in meinem Kopf der Schalter umspringt, kommt diese Gedankenstimme, nicht die normale, die besondere. Diese Gedankenstimme, die mir erzählt, wie es mir geht, die die Gefühle in Worte zu fassen scheint. Angst ersetzt zu werden, Wut über die anderen, Hass gegen mich selbst.
Solchen Stimmen sollte man nicht zu oft die Kontrolle über sämtliche Gedanken, Gefühle und Handlungen überlassen und doch wehre ich mich meist nicht dagegen.

Ich frage mich, ob ich dass alles den so will und komme immer wieder zu dem Schluss, nein, ich will nicht. Auf der einen Seite will ich nicht ständig Angst haben, ich will nicht Gefangen sein von meinen Gedanken, ich will die Kontrolle nicht verlieren und auf der anderen Seite, will ich das Blut, ich will die Schnitte, die Verletzungen, ich will nicht mehr leben, will nicht aufstehen, will mich nicht bewegen und lasse mich vollkommen auf die Gedanken ein, die mich immer weiter in einen dunklen Abgrund ziehen.
Und doch lache ich, ich bin amüsiert von den kläglichen Resten meiner selbst und es bereitet mir fast Vergnügen zu sehen, zu was ich geworden bin.

~Schreibe ich so schrecklich wie ich das empfinde? Grauenhaft.~ Ich flüchte mich in die Welt von Metin2, da gibt es immerhin Aufgaben, die mir lösbar und lohnenswert erscheinen.

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu motzen hab ich nicht.
~KAIJU~

17 und 100 passt doch

Ein weiterer unnötiger Geburtstag. 17 bin ich nun. Wow wie aufregend, da darf man ja soo viel neues. Nicht. Aber egal. Die Busfahrt trübte meine Stimmung, ich hasse es wenn es in diesen doofen Busen so heiss ist! Ich hasse in solchen Momenten einfach nur alles, jeder, egal was er macht, wird gehasst. Französisch habe ich überstanden, Mathe sowieso, Turnen gestaltete sich ein wenig schwerer. Mit Verband Sport machen ist ja eines, aber dafür zu sorgen, dass dieser Verband nicht all zu krass verrutscht ist dann noch was anderes.

Wenn der Verband nicht wäre? „I’m fine“, mehr wäre da ja nicht.
Was antwortet man, wenn einem zum gefühlt 100. Mal, jemand gratuliert? Ich Genie vergass natürlich die ganze Zeit, dass ich ja Geburtstag hatte und habe. Nur ist das doch auch nur ein Tag wie jeder andere, was macht es denn so besonders, dass ein Wesen wie ich hier ist? Und dann beginnen die Leute vom 18. zu reden, sollen sie doch, besser wissen sie es ja nicht.

Zwei Anrufe erhalten, die nur dem Zweck dienten nachzufragen ob ich daheim sei. Verdammt es ist Montag Abend, was wollen die alle? Soll ich etwas weggehen? Mit 17.? An einem Montag??
Einige Verwandte kamen also vorbei und brachten, welch Wunder auch Gescheke mit. Der Freund meiner Schwester kam auch kurz vorbei und brachte ein Geschenk, von Italien. Wie geil ist das den bitte? Ein Geschenk von meiner Schwester aus Italien, ein süsser Pullover mit Teddy drauf. ~Karte hätte ich nach dem öffnen erst lesen sollen, verdarb etwas die Überraschung.~

Diese absolut unnötigen Worte, gehören nun zu meinem 100. Beitrag, was natürlich nicht stimmt, da ich einige Artikel gelöscht hatte. Naja trotzdem, 100. Beitrag, ist schon was. Der Blog gibt schon einiges, man füttert ihn mit Worten, welche er frisst und zu sich nimmt, gerade so wie sie halt nun sind. Ich bin schon von Zeit zu Zeit erstaunt, dass sich das irgendwer freiwillig durchliest.

100. Beitrag am 17. Geburtstag, hm, irgendwie nichts besonders oder? Die Löschtaste wird heute sehr oft betätigt, ich weiss selbst nicht was ich noch berichten könnte. Die Gedanken lassen sich heute kaum formen, sie gehen eigene Wege. Meine Angst von gestern war unbegründet. Das Turnen war zwar schon ein wenig doof, als ob ich mein Bein, aufgrund eines Kickboardunfalls, verbergen würde. Warum überhaupt mache ich mir die Mühe? I’M FINE, tja dann wäre es doch klar oder? Die Schnitte sagen doch genug nicht? Was würde es ändern, würde man die Worte auf meinem Bein auch noch sehen?

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu berichten hab ich nicht.
~KAIJU~

Und das Leben hält mich fest…

.. so fühlt es sich zumindest irgendwie an. Ich warte und warte, auf Begebenheiten. Da kommen Verpflichtungen, die mich zwingen hier zu bleiben, den ich kann sowas keinem antun oder? Wenn durch mich, das Leben von einem meiner Freunde erschwert wird, verdammt, das könnte ich nicht. Mein Leben versauen, geht schon. Doch, dass Leben eines anderen, verschlechtern? Die Verpflichtung hält mich und zusammen mit ihr falle ich.

Ahm, ja kleines Bild von 9gag. Passt irgendwie schon.

Ahm, ja kleines Bild von 9gag. Passt irgendwie schon.

Meine Ferien haben heute morgen geendet. Ein weiteres, vermutlich anstrengendes, Quartal folgt. Ich bin wunderbar in den morgen gestartet. Etwas verschlafen aber doch rechzeitig auf den Beinen.~Mit dem Verband unter der Hose dauert sowas halt etwas länger…~ Kanninchen gefüttert, check. Katze rein oder rausgelassen, check. Zeit zum frühstücken war da auch noch und somit ein guter Tagesstart.

Eine, etwas weniger gesprächige Zugfahrt, womit ich Zeit für meine Gedanken hatte. Einen Mathe Unterricht der anderen Sorte, Statistiken lesen, berechnen. Und unser Lehrer zeigte eine neue Seite und erklärte uns etwas über Krankheiten, die durch Impfungen ausgelöscht wurden. ~Wann war Mathe bitte so, angenehm?~ Den Französisch Unterricht fand ich auch nicht ganz so bescheuert. Ich kam mir schon ganz klug vor, als ich heute so einiges zustande brachte. Das Ganze nach zwei wöchigem, urlaubsbedingten fernbleiben, ist das schon was.

~!Sagt mal bitte, schreiben ich heute anders??? :D!~

Der Turnunterricht war nicht ganz so amysant, der Verband musste neu gemacht werden und tada, ich muss mein Bein präsentieren. Keine Ahnung wie viel sie gesehen haben, oder gar gelesen? Die Fragen der anderen, was ich denn habe, waren nicht sonderlich angenehm, aber ich habs irgendwie gepackt. Obwohl die Arme und die ,nicht verdeckten, Teile des Beins, doch schon genug sprechen. Mir kann doch keiner erzählen, dass sie die Schnitte und Kratzer nicht sehen. Sagen tut keiner was, frei nach dem Motto totschweigen.Ich drifte ab, entschuldigt, ich war ja gut gelaunt.

Wir hatten nach einer längeren Pause Projektunterricht, zum ersten mal, war schon nicht schlecht. Wenn die einem ein oder zwei Stunden vorbrabeln um was es jetzt gehen wird, ist das schon brauchbarer Unterricht. Da kamen dann viele Verpflichtungen hinzu, da wo ich meine Freunde nicht reinziehn will.

Zuhause, hab ich mir ein Fahrrad geschnappt, die Reifen gepummt und bin dann zum Wald gefahren. ~Frahrradfahren und ich, dazu könnte ich auch mal berichten.~
Ohne Licht, ohne Helm, mit offenen rot leuchtenden, momentan hässlichen, roten Haaren. Muss ich mit Humor sehen, tu ich auch. Ich hab mich dort mal wieder verführen lassen, zu dem, von dem ich nicht weiss, ob ich das erzählen soll…. Dann bin ich, beinahe mit Musik, bis mir auffiel, dass ich die Autos hören sollte, heim gefahren.

Und, obwohl ich glaube ich gerade einen Zeitsprung gemacht habe, sind wir glaube ich, auch schon hier. Unnötige Detail ausgespart, will ja nicht langweilig werden.

Das war alles, was an diesem produktiven Tag so gemacht wurde, ich war und bin echt gut drauf. Das Leben scheint zu bestehen, da ist mal etwas Realität für mich. ~Stand auch in meinem Horoskop, Zufall?~

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu berichten hab ich noch nicht.
~KAIJU~

Und ich rede einfach

Das mache ich wirklich. Ich habe gestern mein halbes Zimmer auf den Kopf gestellt, nur um den Lattenrost zu wenden und mal den ganzen Staub, der sich unter meinem Bett so gesammelt hatte, wegzuputzen. Ich war voll in meinem Element, Musik wurde vom Lärm des Staubsaugers abgelöst. Wie im Putzfieber. Doch dann war es vorbei mit der Ruhe, mein Vater und Bruder, kamen beinahe Zeitgleich heim. Im Grunde kein Problem, aber mit „offenen“ Armen wollte ich sie dann doch nicht empfangen. Ich rannte also irgendwie durch das ganze Chaos, um mir meinen Pulli zu schnappen und meine Schnitte zu verbergen. Als ich ihn hatte, war mir die Lust vergangen, mit dem Pulli wars eh zu warm zum arbeiten. Ich beendete noch was sein musste und dann… ~An dieser Stelle gebe ich zu, keine Ahung mehr zu haben, was ich danach tat. Habe ich Blogs gelesen? TV geschaut?~ Blackout??

Mein Schlaf war erstaunlich erholsam, trotz den vielen Unterbrechungen am morgen. Mein kleiner Kater ist nicht gerade gute Gesellschaft, morgens um halb 7, wenn er hunger hat und ich schlafen will. Ich hab ihn dann rausgeschmissen, keine Ahung wie oft ich zuvor schon aufgestanden bin wegen ihm.

Irgendwann habe ich die Kanninchen gefüttert und mich vor die Gloze gehängt. Ein wenig im TV versunken, viel an meinem Handy, schön am versumpfen. Und dann, habe ich mir mein Kickboard geschnappt und bin ein wenig nach draussen. Ich bin gefahren, bis ich an einem, meiner Meinung nach, sicheren Ort war.

~Soll ich erzählen was ich getan habe? Doch lieber nicht erzählen?~ Ich werde den nächsten Teil wohl überspringen.

Jedenfalls, bin ich dann wieder heim gefahren. Während der Fahrt habe ich geredet. Mit mir. Auf Englisch. Ich habe erklärt wie es ist, habe einfach geredet und meine Gedanken geteilt. Irgendwie ein Dialog, aus dem ,was ich sagte und  aus dem, was mir dann weiter dazu in den Sinn kam. Ich erzählte und wenn da fragende Gedanken waren, habe ich einfach weiter erklärt, bis es klar genug war. Und ich redete einfach, ohne viel nachzudenken, aber ich redete Englisch. ~Wenn ich mir so zuhöre, hab ich doch was zu erzählen, könnte man sagen. ~
Fast schon so genial, wie ein Spatziergang, mit einem imaginären Hund. Ich mache manchmal wohl doch etwas schräge Dinge.

Und die Zeit vergeht, habe fern gesehn, war duschen, Haare geföhnt und dann bloggen. Jetzt sind wir hier, zumindest ich, immer bei dem Wort, welches gerade vor mir erscheint. ~Schöne Vorstellung.~Vorhin versuchte ich zu schreiben, etwas mehr als eine Seite ist entstanden, Protagonistin-tot, ganz wie immer. Da vergeht einem die Lust zu schreiben, irgendwie lassen die Gedanken nur solche Storys zu. ~Ich brauch inspiration zum schreiben.~

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu berichten hab ich nicht.
~KAIJU~

Die Gedanken des Lebens

Nur um die auch zu erwähnen. Mal sehen was für Einfälle ich habe.
Die Gedanken des Lebens, die frohen Momente, die kleinen Stücke des Glücks, wir treffen sie wohl öfter in unserem Alltag, doch es fällt uns so leicht sie zu übersehen; Die ersten Anzeichen des Frühlings: die Sonne, die Wärme, Vogelgezwitscher. Die Schönheit der Natur, das Schnurren einer Katze, der Geruch von frischem Essen. Der Geruch von frisch gemähtem Gras oder das Geräusch von Regen. Die Farbe von Blut und der Geschmack von seinem Lieblingsessen.

Ein Buch schreiben, eine Weltreise machen, irgendwann von dieser Zeit erzählen. ~Irgendwo in mir, will das Leben noch gelebt und geliebt werden.~ Einen Ausweg finden, ein Ziel erreichen, etwas aus mir machen, überleben, leben, geniessen.

Unmögliche Gedanken, so nah und doch unerreichbar, wie eine Illusion.
7 Schnitte, Beine und Arme. Dann der Anfall: Alle Geräusche nur noch gedämpft, kein Gleichgewicht, müde, so müde und alles beginnt sich zu drehen. Mit weit entfernter Stimme antworte ich, einer, noch viel weiter entfernten, Stimme. Tief durchatmen, hinsetzen, anlehnen.
Die aufkeimende Panik unterdrücken:
Du kannst das, es ist nicht das erste mal, dass du in dieser Situation bis. Beuhige dich!
Das geht vorbei, nur nicht aufstehen. Von was kommen diese Anfälle? Warum passiert mir sowas? Von den Verletzungen? Oder sagt mir mein Körper ich solle auf anderes verzichten?

Und doch wäre es so nahe, denn: lieben ist nur ein „i“ vom Leben entfernt. ~Die Gedanken tanzen und rennen, sie hüpfen und toben, und doch, ist es unheimlich still.~ So ist das also? Depression und Gefühle und Emotionen in ungeantem Ausmass.

Wer kennt schon den Weg? Wer sieht schon das Leben, das Lieben das Leid? Wurde der Mensch nicht blind? Verletzen, hassen und fühlen, alles so Nahe und doch so weit auseinander. Irgendwie bin ich zufrieden, irgendwie traurig (musikbedingt), irgendwie hasse ich mich.

Ich flüchte mich in eine Serie, irgendwas visuelles, Ablenkung und sowas.

Und so der Knopfkopf spricht, erklären kann ichs nicht. ~Denn manche Dinge, sind zu schwer um sie mit Worten zu beschreiben.~
~KAIJU~

 

Rückblick auf Weihnachten

24. Dez: Heiligabend, wenn man sowas wichtig findet. Wir waren am Nachmittag bei meiner Grossmutter, dort war ich schon ewig nicht mehr, es gibt so viele Fotos, so viele tote Gesichter dort. Einige Verwandte waren dann doch auch noch da, ich kenne all diese Menschen kaum noch, komisches Gefühl. Nach langen belanglosen Gesprächen dann heim.
Am Abend hatten wir dann ein ach so tolles Essen, in unserem Haus. Mein Vater, mein Bruder und ich. Kotzwürg. Vor dem Essen war ich spatzieren ungefähr eine halbe Stunde bin ich durch mein Dorf gelaufen, hab mit der Ente telefoniert. ~Erkenntnis von da, ich verabscheue die Einsamkeit und das Allein sein, aber bin lieber allein, als wenn jemand aus meiner Familie bei mir ist.~
Dann dass Essen halbwegs unbeschadet überstanden, nur um in einige Stunden Langeweile zu kommen und dann, mit meinem Vater, eine Schnulze im TV zu gucken. Dannach wieder alleine im Zimmer, mit allen möglichen Leuten am schreiben, es ging mir sogar recht gut. Und dann einige Momente später Trigger, Gedankenkreisen, Chaos in meinem Kopf. Als meine Schwester und ihr Freund heim kamen, wurde es noch schlimmer, mein Hass steigerte sich noch. Und BEAM, zwei Kratzer, zwei Schnitte, zwei rote Linien, als wären sie nur aufgezeichnet. ~Und die Gedanken toben und sagen mir: Schneid tiefer.~
So schlau wie ich bin, habe ich Salz in die Wunde gestreut, oder in meinem Fall, Tränen in die Wunde gerieben. Es hat so schön geschmerzt, es hat mich zu beruhigen begonnnen. Ich versuchte zu schlafen, anfangs noch zu wütend um zu schlafen, dann habe ich geweint und nach einer Weile, konnte ich sogar schlafen.

25. Dez: Weihnachten, wenn man es so sehen will. Mein Pate kam vorbei, gab mir mein Geschenk, das kreativerweise nur Geld war und ging wieder. Dannach waren wir zum Essen bei den Eltern meines Vaters, nur ein Haus neben dem unsrigen. Ich wollte nach dem Essen einfach nur weg, ohne Geschenk, das aus Schokolade und Geld besteht, ohne länger zu sitzen, ohne mir solche widerlichen Komplimente anzuhören.

Daheim war ich dann duschen und habe mich dann auf den Weg zum Guru gemacht. Die Ente kam hinzu und wir feierten grüne Weihnachten, denn aus den weissen, war nichts geworden. Ein gemütlicher Abend, zahllose Erinnerungen an unsere Kindheit, viel zu viel Essen und eine entspannte Atmospähre, so viel angenehmer als mit meiner Verwandsschaft oder mit meiner Familie.

26. Dez: Oder heute, je nach dem wann es gelesen wird. Den halben Tag beim Guru verbracht, noch mehr Essen in mich hineingestopft. Jetzt für eine Stunde daheim, genug Zeit um Blogs zu lesen und einen Eintrag zu schreiben, obwohl mir die Zeit durch die Finger rinnt. Ich bin eingeladen, zum Essen, bei den Eltern meines Zwillings. ~Das erste Familienessen, welches ich mit Freude besuche.~

Gerade ein ,ziemlich oberflächliches und für uns typisches, Gespräch geführt mit meinem Bruder. Genug geschrieben, ich muss mich bereit machen, um noch mehr zu Essen.

Und so der Knopfkopf spricht, noch mehr essen kann ich nicht.
~KAIJU~