Tag Archive: Vater


Durcheinander

Wisst ihr was? Ich habe Angst, ziemlich starke Angst, fast schon Panik. Das ist ja an sich nichts neues, ich bin ja ständig geplagt von Angst. Doch seit gestern, ist das irgendwie anders. Ich meine, ich will mir von niemandem sagen lassen, was ich hier schreiben kann/soll/darf. Und doch habe ich nun Angst, hier zu schreiben. Nicht wirklich Angst zu schreiben, viel mehr Angst, vor allen die das lesen und noch genauer, vor denen, die mich kennen.
Seit heute morgen, ist mir übel, so richtig. Ich habe auch die letzen Tage wenig gegessen. Was soll man dazu sagen?

~Bläh, ich schreibe einen ganzen Abschnitt darüber, wie sehr ich mich fürchte, ohne das weiter zu erklären.~ Erklärung also: Hmm, wo beginne ich. ICH LASS MIR NICHT SAGEN WAS ICH HIER SCHREIBE!! Dieser Blog gehört mir, es ist meine kleine Welt, sie war sicher, sie gab mir, was mir fehlte. Wer den Blog liest, weiss mehr über mich, als mancher aus meinem Umfeld, wer das liest, der kennt mich, der hat die Möglichkeit zu verstehen. Ich freue mich über jeden Leser, doch in mir keimt gerade die Sorge, dass es nur eine Zeitfrage ist, bin irgendwer meiner Familie mitliest, irgendwer, der mich kennt und doch nicht verstehen wird.

Was ist also passiert? Warum schreibe ich so verdammt wirr und unklar? ~Ich entschuldige mich schon mal dafür.~ Mir ist übel, Kopfsache, ist mir bewusst. Mein Arm, der blutet, aber es geht mir verdammt nochmal gut! Die Wunde kommt nicht von mir. ~Hab ich schon erwänt, das ich Angst habe?~

Da ist die Angst, alles zu verlieren, alles, auf einen Schlag. Da ist die Angst, dass alles, was mich seit einiger Zeit ausmacht, ausgelöscht wird. Die Angst, dass mir meine Freiheit genommen wird. Die Angst, noch mehr Menschen zu verletzen/zu belasten. Ich habe Angst, mich zu verlieren, obwohl ich doch bereits verloren bin. Ich habe Angst, zu hören, dass alles nur in meinem Kopf ist, Angst, die Realität verloren zu haben. Was wenn doch alles nur Einbildung ist/war?
Warum redete sie weiter, als wäre nichts geschehen? Was mache ich falsch, dass man mich noch immer nicht zu verstehen scheint? Ich will nicht, das ich verliere, wofür ich schon so lange kämpfe.

Sie haben um mich geweint, als ob ich tot wäre. Als ob ich bereits nicht mehr da wäre. Ich muss ihnen recht geben, es gibt mich doch bereits nicht mehr, ich bin doch bereits tot, zumindest Teile von mir. ~Wurde je um euch geweint?~ Wie kann ich sowas anderen antun? Ich habe Angst, gerade jetzt, die Tränen fliessen.

Ich habe zugestimmt, dass es nicht genug ist, dass ich mehr brauche, als ich bekomme. Ich habe lange telefoniert heute, sehr lange für meine Verhältnisse. Ich war bei einem Kumpel heute, nie, nie war die Angst lange weg, in keinem Moment.
~Wisst ihr, es ist wahr, man kann mit seiner Zunge nicht, seinen Ellenbogen ablecken.~

Ich werde mit den Leuten der Jugendpsychiatrie reden. Die wollten doch ohne Mist, dass ich da mit meinem Vater aufkreuze!! Konnte vermieden werden. Ich will das nicht, lasst den Mann in Ruhe, helft erstmal mir. Meine Schwester soll das nicht mitbekommen, sie darf nicht, um keinen Preis. Ich kann sie kaum ertragen, ich hasse mich dafür wie ich mit ihr umgehe, ich liebe sie doch, sie bedeutete mir so viel. Ist es nicht so, das meine Familie etwas besseres verdient? Was ist mit mir geschehen?
Ich zweifle, war es richtig, habe ich die Hilfe verdient? Komme ich da wieder raus?

Ich hab versprochen mir nichts zu tun, sowas in der Art. Wo sind da die Grenzen? Wie weit, kann ich machen, was ich will und ab wann, breche ich dieses halbherzige Versprechen? Ich darf mich nicht verletzen, ist klar. Ab wann ist es den verletzen?

Ich muss da irgendwie durch, irgendwie. Es tut weh, es ist kein realer Schmerz und doch ist er da. Müde, müde bin ich kaum, es ist 1 Uhr, ich schreibe seit ca. 20-30min. Ich bin nicht müde, ich war auch gestern nicht müde und morgen, morgen werde ich auch nicht müde sein. Einschlafen, kotzwürg, damit hab ichs nicht so.

GENUG! Verschont mich mit besorgten Kommentaren, Nachrichten, E-Mails, Anrufen oder weiss-der-Geier-was, mir geht es gut, lest das, nemmt es meinetwegen ernst, aber übertreibt es nicht. Nochmal: Es geht mir gut.
Es geht mir gut, ich tue mir nichts an, ich reisse mich verdammt zusammen, aber wenn ich sowas verspreche, versuche ich es zu halten. Die Tränen sind weg, ich kann atmen, ich komme nicht bis zu meinem Ellenbogen mit meiner Zunge, die Angst ist noch bei mir.

Und so der Knopfkopf spricht, besorgt tun? Bitte nicht!!
~KAIJU~

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Wirrwarr

In meinem Kopf sind echt viele Gedanken, ich versuche diese nun irgendwie verständlich zu formulieren. Wenns keinen Sinn mer macht, mir doch egal, mein Blog, ich mache was ich will, irgendwo muss ich das ja auch können.
So schlagen wir das Gedankenbuch auf, da wären die Themen: psychische Krankheiten, Verständnisprobleme, Angst, Motorradfahren, Ich das unselbstständige Wesen und vielleicht noch sowas wie „Ausrede“.

Heute Psychologie Pädagogik, wir müssen eine Präsentation zu einer psychischen Krankheit machen, mit Interview und allem. Problem, die Ente, meine Partnerin bei diesem und sowieso allen Vorträgen, finded die Aufgabe nicht so toll. Manchmal könnte ich sie echt schlagen, ich könnte sowas von Ausrasten. Einbildung und Überreaktion zu Gesagtem und nicht Gesagtem. Wir haben da so unsere Probleme in der Kommunikation und ich bin bereit die Schuld dafür auf mich zu nehmen.

Ich habe Angst, momentan artet es wieder aus, ich komme so garnicht klar. In der Schule raste ich beinahe aus, oder ich beginne beinahe zu weinen. Ich habe Angst, dass mein ganzes Verhalten, mein genzes Ich das nicht ist, eine Lüge ist, eine Ausrede. Was, wenn ich gesund bin, dass ganze nur als Ausrede verwende um mich rechtzufertigen?

Ich bin so unselbstständig, ich pake das alles nicht. Wir müssen uns ein Praktikum suchen, wenn es sich aufschieben lässt, schiebe ich es auf, ich fühl mich dazu nicht in der Lage. Ich bin allein, ich komme damit nicht klar. Woher soll ich wissen wie sowas geht, mit all den Formularen und Dokumenten die es für eine Bewerbung braucht? Dazu Motorradfahren, irgendwie ein Wunsch von mir, aber der Gedanke, dass ich alleine da stehe, das ich zuviel Angst haben und nach Gründen suche, das ganze doch nicht zu machen, nur um gar nicht erst meinen Vater nach der Finanzierung zu fragen. Die Angst, dass er ja sagt, die Angst, dass er nein sagt.

Verdammt, kann mich nicht einfach mal jemand in den Arm nehmen und mir sagen, das alles gut wird? Das er/sie mir hilft? Heute ist mir aufgefallen wie unselbstständig ich geworden bin. Ich suche doch nur Bestätigung für das was ich tue. Für mich macht das alles keinen Sinn, ich will mich nur zusammenrollen und weinen. ~Hach, weinen tue ich ja schon.~ Ich brauch doch einfach jemanden, der mir hilft, der nachfragt, der da ist, der versteht oder wenigstens nicht dummes sagt, jemanden der mir zeigt, dass ich es schaffen kann, denn ich sehe gerade keinen Weg. Wie soll ich das Praktikum organisieren? Wie soll das mit Motorradfahren aussehen?

Ich habe für einen kurzen Moment überlegt, ob ich nicht einfach komplett abkaken soll in der Schule, dann würde ich rausgeschmissen, müsste kein Praktikum suche und könnte einfach alles hinschmeissen. Das wäre aber doch zu aufwändig, warum der Aufwand? Wenn ich schon was beende, dann beende ich komplett. Wer weiss, wenn man auf meiner Beerdigung um mich weint, vielleicht glaubt man mir dann, das ich einen Namen will für meine Situation, vielleicht versteht man, dass man auch schuld hatte.

Da sitze ich also weinend vor meinem Laptop, als der Freund meiner in Italien verschollenen Schwester vorbeischaut. Genau so jemanden brauche ich, er ist so ein netter Kerl und passt perfekt zu meiner Schwester. Er hat nicht gemerkt das ich geweint hatte, hoffe ich.

 

Blablabla.. ich kann das jetzt echt nicht durchlesen, sonst poste ich es dann doch nicht. Hoffe waren alle Themen. Lesst es schnell, sobald ich das durchlesen werde, werde ich es warscheinlich löschen.

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu motzen hab ich nicht.

Fragen der Zukunft

Da spricht man über die Politik des eigenen Landes und merkt mehr und mehr, wie wenig es einem kümmert, wie man die Lust verliert verstehen zu wollen, wie man sich alleine fühlt, wie alles schwarz wird. Es bräuchte echt so was wie promotional Hardcore ~Musik, die all die komplizierten politischen Vorgänge einfach erklärt~ und ich würde es hören, vielleicht, vielleicht verstehen wollen. Mein Land ist mir also mehr oder weniger egal. Warum? Ganz einfach, ich glaube nicht mehr an das System, ich glaube es kann so nicht gehen, jeder stösst an seine Grenze, wer schwach ist, wird ersetzt, ist ein Opfer der Gesellschaft und wird ausgestossen. Wie soll das funktionieren, wo ist das Miteinander, sind wir den alle so gierig das nur Geld zählt? Sieht leider so aus.
Wenn ich könnte wollte ich zwar wählen, doch wenn ich mir überlege, wie Politik zu funktionieren scheint, ist das ganze sinnlos, wer sagt denn, das es hilft, wer sagt denn, das die Leute umdenken, wer sagt denn, dass das was wir tun richtig ist? Ich sehe keine Zukunft in diesem System, denn von aussen ist das keine.

Wie sieht es aus mit mir und der A1 Prüfung, finde ich irgendwann doch den Mut meinen Vater zu fragen, ob er bezahlt, wie wird er reagieren? Ich habe Angst. Es wäre doch alles so leicht, doch das ist es nicht, nicht für mich. Was wenn er ja sagt, was wenn nein? Was wenn ich durch die Prüfung rassle, was wenn ich das ganze doch nicht auf die Reihe bekomme? Was wenn ich mich nie traue ihn zu fragen? Wie soll ich das ansprechen, wenn wir selten bis nie wirklich reden?

Zukunft, bewerben, Praktikum suchen, für drei ganze Wochen. Kann sich das einer vorstellen? Ich denke noch nicht mal bis Weihnachten, wie zum Geier soll ich dann an April und Mai denken? Woher soll ich wissen, was ich kann, oder eben nicht? Was habe ich den bisher getan in meinem Leben ausser zur Schule zu gehen? Ich habe keine ausserschulischen Aktivitäten vorzuweisen, ich habe nichts, ich bin nichts. Sagen wir, ich hätte einen vorzeigbaren Lebenslauf und den ganzen Käse der dazugehört, ich wüsste noch immer nicht was ich machen könnte. Was will ich den von der Zukunft? Ich will es doch gar nicht, ich will es leicht haben, ich will Spass haben, ich möchte doch leben, doch ich kann es nicht.
Ich will später mal was sinnvolles machen, nichts so geldgieriges, ich will etwas mit der Psyche des Menschen machen, sie erforschen, sie heilen, sie unterstützen irgendwas. ~Klar, das kleine kaputte Mädchen will den Menschen helfen, denen es so geht, wie es ihr gerade geht, klingt toll.~
Ich habe mir heute doch tatsächlich mitten in der Stunde überlegt, wie viel einfacher es wäre, wenn ich nicht mehr leben würde, mitten in der Stunde, was wenn ich mich nicht sorgen müsste, was wenn ich kein Praktikum suchen müsste, was wenn ich nie nach der Bezahlung eines Motorrades und der Prüfung fragen müsste?
Ich sehe schwarz, was ist in einem halben Jahr, was in zwei Jahren, was in zehn? Keine Ahnung, ich sehe da nichts, ich sehe schwarz, ich sehe mit etwas Mühe, ein Traumbild, das ich doch noch irgendwie durchs Leben komme, aber daran zu glauben fällt mir schwer. Ich schaffe es nicht mal einen Abend keinen Mist zu bauen, ich stürze mich blindlings auf alles, was mir kurzzeitig Gedankenkreisen erspart, ich erhoffe mir so sehr nicht allein sein zu müssen, ich überlege sogar, einige Tage bei irgendwem aus der Gruppe zu wohnen. Kann man seinen Freunden sowas zumuten? Würden die mich überhaupt bei sich wollen? ~Die Ente zumindest bemüt sich so sehr um mich, es rührt mich zu Tränen wenn ich ihre Nachrichten lese, wie kann sie das tun, wie kann sie mich nicht hassen, wie kann sie so tun, als hätte es den Samstag Abend und mich und Matik nicht gegeben?~ So viele Fragen, zu viele Fragen und einfach nur den Wunsch mich wie gestern oder vorgestern in den Schlaf zu weinen, den Wunsch nicht alleine sein zu müssen, den Wunsch sich zusammen zu rollen und zu weinen, den Wunsch in den Armen eines anderen zu weinen.

Ha, ha.. so als Hinweis, der Artikel ist von Montag, hat es allerdings irgendwie nicht geschaft zu machen was ich wollte.

Und so der Knopfkopf spricht, keine Antworten in Sicht.
~KAIJU~

Scheisstag

Der Morgen war toll, bis zu dem Zeitpunkt als man mir sagte ich könnte Rheuma haben. ~Das haben doch normalerweise alte Leute?~
Als nächstes Deutsch. Ich beginne das Fach zu hassen, warum mussten wir genau diese Frau als Lehrerin abbekommen? Es ist traurig und macht mich verdammt wütend. Hass gegend die Lehrerin. Der Mittag war toll, Ankerbuch zur Seherin weitergeleitet, gelacht. Dann kam ein dummer, unüberlegter Kommentar und ich war wieder sauer, stinksauer und verletzt.
Kaum richtig beruhigt, Prüfung zurück, ungenügend 3.7. Ich hatte etwas zwischen 4.5 und 5.5 erwartet. Ich war baff, die Noten des Gurus und jene der Ente waren einiges besser. Ich bin so saumässig entäuscht, ich bin sauer und traurig zugleich. ~Ich war so sicher, das ich gut bin.~
Drei Stunden an einer Präsentation arbeiten, mit schlechter Laune, schön.
Auf dem Heimweg noch einkaufen mit meinem Vater. Im Zombiemodus versteht sich. Er macht im Auto noch einen Kommentar und die Laune geht völlig sausen. Und beinahe hätte ich ihn gefragt ob er meine Idee Roller oder Töff zu fahren unterstützt.
~Wie kann der Kerl sich mein Vater nennen, wenn er mir erst jetzt erzählt, dass er in 2 Woche für 10 Tage im Urlaub ist?~
Und ich lüg ihm vor, wie schon so oft, dass es mir gut geht.
Das einzig gute an diesem Tag, ich habe meine Tränen gefunden. Es brauchte also nur eine ungenügende Note. Ich bin so masslos entäuscht. Ich konnte ca. 5 Tränen vergiessen. Ich wünschte ich hätte den Mut mir was anzutun. Ich will tot sein.

Und so der Knopfkopf spricht, ich wünscht es gäbe mich nicht.
~KAIJU~