Tag Archive: Wut


Busfahrt-Blogingtime

„Der ist ja heiftig. Zeig mal.“ Gemeint ist der Schnitt der aufgrund (zu)kurzer Hosen sichtbar wird.
„Naja“, sage ich und ziehe meine Turnhose weiter nach oben um einen ganzen Block weiterer Wunden zu zeigen. Ich drehe mich noch und zeige auch mein anderes Bein. Ich bin amüsiert und lächle.
„Tut das denn nicht weh?“
Ich zucke die Achseln. Ja es tut weh, immer wieder. Jeder Schnitt, jeder Schritt. Und immer wieder fliesst das Blut. Heilen lassen? Ist nicht. So kratze ich immer und immer wieder, bis der Schnitt blutet oder nicht weiter aufgekratzt werden kann.

~No Angels von Bastille in den Ohren. Busfahrend. Denkend. Lebend. Träumend.~
Und da denk ich mir: Du hast Zeit, schreib einige Zeilen.
Der Tag ging von blanker Wut über Hass zu Tränen und ab und an gab es ein Lachen.

Und so der Knopfkopf spricht, frag nur, zöger nicht.
~KAIJU~

Focus on the pain

Immer wieder streiche ich mit meinen Händen über die Schnitte, nur um sicher zu sein, das sie da sind. Sie tun weh, mehr als die bisherigen, der Schmerz ist real. Und da schwingt auch etwas Angst mit; wird das wohl heilen? Wie gut wird es heilen? Sollten sie Wunden so aussehen und so weh tun?

~The pain is real, but still, it’s not reality…~

Im einen Moment hasse ich sie alle, die ganze Klasse und dann, kurze Zeit später lache ich aus ganzem Herzen mit ihnen. Ich fühl mich verraten, verlassen und ersetzt, glaube ganz allein zu sein, nur um danach wieder grinsend durch die Welt zu gehen.

Von 0 auf 180 und zurück. Von aussen nach innen, bis die eigenen Gedanken alles sind, alles was man ist und was man hat. Die Umwelt kann ignoriert werden.

Meine minime Panik vor dem Praktikumsbesuch ist ein wenig geschrumpft, mein Physiklehrer wird mich besuchen. Da ich gut bin in Physik sollte das gut gehen, obwohl ich mir den in einem Kindergarten garnicht vorstellen kann…

Ich schlafe recht wenig, zum bloggen komme ich auch nicht. Schande über mich, zum lesen auch nicht.
Meine Tage bestehen aus: Schule, Essen, Hausaufgaben und Metin2 Spielen. Ab und an noch das erledigen anderer Pflichten.
Der Schlaf kommt etwas kurz, ich fühle mich aber trotzdem recht fitt.

Genug, Zeit zum schlafen.
Und so der Knopfkopf spricht, mehr Zeit hab ich nicht.
~KAIJU~

Aufräumen…

Oft erkennt man nicht, wo die Wege hinführen, welche Hindernisse auf dem Weg sind und wo wir uns helfen lassen können. ~So ein Satz ganz nach chnopfchopf.~
Die letzten Tage waren geprägt von Höhen und Tiefen, meist in ziemlich schnellem Wechsel. Im einen Moment springe ich beinahe übermenschlisch schnell von meinem Stuhl auf und balle die Fäuste, nur um dann zu merken, was passiert ist. Ganz plötzlich fand ich mich in diesem Moment, wo ich da stand, bereit, so stark wie mein Arme es erlauben, gegen den vermeintlichen Gegner zu kämpfen und das obwohl es keine Gefahr gab. Geschlagen habe ich nicht, zum Glück. Der Zorn verschwand dann auch irgendwann wieder.

Ehrlich gesagt, bekomme ich die Woche nicht auf die Reihe, sprich, ich kann nicht erzählen was alles passiert ist, ich bemühe mich trotzdem ein wenig.
Dienstag war Therapie und da wurde neues offen gelegt, was nun auch hier frei heraus geschrieben werden kann. Schön seit einiger Zeit überlege ich mir, hier zu schrieben, dass ich kiffe. Es verbindet und es verbannt die Gedanken, mal besser, mal schlechter.

Donnerstag im Zeichnen waren meine Augen nicht so ganz bei mir und meine Gefühle wohl noch ein Stück weiter weg. Diese paar wenigen Worte unserer Lehrerin hatten genügt und meine Augen überliefen. ~Na toll, mitten in der Stune Tränen in den Augen.~ Hat hoffentlich keiner mitbekommen, verstanden hätte man es nicht, nicht mal ich verstand.

Im einen Moment wollte ich tot sein, im anderen leben, von Zeit zu Zeit sogar sterben. Immer dann, wenn in meinem Kopf der Schalter umspringt, kommt diese Gedankenstimme, nicht die normale, die besondere. Diese Gedankenstimme, die mir erzählt, wie es mir geht, die die Gefühle in Worte zu fassen scheint. Angst ersetzt zu werden, Wut über die anderen, Hass gegen mich selbst.
Solchen Stimmen sollte man nicht zu oft die Kontrolle über sämtliche Gedanken, Gefühle und Handlungen überlassen und doch wehre ich mich meist nicht dagegen.

Ich frage mich, ob ich dass alles den so will und komme immer wieder zu dem Schluss, nein, ich will nicht. Auf der einen Seite will ich nicht ständig Angst haben, ich will nicht Gefangen sein von meinen Gedanken, ich will die Kontrolle nicht verlieren und auf der anderen Seite, will ich das Blut, ich will die Schnitte, die Verletzungen, ich will nicht mehr leben, will nicht aufstehen, will mich nicht bewegen und lasse mich vollkommen auf die Gedanken ein, die mich immer weiter in einen dunklen Abgrund ziehen.
Und doch lache ich, ich bin amüsiert von den kläglichen Resten meiner selbst und es bereitet mir fast Vergnügen zu sehen, zu was ich geworden bin.

~Schreibe ich so schrecklich wie ich das empfinde? Grauenhaft.~ Ich flüchte mich in die Welt von Metin2, da gibt es immerhin Aufgaben, die mir lösbar und lohnenswert erscheinen.

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu motzen hab ich nicht.
~KAIJU~

I’m fine, but listen..

Mir gehts gut. Meinem Bein auch, steht da drauf. Angeschrieben, kann man sagen.
Es brennt ein wenig. Zufrieden bin ich nicht, mit meinem Werk. War irgendwie dumm, nicht? – Doch, war definitiv dumm, toll gemacht.

Wie sehr will ich irgendwem schreiben, einfach nur erzählen. Ich bekomme Angst, vor mir, vor meinen Gedanken und vor der Situation. Ich hasse und ich will zerstören, völlig sinnlos, völlig unnötig, ohne wahren Grund, ist da diese Wut.
Und dann der vermeintliche Kontrollverlust, Schmerz, Angst, die Gedanken werden langsamer.
Warum ist keiner da, dem ich erzählen könnte? Ganz allein, ich möchte ja keinen belasten.

Der Schmerz im Bein ist real, genau wie die Scherbe real war, das Blut ist ebenfalls da. ~Es ist nicht eine Träne wert. Ich bin nicht eine Träne wert.~

Schwer und kalt, einsam und allein, verängstigt und übermütig, alles schwankt.

Und so der Knopfkopf spricht, bis alles zusammen bricht.
~KAIJU~

Skilagerrückblick

Ich bin wieder da. Das Lager hatte seine Höhen und Tiefen, wie könnte es anders sein. Der wichtigste Punkt, ist allerdings folgender: Es gibt keine Auszeit! Gedanken lassen sich nicht stoppen, sie lassen sich nicht vergessen oder verdrängen. Immer wieder während dieser Woche, gab es Zeitpunkte, in denen mir alles zu viel war, in denen ich nicht wollte und am Rand der Verzweiflung stand. Es gibt keine Auszeit von Gedanken. Die Zweifel, Sorgen und Ängste verschwinden nicht.

Ich habe nicht geweint, aber es wäre eine Lüge, zu behaupten, es nicht gewollt zu haben.
Ich dachte von mir ich sei stark, ich war überzeugt, viel auszuhalten, Fehlannahmen. Ich war ständig am motzen, habe über dies und das geklagt, es war zu kalt, zu warm, der Schnee war nicht gut genug, blablabla und so weiter. ~Mit etwas Abstand betrachtet, muss ich zum kotzen sein.~

Ich habe viel gelächelt, extrem viel. Ich wollte den andern irgendwas geben, auch wenn es nur ein Lächeln war. Reden konnte ich weniger, da ich, gerade zu Beginn, extrem heiser war.

Während dieser Woche habe ich so viel Hass gespührt. Hass auf mich und Hass auf all die anderen. Ich bin selbst geschockt wie sehr ich mir und den anderen den Tod gewünscht habe, wie viel Wut in mir war.

Es gab auch tolle Momente, ich habe neue Leute kennengelernt, ich habe mich mehr getraut als normal. Ganz kleine Dinge eben. Ganz ehrlich, ich finde die guten Momente in meinen Erinnerungen bereits nicht mehr. Die Wut auf meine Zimmergenossen oder auf die Leiter, der Zorn über mich und mein Versagen, die Aggressionen gegen meine Skigruppe. ~Und ich hatte mir eingebildet, dass Lager würde eine Auszeit.~

Meine Arme hatten Zeit zu verheilen und sie sehen wirklich recht heil aus. Meine Beine sind jedoch mit Muskelkater und blauen Felcken bestraft worden. Ich kann wieder halbwegs sprechen und ich huste nicht ununterbrochen, nur genug um meine Bauchmuskeln fitt zu halten. ~Irgendwie bin ich erleichtert, daheim zu sein, da zu sein, wo ich entscheide, was ich wann mache.~

Ich mach mich dann mal dran, all die verpassten Einräge anderer zu lesen.

Und so der Knopfkopf spricht, Auszeiten existieren nicht.~KAIJU~

Wie gelähmt

Wie gelähmt, so fühle ich mich, leer, kalt, einsam, eingesperrt, isoliert, allein, unwichtig. Mein Leben wird stiller, meine Gedanken nehmen viel Platz ein. Ich bin leer und doch voll, voll Hass, voll Entäuschung, voll mit Wut. Unglaublich schwer, alles, das Leben, das Bewegen, das Atmen.

In meinem Kopf formen sich mehr und mehr Pläne, es entstehen fixere Ideen. Ich kann teile meiner Arme spühren, Schmerzen in den Handgelenken und auf den Unterarmen. Ich habe Angst, gerade jetzt. Ich lösche Zeilen, ich kann meine Gedanken nicht ordnen. Der dritte Versuch zu schreiben. Ich war doch ferig mit dem Eintrag, über 600 Wörter und dann, doch nicht, nicht zufrieden, schlecht geschrieben, zu chaotisch. Schnell waren die Zeilen weg, löschen ist einiges einfacher.

Der Fakt, dass ich am dritten Versuch bin, macht mich fertig. In mir steigt viel mehr Wut als notwendig auf, warum kann ich dass den verdammt noch mal nicht? Wieso kann ich das alles hier nicht?

Warum muss das Leben so schwer sein, der Körper so leer sein, die Gedanken destruktiv und die Einstellung negativ?
Wohin soll das Leben bringen, zu jedem Schritte muss man mich zwingen, der Antrieb ist weit fort und die Motivation ist auch dort.
Ich fühle den Schmerz, im Arm wie im Herz, ich breche innerlich in Stücke, bin nur noch die Verrückte.
Das Atmen ist so anstrengend, alles wirkt einengend, ich kann hier nicht bleiben, kann das nicht beschreiben…

Die Worte wollen nicht, die Gedanken auch nicht, die Gefühle verweigern den Dienst und auch der Körper packt noch Beschwerden drauf. Das Leben macht unglaublichen Spass…

Und so der Knopfkopf spricht, mehr schreiben kann ich nicht.
~KAIJU~

Happy New Year

Ich lebe noch, keine Sorge. Nach langer Zeit, für mich zumindest melde ich mich mal. Nein, ich habe nicht meinen Kater auskuriert, denn ich bin ohne Alkohol ins neue Jahr gestartet. Silvester und die Tage danach verschwimmen ineinander, es ist als wäre es nur ein einzelner, nie endender Abend gewesen.

Die Tage davor waren ziemlich anstrengend, was man an den letzten Einträgen, sehen kann. In einigen wenigen Tagen, hat mein Sein ein Update gekriegt, es gab einige Neuerungen. Ich stand/stehe mir im Weg, es gab die Aussicht auf Weihnachten und den Rückblick dazu. Worte haben nicht mehr genügt, es war ein Durcheinander, doch am Ende kann man aufatmen.
~Alle Artikel der letzten Zeit, in einem neuen Beitrag verlinken. Erledigt!~

Die letzten Tage, oder die ersten Tage von 2014, habe ich beim Guru verbracht. Die Ente, der Pilot und zwei Freunde des Gurus waren zeitweise auch da. Meine Erinnerungen sind etwas schwammig, darum keine weiteren Details.

Nur noch dieses Wochenende, dann beginnt die Schule wieder.
Zeit für Panik! Als ich vorher meine Agenda durchsah, bermekte ich, wie viele Prüfungen und Präsentationen und Projekte mich erwarten. Erstaundlicherweise, habe ich mich null vorbereitet in den Ferien. ~Wie ironisch, so viel zu tun, da legt man sich doch am besten erst mal schlafen, oder noch besser, man wohnt einige Tage nicht daheim, so erledigen sich die Aufgaben richtig gut. NICHT!~ Irgendwie, bin ich fast wütend, dass ich nichts getan habe.

Mein Magen ist auf eine bedrohliche Grösse angewachsen. Die Fressorgien der letzten Tage, wirken sich kaum gut auf mein Gewicht aus. Tatsächlich ist es möglich, so viel zu essen, dass es unmöglich wird, tief einzuatmen, da die Lunge nicht genug Platz bekommt, sich ganz mit Luft zu füllen. ~Und so geht es mir gerade.~

Ich vergammle hier lieber vor meinem Laptop, erzähle dem ganzen Internet meine Probleme, als dass ich leben und etwas daran ändern würde. In meinem Kopf gibt es allerdings neue Pläne, wie ich noch einige Jahre durchkomme:1. Praktikum suchen. 2. Praktikum erledigen, hinter mich bringen. 3. Weg ohne Matur an die nächste Schule. 4. Schule. 5. Weg ohne grosse Umwege zu was auch immer ich dann will. 6. Katzenlady werden. 7. Überdosis nehmen. 8. Von meinen Katzen gefressen werden. 9. Nicht mehr am leben sein. 10. Tod sein.
~Sie lasen soeben, das 10 Schritte Program zum Tod, gelesen von mir.~
Ich verabscheue gerade alles so sehr, besonders mich, jedoch, bin ich unglaublich erfreut über meine Sitaution, irgendwie krank.

Ich will was sagen, aber gehört werden will ich nicht. Ich will Hilfe, doch lasse mir nicht helfen. Ich will die Welt besitzen, doch habe Angst vor der Gier.
Mehr und mehr bemerke ich, wie gerne ich doch alles besitzen würde, alles, ganz normale Sachen, nur halt viel davon. Ich will alles haben, alles was ich nicht habe, all das will ich haben. In meinen Träumen, da klaue ich was ich will. Im Realen Leben, ist stehlen verwerflich, deshalb kaufe ich von Zeit zu Zeit, was ich möchte.

Alles in allem? Ein weiterer Eintrag in dem ich über mein Leben motze. Wie gehabt, egoistisch mit dunklen Gedanken. Unglaublich vollgefressen, mit einem verrückten Lächeln auf den Lippen. Gutes Neues Jahr nachträglich.

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu motzen hab ich nicht.
~KAIJU~

PS: Soll ich mein Blogdesign anpassen oder besser lassen wie es ist?

Die kleinen Dinge im Leben..

..können einem glücklich machen, oder dafür sorgen, dass man in ein Loch fällt. Bei mir wohl eher das zweite. Zur Zeit ist die Welt ziemlich dunkel, alles ist grau, alles ist leblos. Da bin nur ich, das schwarze-klebrige-emotionsverstärkende Etwas und meine sehr schwankenden Gedanken. Ich spreche von sowas wie Stimmungsschwankungen, ausgelöst durch die kleinen Dinge im Leben.

Bei den kleinen Dinge handelt es sich, so wie ich das sehe, um meine Freunde, die keine sind: Einbildung und Überreaktion. Da passieren also kleine Dinge, für den normalen kaum sichtbar, seien das nun Gesten, Zögern beim Sprechen, Nachrichten, keine Nachrichten ~was genau so schlimm sein kann~ oder alles andere.

Beispiel gestern: Mein Grüppchen war fleissig am rumstressen in unserer Whatsappgruppe, wegen der Physikprüfung. Tja am Abend vor der Prüfung habe ich ,um halb 10, nicht sonderlich Lust auf sowas. Ich sage also, dass sie die Bilder von Blättern doch privat schicken sollen, denn ich möchte nicht 100 Fotos von Physikblättern auf meinem Handy haben. ~Wirkt das auf einen von euch zu krass? Auf mich nicht, oder es war bestimmt nicht böse gemeint.~

Und weiter gehts, die Ente schreibt, ich schreibe kurze Antworten, da sie sich ein, für uns beide, recht ungewöhnliches Thema ausgesucht hatte von dem wir beide wissen, dass wir nicht über sowas sprechen/schreiben können. Sie kommt sich also dumm vor, ich ja nicht, tut fast gar nicht weh, zu hören wie toll alle andern sind, wie toll ihr Ex ist. ~Kotzwürg, Tränen in meinen Augen, Angst, Wut, Neid, Hass alles auf einmal.~
Ich versuche also zu erklären, das ich bei diesem Thema nicht viel mehr schreiben kann/will als kurze Antworten um zu zeigen, dass ich weiss worum es geht. Dann meint sie noch was wegen dem, was ich in der Gruppe geschrieben habe, ich will nicht zitieren, doch in meinem Kopf klang es genau so: “ Du bist assozial, es ist dein Fehler, du hast wie immer alles falsch gemacht.“ Ich bin halt verkorkst, wenn es darum geht über meine Erfahrungen mit Jungs zu sprechen, habe ja irgendwie auch Grund dazu. Ich habe sogar geschrieben, dass ich nicht weiss wie ich reagieren soll, damit sie nichts besonderes erwartet. Ich hatte halt keine Lust mich wegen Physik stressen zu lassen. War ja wohl falsch nicht? Sie hat zwar gesagt, es sei alles nur ein Verstärker gewesen und das sie sowieso Kopfweh und alles hätte. Das hatte aber ca eine halbe Stunde noch komplett anders ausgesehen und einen Grund nannte sie mir auch nicht, ich kann ja, Achtung Sarkasmus, Gedanken lesen.

Diese Nachrichten haben mich fertig gemacht, so richtig, obwohl der Rest des Tages sogar ganz in Ordnung war. Doch diese wenigen Worte, sie schmerzten so sehr. Ich ertrage es nicht, wenn irgendwer von anderen schwärmt, die ich nicht kenne, bei ihr hasse ich sowas besonders.
Und dann, heute in der Schule, wie sollte ich mich verhalten? Ich stand gestern tränenüberströmt zitternd in der Küche, ich machte mir eine Bettflasche um Wärme zu bekommen. Dumm nur, das in unserer Küche Messer sind, ich hatte Angst, meine Gedanken schweiften zu den Messern, schweiften zu Bildern von Blut, von Narben, von Schmerz und Bestrafung. Wenn kümmert es denn, bin ja nur ich, ich mache ja eh alles falsch, warum nicht ein zwei Fehler mehr? Wie soll ich also auf die Person reagieren, die mir sowas antut?

Ich weiss, das ihr Leben wohl auch nicht gerade leicht ist momentan, und, da ich ein Herz habe, lösche ich also alles, was ich getippt hatte und schicke ihr dann nicht, was ich ihr sagen wollte. Was soll ich ihr den sagen, das sie überlegen soll, dass sie sich fragen sollte wie sowas auf mich wirkt oder wirken könnte? Soll sie mir sagen was das Problem ist, oder traut sie sich nicht mir zu schreiben, dass ich schuld bin? Ich sag ihr noch das mein Tag im Eimer ist, versteht sie nicht, dass es ihre Schuld war? ~Ich will nur wissen woran ich bin, verdammt, sonst sag ich ja noch mehr Falsches.~ Am liebsten würde ich es einfach allen erzählen, einen dramatischen Auftritt hinlegen und verkünden, dass ich nicht klar komme, mit solchem Verhalten. Wie kann sie mir den Abend versauen, es nicht merken, mich noch mehr anmotzen und dann nicht mal sagen wo das Problem liegt? Und am nächsten Tag soll alles wieder gut sein? Ich meine, es war ja irgenwie alles gut heute, aber ich will keine solche Lüge leben, warum kann sie nicht so mit mir reden, vielleicht auch persönlich, das wir uns nicht immer gegenseitig zerstören?
Ich vergesse sowas nicht, so wie ich seit dem Sommer nicht vergessen kann. Da sind wir zerbrochen, besser gesagt ich, also ich mit ihr, ich wollte nur teilhaben, doch es braucht immer zwei, ich war im Sommer allein, ich war egal. Und nach dem Sommer soll alles in Ordnung sein? Ich fühle mich verarscht, bin ich nur sowas wie ein Schulfreund? Werde ich dir egal, sobald du mich nicht mehr sehen musst?

Ich könnte so viel über sie schreiben, ich könnte auch ihr schreiben, ich könnte erklären, aber es ist mir zu dumm geworden. Ich leide ja nur, ich werde verletzt, sie schafft es auch so bereits all meine wunden Punkte zu drücken und ich kann nichts tun. Machtlos, denn ich bestimme nicht, ich bin fremdgelenkt und ich hasse mich dafür. Wisst ihr, ich gebe ihr keinen Zutritt zu dieser Welt, denn es scheint, als könnte ich nur hier verarbeiten was zwischen uns ist, oder eben nicht ist, sie würde das kaum verstehen, sie fragt ja nicht mal dannach, mein Leben ist ihr egal, genau wie es anfängt mir egal zu werden.
~Was würde sie sagen, könnte sie das lesen? Würde sie es todschweigen, oder verstehen?~

Und so der Knopfkopf spricht, so leben kann ich nicht.
~KAIJU~

Ich lebe noch

Ich habe tatsächlich eine Weile nichts berichtet. Die Frage die sich mir nun stellt ist warum. Ich meine ich könnte von meinem aufgekratzen Arm berichten, oder von meinen düsteren Gedanken. Ich könnte von dem Moment sprechen, als ich bemerkte, dass ich nach einem Jahr noch nicht jeden aus der Klasse richtig kenne. Ich könnte berichten, dass ich viel geweint habe, dass ich viel weine. Ich könnte über den Guru berichten und meine Absicht, ihr die Adresse des Blogs zu geben. ~Warum erscheint es mir so viel logischer, meine Adresse dem Guru zu geben, als in Betracht zu ziehen, der Ente bescheid zu sagen?~ Erneut die Frage: Warum?
Das Leben zieht vorbei, ich spatziere nebenher und pake ab und zu eine kleine Gelegenheit. Mehr ist da nicht, Tränen, Stress, Wut aber sobald ein neuer Tag beginnt ist das sowieso egal. Ich könnte so viel berichten, aber warum denn, interessieren tuts ja keinen, stimmts?
~Normalerweise schreiben sich diese Einträge wie von Geisterhand, aber die letzen Tage und heute, klappt das nicht so ganz.~ Ich sitze da, Laptop vor mir und meine Gedanken schweifen in alle Richtungen, kein Wort das ich nicht erzwingen muss. Deshalb schreibe ich erst heute, gestern bin ich kläglich gescheitert.
Ich will nicht weiter denken als bis morgen, ich kann mir nicht einreden, dass ich das alles packe, in meinem Kopf haben sich neue Wege eröffnet, dunkle Wege, Wege zu Blut, wege zu Schmerz. ~Ist das alles nur ein Aufmerksamkeitsding, oder ist es echt und nur eine Frage der Zeit?~
Ich warte auf Nachrichten, ich warte auf Lebenszeichen, ich will, das irgendwer sich meldet, ich bekomme es nicht in meinen Kopf, dass auch ich mich melden könnte.
Ich versteh mich ja selber kaum, und ander können ja kaum verstehen was ich habe, ist ja nur das schwarze-klebrige-emotionsverstärkende Etwas, wird wohl als Schwäche abgetan, interessiert keinen, geht ja allen anderen auch nicht blenden, wieso komme ich also auf die Idee, mich als wichtiger anzusehen?
~Kurze Info: Oktober ist vorbei und ich lebe!! Oktober ist durch und man sieht es nur an meinem Arm! Das ist doch gar nicht so schlecht~Mehr kann ich echt nicht sagen, mein Kopf ist leer, meine Hangelenke schmerzen vom Ninjutsu und ich bin müde. Basta, mehr gibts heute nicht. ~Ich rede mir tatsächlich ein, das sich jemand über mein Gelaber freut, Gott bin ich naiv~
Kurz auf mein Handy gesehen und da war eine Nachricht von meinem Ex, das kann ja was werden, von dem habe ich keine Nachricht erwartet. ~Maybe something to write about..~

Und so der Knopfkopf spricht, mehr zu sagen weiss ich nicht.
~KAIJU~

 

Warum?

Kurzer Blick auf die Statistiken, kurzes Gespräch mit Leuten die ich mag. Und ich falle. Ich falle in eine Leere. Dort ist noch Wut, Hass, Zorn. Doch ganz leise meldete sich gerade die Angst. Unglaublich grosse Angst, wohin, warum, für wen?
~Ich tippe das in dem Zustand von Angst, die Wut ist gewichen.~ Ich warte auf die Tränen, wo sind sie? Was bringt mir mein Leben? Was hilft die Therapie? Es geht in die falsche Richtung. ICH bin das Problem. Ganz allein Ich. Mein Sein ist sinnlos, wertlos.Meine Augen trügen mich über die Wahrheit hinweg, ich habe Angst, denn ich falle.
Wird man mich auffangen?
Bin ich es wert gefangen zu werden?
Ich fürchte mich, die Wut ist weg.
Ich falle.

Und so der Knopfkopf spricht, noch mehr Furcht in Sicht.
~KAIJU~