Tag Archive: Stress


Schnauze da oben

Ein ganzer Tag voll mit nichts und doch voll mit allem.

Den Morgen hab ich ganz gut überstanden, was aber keineswegs dazu geführt hätte, das ich nun ganz entspannt bin was das Praktikum angeht. Es sind zwar so wenige Stunden und doch ist mir übel.
Vielleicht sind es zu wenige Stunden? Es ist wie Ferien und das ist schlecht, schlecht weil ich so nur am Tv oder an meinem Laptop bin. So wenig zu tun zu haben, bringt Langeweile und Frust. Ich hasse Langeweile und meine Hände hasse ich auch. Ich hasse den Gedanken 3 Wochen nicht in der Schule zu sein, nur wegen meiner Klasse versteht sich. Wieder Schule will ich aber auch nicht, dann beginnt der Stress mit Vorträgen und Prüfungen und Projekten erneut.

Kotzwürg. Ich will nicht. ~Ich schwanke zwischen losheuelen und mir eine klatschen.~ Es macht mir Angst zu wissen, dass ich so viel Zeit haben werde, denn ich weiss nicht was ich mit der Zeit machen soll. Es macht mich traurig und lässt mich alles hinterfragen, wenn ich nur fernsehe und am Laptop bin.
Aber was den sonst? Wieso mache ich mir so einen Scheiss Stress? Wieso kann ich nicht ganz entspannt geniessen, das ich wenig arbeiten muss? Wieso macht es mir Angst morgen die andere Betreuerin kennen zu lernen? Wieso ertrage ich die Menschen nicht wenn sie bei mir sind, nur um sie, sobald sie nicht mehr da sind, zu vermissen?

Gerade jetzt würde ich mich einfach gerne mit dem Guru, der Ente, dem Piloten und was-weiss-ich-wem, zurücklehnen und ein oder zwei Tüten rauchen. Ich wüsste gerne was so bei anderen abgeht, doch ist zu viel Angst zu fragen.
Es fühlt sich an wie ein Knoten im Hals, obwohl es viel eher ein Knoten im Kopf ist, einfach nicht entspannt und ich mag es nicht. Warum kapiert mein Kopf nicht, dass es sinnlos ist, sich wahnsinnig zu machen, wegen morgen? Es ändert eh nichts, es soll mal kommen wie es halt kommt. Schnauze da oben! ~Dieser Satz passt mir ganz gut.~

Es ist als würde ich nur warten. Warten bis ich nach Hause darf, nur um zu merken, dass es da sinnlos ist. Warten bis mein Vater geht, weil ich ihn und vor allem mich in seiner Gegenwart nicht ertrage. Warten bis mein Bruder zu Bett geht, nur um in Ruhe kiffen zu können. Warten bis die Motivation gefunden ist zum aufstehen, nur um dem Schmerz des Bettes zu entkommen. Nein, ich will nicht.
Schnauze da oben! Du hast dir da was vorgenommen, mach den Scheiss auch, du hast ja Zeit. Das ist dein Projekt, also lass nicht schon den Kopf hängen! Ausserdem hast du darüber nachgedacht wieder Sport zu machen und verdammte Scheisse ja, genau das solltest du tun!

Ich glaube ich geh dann mal in den Wald oder so, ich ertrags nicht.

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu schreiben schaff ich nicht.
~KAIJU~

Der morgen begann mit dahingenuschelten Wörtern von einem meiner Klassenkameraden. Beim besten Willen, am morgen muss man manchmal echt deutlich werden, sonst kapiere ich nichts. Die Englisch Stunde war zu beginn recht anstrengend und doch gleichzeitig langweilig. Nach der Stunde, sind die Ente, der Guru und ich einfach im Englischmodus geblieben. War kein Problem, ist ja auch Englisch. Nach dem Turnen hatten wir das selbe in Französisch. Ausgerechnet in Französisch! Wir haben es einfach probiert und siehe da, wir konnten sogar miteinander sprechen, so dass das Gesagte Sinn ergibt.

In den Mittagsstunden wollten wir uns etwas warmes zum Essen holen. Auf dem Weg dorthin, wurden wir im Bus kontrolliert und ausgerechnet heute, hatte ich mein Abo sowie Ausweis etc. zu Hause vergessen. Ganz schön dumm. Aber die Behandlung die ich erhalten hatte, die war echt zu viel. Ganz ehrlich, ich habe ein Abo, ich habe es nur vergessen. Denn Ausweis ebenfalls, klar klingt wie die Ausreden, die sich diese Leute warscheinlich täglich anhören, aber diesmal ist es so.
Die Ente wurde nach MEINEN Personalien gefragt, da die beiden Herren mir wohl zutrauten, dass ich mir so spontan einen Namen mit Adresse, Telefonnummer etc. einfallen lasse. Klar. ~Die öffentlichen Verkehrsmittel, sehr freundliches Personal, muss man schon sagen.~
Unser Essen war dann auch nicht der Hitt. Die Deutschstunden am Nachmitag waren dann auch noch stinklangweilig und absolut kontraproduktiv. Es ist traurig was wir da machen, wir hatten eine Zeitlang den besten Deutschunterricht der Welt. Tja, Lehrerwechsel, da ist man machtlos. Wir mussten uns ein Treffen zweier Charaktere aus unserem Buch vorstellen und dann aufschreiben, was passieren wird. Dieses Buch lässt nur einen Weg: Kitschige, schnulzige Texte.
Kotzwürg, diesen Texten fehlt das Leben, die Realität, das sind nur Lügen auf Papier, die Einblick in die Fantasien der Personen geben. Da fehlt Gefühl, echtes, kein so kitschiges, da Fehlen echte Menschen, da fehlt Substanz. Oder anders ausgedrückt: ich mag das nicht.

Ausserdem beginnt wieder der Stress. Ich war in der Erwartung, etwas Zeit zu haben und auch mal Dinge erledigen zu können, die ich möchte. Da sind nun aber einige Dinge, die ich erledigen muss, obwohl ich es nicht will. Ich sollte lernen, morgen ist eine Prüfung angesagt, bin wohl etwas spät dran. Morgen haben wir länger Schule als erwartet, was auch noch ein Teil der Freizeit streicht. Ich sollte da noch finanziell ein wenig mehr Klarheit schaffen und irgendwann, wenn alles andere, egal wie wichtig oder unwichtig, durch ist, dann sollte ich mal sehen, wie es mir so geht. Da bin ich mir momentan echt nicht so im Klaren. Mal könnte ich die ganze Welt umarmen und im nächsten Moment, möchte ich um mich schlagen und wegrennen. Die negativen und destruktiven Gedanken, lassen mich tagsüber meist in Ruhe. Doch wenn ich dann Zeit hab, dann bin ich ganz kreativ darin, mir alle Szenarien vorzustellen, in die ich mich begeben könnte.

Und wenn ich ehrlich bin, will ich irgendwas suchtartiges machen, ich habe ja Auswahl. Passiert sowieso, aber erst nach dem Lernen. Vielleicht werden es auch Zwei meiner „Süchte“ sein.

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu motzen hab ich nicht.
~KAIJU~

 

Verschlafen und die Folgen davon

Der Titel sagts schon. Ich hab irgendwie meinen Wecker ausgeschaltet und bin dann erneut eingeschlafen. Das Gefühl als ich wusste, die ersten beiden Stunden verpasst zu haben war schon ganz schön beknackt. Sofort begann ich mich mies zu fühlen. Ich hasse sowas ja, ich hasse mich in solchen Situationen. Ein paar Schläge links, ein paar rechts und zack, auf dem Arm sind auch zwei neue Linien. Morgens weinen, noch bevor Schule ist, ein schlechter Tagesstart.
Immerhin kein Bildnerisches Gestalten gehabt, ich hasse das Fach. Ist ja eigentlich nur zeichnen, nur kann ich das nicht.

Den Rest des Tages habe ich überstanden. Ich bin wieder auf dem Boden, dem Boden der Tatsachen. Tatsache ist: Ich habe verschlafen. Tatsache ist: Deshalb habe ich mich verletzt. Tatsache ist: Schule macht bereits jetzt wieder mehr Stress, als ich aushalten will/kann.

Ich esse viel, fühle mich so leer dabei und irgendwie kann ich diese innere Leere nicht füllen. Die Gedanken schweifen und schleifen, hüpfen und springen. Mal ist die Welt bunt und dann, wird sie nach und nach dunkel. Und dann wären wir so etwa hier. Wenn ich mir die Situation ansehe, bin ich ganz schön planlos. Ich sehe nicht was nächstet Jahr ist oder sein wird und auch alles andere was kommt macht mir jetzt schon Sorgen. Die Angst vor der Zukunft, vor dem was sein könnte.

Die Realität ist so fern von all dem, von der Zukunft, da ist nichts reales dran. Da ist nichts von dem ich glaube, es erreichen zu können und zu wollen. Die Realität ist auch fern ab von mir. Ich lebe lieber in dieser Traumwelt, dort wo die Farben schöner sind, dort wo die Gedanken nur flüstern. Diese Welt ist noch für mich da und noch bin ich nicht bereit sie aufzugeben, auch wenn sie mir wohl kaum hilft. Wer tut das denn schon?

So geht es nicht weiter. Anders würde es vielleicht gehen, vielleicht auch nicht? Ist es den lohnenswert?

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu berichten hab ich nicht.
~KAIJU~

 

 

Zu müde für das Leben

Ich finde nicht die Kraft nach draussen zu gehen. Ich finde auch nicht die Kraft drinnen zu bleiben. Mir fehlt die Motivation mich zu bewegen, alles ist träge und langsam. Mein Atem geht normal, ruhig. Meine Hände sind nicht schweissnass, sie sind trocken, sie sind entspannt. Ich bin so müde, müde vom Leben, wenn man so will. Ich bin zu müde um wach zu sein, schlafen jedoch scheint nicht wirklich verlockend.

Die heutige Prüfung zum Thema Leistungsgesellschaft hat mich erneut zum nachdenken über dieses System angeregt. Im Rahmen dieses Themas, haben wir auch Burnout mit all seinen Ursachen, Symptomen und Folgen. Dazu alle Vor- und wie ich finde vorallem Nachteile dieser Gesellschaftsform.
Man muss sagen, unser System ist schlecht. Wir werten die Leistungen, nicht die Menschen, wenn wir uns dem anpassen. Ich finde, der Mensch ist wichtig, viel wichtiger als das Kapital, viel zentraler als der Gewinn. Geld allein macht nicht glücklich, es kann zwar verlockend sein, als Motivator ist es aber kaum zu gebrauchen.
Um motiviert auf das beste hinarbeiten zu wollen, braucht der Mensch keinen hohen Lohn, viel mehr braucht er Verantwortung und Autonomie, seine Arbeit soll anerkannt und wertgeschätzt werden. ~Für mich mal Verantwortung und Autonomie kürzen, davon brauch ich nicht so viel. Anerkennung bitte erhöhen.~

Ich mag dieses Wort nicht: Leistungsgesellschaft. Eine grosse Lüge von Chancengleichheit und von Fairness. Dann gibt es noch die Habitus-Theorie, aber irgendwie ist das alles nicht so prikelnd. Der Stress, verbunden mit dem hohen Leistungsdruck und der Unmöglichkeit, die Arbeit zu schaffen, führen dann möglicherweise zu einem Burnout.

Man wird zynisch, negativ, kann die gewünschte Leistung nicht erbringen und versagt mehr und mehr. Man fühlt sich ausgebrannt und erschöpft. Oft lügt man sich lange vor, dass es nur eine Phase ist, dass alles bald wieder besser ist. Man traut sich oft nicht, sich Hilfe zu holen, weil man glaubt schwach zu sein. ~Kennen wir doch alle, lieber schweigen, als von anderen „schwach“ genannt zu werden.~
Betroffene sind oft sehr ehrgeizige, perfektionistisch Veranlagte Personen, die sich dann zu viel Arbeit nehmen und darin versinken, bis sie nicht mehr können. Der heutige Leistungsdruck ist enorm, viele zerbrechen daran, so wie auch ich zerbrochen bin.
Dises System zerstört die Menschen, wie ich heute im Bus las, ist jeder 7. Notfall ein psychiatrischer. ~Hallo? Die machen einfach weiter?? Wie kann man mit diesem Wissen, weiterhin nur Leistungen anstreben?~ Ich will die Welt verändern, doch in echt sitze ich nur hier, verstecke mich hinter der Annonymität des Internets und schreibe meine Gedanken nieder. In echt packe ich allerdings das Leben nicht und nutze jede Möglichkeit, mich abzulenken. Meine Welt gehört den Menschen, den Gedanken. Die Welt in der alles ernst ist, jede Entscheidung grosse Auswirkungen hat, diese Welt scheint mir fremd, kalt und trostlos.
Wenn jeder seine Fähigkeiten bestmöglich nutzen könnte, dann wären wir so reich an Ideen, an Erfindungen und beschenkt mit unvorstellbarem Wissen. Doch in unserem System, muss man sich anpassen, man muss so werden, dass die Gesellschaft einem in die passende Schublade verstauen kann. Wir sind zu Sklaven unseres eigenen Systems geworden.Ermüdende Tatsache, ich verstehe wieso es so viele Burnouts gibt und gab, ich verstehe warum so viele psychologische Hilfe benötigen, ich kann mir gut vorstellen, warum Schlafmittel sich verkauft.
Und ich kann rein gar nichts machen, garnichts! Ich gehöre ja selbst zu denen, die nicht mehr klar kommen, auch ich könnte mir Schlafmittel holen.Und so der Knopfkopf spricht, ändern kann ichs nicht.
~KAIJU~

Sage den Titel spasseshalber 3 Mal, möglichst schnell. Stressresistenztest, Stressressistenztest, Stressrestistenztest. Beschreibt irgenwie recht gut, wie mein Leben so verläuft. Diverse letzte Prüfungen und Präsentationen standen noch an. Eine Präsentation muss ich selbst noch halten. Viele Prüfungen zurück bekommen und ich kann ohne zu übertreiben sagen, meine Noten sind gut. Heute die letzte Schriftliche Prüfung für einige Wochen.
Das wäre der schulische Teil.

Im sozialen fühle ich mich ausgeschlossen, beinahe verstossen. Ach ja und die Eifersucht quält mich. Noch immer täglich das Gefühl vermittelt bekommen, dass ich alles falsch sehe und alles falsch mache, hilft auch nicht ganz. Ich denke viel zu viel über alle Vorgänge und alle Gespräche nach. Jedes Detail wird auf seine Bedeutung und seinen Informationsgehalt geprüft. Meine Gedanken denken ohne mein Zutun, sie reden, es ist als würden sie reden und ich höre ihnen nur zu…

Es stehen zudem noch einige Einladungen offen, ich habe Angebote gemacht und andere angenommen, diese sollten nun auch zur Stande kommen.

Was meine Organisation angeht: Ich bin verloren. Ich vergesse so viele Dinge, erledige so vieles nicht. Aktives Verdrängen, spannend, wie schnell man problembehaftete Aufgaben abstemmpeln kann. Ich mache meine Aufgaben so wie ich Lust habe, ich sitze Stunden an diversen Projekten, ohne in einem auch nur ein bisschen vorwärts zu kommen. So viele Dinge sollte ich bald noch erledigen. Beispielsweise: Neue Kleidung kaufen, Rucksack für Skilager suchen, Skihelm und Skibrille kaufen, Emails schreiben, meine Betwäsche wechseln. ~Kopfhörer kaufen, habe ich zum Glück heute erledigt.~

Finanziell gebe ich das Geld aus, als würde ich es wie Heu Zuhause gebunkert haben. Ich stopfe mich täglich mit Essen voll. All die teuren, wichtigen Sachen, habe ich, logischerweise, noch nicht.

Meine Tage beginnen mit morgendlichen Albträumen. Dannach kommt eine Zeit in der ich irgendwie arbeite. Irgenwann gebe ich den Tag auf, will ihn mir versüssen und gebe dafür meine Energie, ich gebe meine Stress weg, ich nehme die Entspannung, die Trägheit und akzeptiere es. ~Rücksichtslos gehe ich meinen Weg und was mir nicht passt, wir aktiv verdrängt.~ Die Tage enden, in dem ich, trotz dem Durcheinander meiner Gedanken, versuche zu schlafen. Mit bewusstem Atmen, komme ich zur Ruhe, damit auch meine Gedanken. Aber ich schlafe dann nicht ein, im Gegenteil, ich liege da und bin wach, eine gähnende Leere in mir. Die Leere ist schwer, sie ist bedrückend, sie ist kalt.

Meine Arme heilen, sofern ich sie lasse, jedoch ist dieses Verlangen da, sie nicht zu lassen.

Drei Bücher habe ich, die ich lesen möchte und noch eins, das gelesen werden sollte. ~Aber ich bin chnopchopf und DAS ist zu viel.~ Meine Gedanken verweigern eine logische Betrachtung und somit habe ich ein grosses Problem. Es wird beinahe unmöglich auch nur eines davon zu lesen.

Bloggen will ich, doch leider hat Schule dann doch noch Vorrang. „Wieso auch, Bildung, Chancengleichheit… alles Lügen! Vielleicht sollte ich den Stellenwert dieser Dinge neu betrachten…“

Ich schreibe schon viel zu lange an diesem Eintrag… ~Die Mittel gegen die Gedanken und die Angst, haben doch ihre Schattenseiten.~

Und so der Knopfkopf spircht, mehr zu motzen habe ich nicht.
~Just kidding, im nächsten Artikel dann wieder. KAIJU~

Ich steh mir im Weg

Ich könnte von Dienstag berichten, wäre ein guter Bericht, oder von Mittwoch, ebenfalls positiv. Aber wisst ihr was? Ich berichte von heute, nicht ganz so toll. Da waren Menschen, die redeten, wie toll alles ist, wenn doch in echt, das Leben einfach nur trostlos ist. Wie kann jemand von seiner tollen intakten Familie sprechen, von einem Umfled, das einem unterstützt, von tollen Freunden und das alles, in meiner Gegenwart, in mein Gesicht.

Stress pur, das Leben ist einfach nur Bläääh und ja, dass ist genau so wie ich mich fühle. Oder besser, ich fühle mich schlimmer, oder fühlte. Wertlos, undankbar, widerlich, pessimistisch, lebensmüde, aggressiv, verängstigt. Doch die drei Schnitte, die sind nun da. Warum? Nicht weil ich sauer war, einfach nur so irgendwie, irgendwie um mich zu strafen, irgendwie um allen zu zeigen, dass sie mich können, dass sie ihre Schnauzen halten sollen, dass sie mir nicht erzählen sollen, wie gut es ihnen geht.

Drei Schnitte mehr, zwei am Bein, einer am Arm. Die Rasierklinge ist verblüffend, es brennt beim schneiden und dannach, dann brennt es noch mehr. Aber es braucht keine Kraft, es geht bis aufs Blut. Entschuldige Schere, aber du wirst überflüssig. ~“It’s better to feel pain, than nothing at all.“~

Ich kann das einfach nicht, dieses „glücklich sein“, dieses „tolles geniessen“, dieses „leben“. Ich kann mir nur noch schaden, jeden Tag geht etwas mehr von mit verloren, jeden Tag werde ich mehr zerrissen. Wie kann man da wegsehen? Wie kann man da ernsthaft fragen, warum ich mich unwohl fühle wenn jemand aus meiner Familie da ist?

Der Tag war gut, aber auch schlecht. Was passiert ist, ist passiert. Ich belohne mich mit etwas Schlaf. Wenn es das Schicksal so will, kann ich eventuell doch mal etwas gutes berichten, morgen könnte was positives passieren. Man weiss ja nie, oder?

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu berichten hab ich nicht.
~KAIJU~

Runter, immer weiter

Nullpunkt erreicht? Noch nicht, seit Ende Sommer scheint es immer noch ein Stück schlechter zu werden. Was soll ich sagen? Ich kann nicht mehr! Ich drehe so langsam durch, meine Gedanken verweilten bei Klingen, ein unglaublich starker Wunsch mich zu bestrafen. ~Keine Sorge, nur mein Finger wurde gequält. Und einige Narben auf meinem Arm.~

Ich gebe auf, ich will nicht das es die Klinge ist, ich will aber auch nicht, dass es was anderes wird. Warum ist es so verdammt schwer? Warum kann ich es keinem recht machen, am wenigsten mir selbst? Ich öffnete alte Wunden, ich habe schon wieder gegen mein Vorsatz gehandelt, ich war so unglaublich sauer, ich habe Tonnen gegessen, das Training besuchte ich nicht. Warum kann nicht alles etwas abbremsen? Ich komme nicht mit, so gar nicht. Da ist so viel, was gemacht werden müsste und ich mache nichts. Ich sorge nur dafür, die Möglichkeit zu haben, die destruktiven Gedanken, durch andere, ähnlich kontraproduktive Gedanken zu ersetzen.

Ich kann nicht mehr, ich will auch nicht. Projekte hier, Praktikum da, Präsentationen, Schule, Freunde, Hobbys die auch noch stressen. ~Kann mal jemand die Welt anhalten? Ich will raus.~ Ich möchte irgendwie rennen, irgendwie weg, doch ich bin gefangen.

Verdammt. Ich habe mich verloren, ich verliere nun erste Freunde, ich verliere alles, was ich habe und hatte.
Kälte, Leere, Angst, ich will das nicht, ich will weg. Was wenn ich bald wieder die Kontrolle verliere? Schlimmer als heute vielleicht? Was wenn ich die Kontrolle verliere und es nichts gibt, niemand da ist, der mich aufhält? Was wenn ich nicht aufhören kann?

Und ich falle, hinab in die Tiefe, in die ewige Dunkelheit. Die Leitern, die hinaus helfen, haben angerissene Sprossen und führen somit auch in die Tiefe.

Und so der Knopfkopf spricht, wo ist nur das Licht?
~KAIJU~

Ich lebe noch

Ich habe tatsächlich eine Weile nichts berichtet. Die Frage die sich mir nun stellt ist warum. Ich meine ich könnte von meinem aufgekratzen Arm berichten, oder von meinen düsteren Gedanken. Ich könnte von dem Moment sprechen, als ich bemerkte, dass ich nach einem Jahr noch nicht jeden aus der Klasse richtig kenne. Ich könnte berichten, dass ich viel geweint habe, dass ich viel weine. Ich könnte über den Guru berichten und meine Absicht, ihr die Adresse des Blogs zu geben. ~Warum erscheint es mir so viel logischer, meine Adresse dem Guru zu geben, als in Betracht zu ziehen, der Ente bescheid zu sagen?~ Erneut die Frage: Warum?
Das Leben zieht vorbei, ich spatziere nebenher und pake ab und zu eine kleine Gelegenheit. Mehr ist da nicht, Tränen, Stress, Wut aber sobald ein neuer Tag beginnt ist das sowieso egal. Ich könnte so viel berichten, aber warum denn, interessieren tuts ja keinen, stimmts?
~Normalerweise schreiben sich diese Einträge wie von Geisterhand, aber die letzen Tage und heute, klappt das nicht so ganz.~ Ich sitze da, Laptop vor mir und meine Gedanken schweifen in alle Richtungen, kein Wort das ich nicht erzwingen muss. Deshalb schreibe ich erst heute, gestern bin ich kläglich gescheitert.
Ich will nicht weiter denken als bis morgen, ich kann mir nicht einreden, dass ich das alles packe, in meinem Kopf haben sich neue Wege eröffnet, dunkle Wege, Wege zu Blut, wege zu Schmerz. ~Ist das alles nur ein Aufmerksamkeitsding, oder ist es echt und nur eine Frage der Zeit?~
Ich warte auf Nachrichten, ich warte auf Lebenszeichen, ich will, das irgendwer sich meldet, ich bekomme es nicht in meinen Kopf, dass auch ich mich melden könnte.
Ich versteh mich ja selber kaum, und ander können ja kaum verstehen was ich habe, ist ja nur das schwarze-klebrige-emotionsverstärkende Etwas, wird wohl als Schwäche abgetan, interessiert keinen, geht ja allen anderen auch nicht blenden, wieso komme ich also auf die Idee, mich als wichtiger anzusehen?
~Kurze Info: Oktober ist vorbei und ich lebe!! Oktober ist durch und man sieht es nur an meinem Arm! Das ist doch gar nicht so schlecht~Mehr kann ich echt nicht sagen, mein Kopf ist leer, meine Hangelenke schmerzen vom Ninjutsu und ich bin müde. Basta, mehr gibts heute nicht. ~Ich rede mir tatsächlich ein, das sich jemand über mein Gelaber freut, Gott bin ich naiv~
Kurz auf mein Handy gesehen und da war eine Nachricht von meinem Ex, das kann ja was werden, von dem habe ich keine Nachricht erwartet. ~Maybe something to write about..~

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu sagen weiss ich nicht.
~KAIJU~