Tag Archive: Stille


Tic Tac..

Tic tac…
Hätte ich eine Uhr, so würde diese ticken, sie hätte den ganzen Tag getickt. Die Zeit läuft..
Nach einigen Startschwierigkeiten habe ich mich aufgemacht, erst Schuhe und neue Faarbe für die Haare kaufen.
Und immer wieder merkt man: Ich mag diese vielen Menschen da draussen nicht.
Seine sieben Sachen in der Reihenfolge zu kaufen, bei der man am wenigsten Menschen in unmittelbarer Nähe hat. Schnell einkaufen, weil man da weg will. Höffliche Verabschiedung die mir selbst schon zu künstlich erscheint. Aufatmen, wenn man den Laden mit der Ware verlässt. Kühle Luft. Schweiss wegwischen. Zorn über den Schweiss eindämmen.

Für meinen Geschmak waren zu viele Leute im einen Laden, weshalb ich die falsche Farbe kaufte.
Ist aber kein Problem, ob nun Kaschmirrot oder Intensivrot,~welches ironischerweise weniger intensiv ist als das Kaschmirrot, wie ich finde~ rot ist rot. Dank dem Ost-Korean-Kid sind meine Haare bereit für Ferien.

Und ansonsten so?
Es ist still.
Seid Stunden.
Und doch laut.
Nicht, dass es still wäre, eher so das ich allein bin.
Allein in der Stille.
Mal in der Realität, mal am Träumen.
Und um diese Stille, diese Leere dieses Alleinsein zu bekämpfen? Spielen, doch es genügt nicht. Essen, doch ich will nicht. Kiffen, doch es bringts nicht.
Ruhe.
Tic Tac

Ich fürchte mich, die nächsten fünf Wochen werden anstrengend. Angst, dass sich keiner meldet.
Angst, nicht zu sprechen, schweigend zu ersticken.
Angst, erneut feststellen zu müssen, das eine Situation nicht so ablief wie geplant.
Angst, das der innere Dämon all seine Macht erhebt und mich zerstört.

Noch bluten die Wunden noch, wenn ich es will, aber was wenn sie es nicht mehr tun?
Will ich, dass sie es nicht mehr tun?

Tic Tac…
Es wird wärmer.
Die Zeit rennt.
Ich erinnere mich noch an die Angst, kein Praktikumsort zu finden, an die Tränen bei der ersten Absage.
Das ist nun längst vergangen. In zwei Wochen beginne ich und das ist mir null bewusst.
~As long as you can hide the cuts from the kids.~

As long as I can hide, well I’m really bad at this.. But noone is talking about self harm and self harming, everyone is pretending it doesn’t exist. But sadly it exists…

Meine Gedanken werden frei, ich lasse sie spielen, ich lasse die Englische Stimme sprechen, wechsle zum Französischen und zum Hochdeutsch, rede innerlich erzähle, erkläre und frage.

Tic Tac…
Die Zeit vergeht, gestern war noch Schule und heute ist es als wären Jahre vergangen.

Und so der Knopfkopf spricht, Zeit bitte vergeh nicht.
~KAIJU~

Auszeit

Heute ist Samstag, wenn das eine Rolle spielt. Ich war nicht untätig, ganz und gar nicht. Gestern war die Ente bei mir, ein wenig reden, Film schauen, lachen. Doch schmerzlichst stelle ich fest, wie still es wird, wie still ich werde.
Heute morgen, war ich bei meinem Zwilling, reden, mit dem Hund spazieren, lachen. Doch auch hier, bin ich still, ich weiss nicht was ich sagen soll und was nicht, also schweige ich.
Dannach bin ich in den Zug gestiegen, da ich aufgrund der Busverbindungen nicht heim konnte. Eine E-Shisha gekauft und dann habe ich, per Zufall, den Guru plus Anhängsel getroffen. Noch einige Dinge mehr gekauft und dann heim.Bei meinen Grosseltern vorbei, Geld bekommen, ein wenig geredet.

Nach einer Dusche, hab ich dann begonnen, meine Sachen zu packen, denn schon morgen, verschwinde ich. Skilager ist angesagt, Abstand nehmen, von all dem. Eine Auszeit von den Gedanken, den Gefühlen, der Angst. Eine Auszeit von der Schule, dem Lernen, den Prüfungen, den Aufgaben. Eine Auszeit vom Ernst des Lebens. Ich werde mich flüchten, in eine verzerrte Welt, wie schon so oft.

Und nun sitze ich hier, schreibe einige Zeilen, die doch nicht so sind wie ich erwartet habe. Das Haus ist leer, nur mein kleiner Kater ist bei mir. Er schläft hinter mir auf dem Sofa, ganz friedlich, als wäre die Welt in Ordnung. Wunderschön so eine Katze, Faszination pur. Ich liebe Katzen. Fressen, schlafen (bis zu 22h am Tag!), sich streicheln lassen und so weiter. ~Das Leben einer Katze, wäre es nicht wundervoll?~

Es ist still, nur das Summen meines Laptops und das Geräusch der Tastatur. ~Ich glaube, dass ich diese Ruhe, diese Stille bald vermissen werde.~ Wie werde ich das Lager ertragen? Wird es eine Erleichterung, bekomme ich die Auszeit die ich suche? Wird es eine Qual?

Ich freue mich, endlich wieder ein Brett unter den Füssen zu haben und die Skipisten unsicher zu machen. Ich freue mich auf den Schnee, auf das Fahren, auf die Gespräche.
Und doch fürchte ich, in Panik zu geraten, wenn die Pisten zu steil werden, wenn die andern zu schnell fahren oder der Nebel alles verschluckt. Ich habe Angst, durchzudrehen, 24h unter Menschen, keine Ruhe, kein Rückzug.
Der Pilot und die Seherin werden dass schon hinbiegen und die anderen, die ich kenne, werden hoffentlich auch hilfreich sein.

Ich werde mich hier melden, wenn ich zurück bin.

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu motzen hab ich nicht.
~KAIJU~